Egon Huschitt

Egon Huschitt, Journalist mit Faible für Politik, außerdem für Newsletter und Fernsehen. Profil

KW 17

NACHRICHTEN
Bericht des Bundesamt für Naturschutz: Staatlich bezuschusster Umweltfrevel. Mit 22 Milliarden Euro an Steuergeld wird jedes Jahr die Zerstörung der Natur bezuschusst. Diese Summe investieren Bund und Länder in Aktivitäten, die Lebensräume zerschneiden und betonieren, die Gifte verteilen oder das Grundwasser belasten. Das hat das Bundesamt für Naturschutz in einem Gutachten ermittelt. Zeitgleich verkündigte Umweltministerin Svenja Schulz ihr Aktionsprogramm Insektenschutz, für das jährlich 5 Mio. Euro ausgegeben wird. Das BfN hingegen beklagt, dass die Politik ihren selbst gesteckten Zielen der Nachhaltigkeit widerspreche, die eigenen Versprechen zum Subventionsabbau ignoriere und dadurch volkswirtschaftliche Schäden verursache. Die Defizite beim Erhalten von Tier- und Pflanzenarten sei zu einem wesentlichen Teil darauf zurückzuführen, dass es bisher nicht gelungen sei, den wirtschaftlichen Anreizen, die zu einer Schädigung von Natur und Umwelt führten, ausreichend entgegenzusteuern.
taz.de
CO2-Steuer findet zunehmend Unterstützer. Umweltministerin Svenja Schulze befürwortet die Idee, eine Steuer auf den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid zu erheben. Auch CO2 müsse einen Preis bekommen, sagte sie dem Spiegel. Auf eine Höhe wollte Schulze sich nicht festlegen. Zugleich plädierte sie für einen sozialen Ausgleich; kleinere und mittlere Einkommen sollten entlastet werden. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zeigt sich offen für den Vorschlag. Ob man Zertifikate verteuere oder eine Steuer erhebe: Das ginge in dieselbe Richtung und sollte von den verantwortlichen Politikern geprüft werden. Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte auf Twitter, dass man niedrige Einkommen mit Klimaschutz in Ruhe lassen sollte. Die Stadt New York will bis 2030 den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 40 Prozent reduzieren und nimmt dafür vor allem Immobilienbesitzer in die Pflicht; der Energieverbrauch von Gebäuden soll drastisch reduziert werden.
n-tv.de, welt.de
Europawahl: Parteien im Klimacheck. Welche Partei setzt sich wirklich für den Klimaschutz ein? Anhand des Abstimmungsverhaltens der Abgeordneten in den vergangenen Jahren unterzieht das Online-Magazin „energiezukunft“ der Naturstrom AG die Parteien einem Check. Dabei schneiden die Linke und Grünen gut ab. Die Linke stelle zwar Klimaschutz hinter die Sozialpolitik, wird jedoch sehr konkret. Bei den Grünen wird das Europawahlprogramm gelobt, welches vor ökologischer Programmatik nur so strotze. Es folgen die SPD, die CDU und die Freien Demokraten. Die SPD sei nicht so klar, wie Grüne und Linke; außerdem fehle ein klares Bekenntnis zum Kohle- und Atomausstieg. Die Union verzichte im Programm vollständig auf die Nennung konkreter Ziele; ebenso habe auch die FDP keine konkreten Forderungen. Insgesamt hätte jedoch keine Partei bislang genug getan, um die Klimakrise entschieden zu bekämpfen.
energiezukunft.eu
Schwedische Klimaaktivistin in London: Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde am Ostersonntag mit frenetischem Jubel in Großbritannien empfangen. Hunderte Demonstranten der Extinction-Rebellion-Bewegung begrüßten sie mit „Wir lieben dich“-Rufen am Marble Arch am Hyde Park in London. Die Schwedin war nach einem Besuch in Rom und einem Handschlag mit Papst Franziskus mit dem Zug weiter nach London gereist. Dort wollte sie sich auch mit Labour-Chef Jeremy Corbyn und der Grünen-Vorsitzenden Caroline Lucas treffen. Im Zusammenhang mit den Klimaprotesten in London wurden insgesamt mehr als 1.000 Klimademonstranten festgenommen. Die umstrittene Suedlink-Stromtrasse hat Menschen in mehreren Bundesländern zu Protesten mobilisiert.
spiegel.de, de.euronews.com (London); n-tv.de (Suedlink-Stromtrasse)
Ostseewindpark Arkona eröffnet ndr.de
CO2-Steuer: Schweden machts vor tagesspiegel.de
Scheuer will Bahntickets billiger machen manager-magazin.de
Weber will Verbot von Einwegplastik eu-info.de
Japans Abschied vom Automobil handelsblatt.com
ZAHL DES TAGES
Insgesamt 8 Windkraftanlagen gingen 2018 in Bayern ans Netz. Nennt man wohl „Bayuwarische Energiewende“. Die Windkraft-Branche verlangt Kurswechsel der Staatsregierung.
sueddeutsche.de
ZITAT
„Zitat“
Urheber
domain
PANDASTISCH
TERMIN
How can we feed the world without destroying it? Diskutieren Sie auf der Tagesspiegel World Food Convention am 7. Mai mit den Bundesministern Julia Klöckner, Dr. Gerd Müller, Mathias Mogge (Welthungerhilfe), Pete Pearson (WWF), Renate Künast (Bündnis 90/ Die Grünen) und weiteren Entscheidungsträgern über die wichtigsten Fragen zur globalen Welternährung. Kostenfreie Tickets: worldfoodconvention.com
HINTERGRUND
Unendliche Geschichte: Deutschlands schwierige Suche nach dem Endlager. Der Salzstock in Gorleben ist passe, ein neuer Standort für das Atommüll-Endlager muss her. Bei der Suche nach einem neuen Standort steht zu befürchten, dass es hoch her gehen wird, wenn durchsickert, welche Regionen in Frage kommen. Zwar haben alle vom Auto-Strom profitiert, das strahlende Erbe will niemand bei sich haben. Die Suche startet mit dem Ausschuss von ungeeigneten Gebieten, im Herbst 2020 werden dann die Orte vorgestellt, die in Frage kommen. Nach mehreren Untersuchungen wird das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit BfE einen Vorschlag vorlegen.
tagesspiegel.de
Der Norden setzt auf Wasserstoff. Hamburg und Schleswig-Holstein setzen auf Wasserstoff, der aus Windstrom erzeugt wird, um die Energieprobleme zu lösen. In der Nähe von Brunsbüttel wird gerade geforscht und gebaut. Wasserstoff könne im Erdgasnetz gespeichert werden, erklärt Prof. Werner Beba, Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Wasserstoff könne direkt genutzt werden für Industrie oder die Heizung von Gebäuden, aber auch in synthetische Brenn- und Kraftstoffe für Fahrzeuge, Schiffe und die Luftfahrt umgewandelt werden.
welt.de
Landwirtschaftsministerin Klöckner kündigt Verbot von Kükenschreddern an: Julia Klöckner hält ein baldiges Verbot der millionenfachen Tötung männlicher Küken für möglich. Kükenschreddern sei verboten, sobald das Verfahren zur Geschlechtsbestimmung allgemein verfügbar sei, sagte Klöckner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Kükenschreddern sei ethisch nicht vertretbar und müsse so schnell wie möglich beendet werden. Eine Methode zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei solle im kommenden Jahr allen Brütereien in Deutschland zur Verfügung stehen. Der Chef der Verbraucherorganisation Foodwatch, Martin Rücker, warf Klöckner Versagen vor, weil sie ein Ende der umstrittenen Praxis erneut hinauszögere. Wie immer habe am Ende die Lobby der Tierquäler das Sagen bei Klöckner, kritisierte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer.
tagesspiegel.de, zeit.de
FOTO DER WOCHE

Riesenweichschildkröte: Da waren es nur noch drei. In China ist das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte gestorben. Die Tiere gelten als eine der seltensten Arten der Welt. Zwei wildlebende Tiere gibt es Vietnam. In China starb das 90 Jahre alte Weibchen nach einem Versuch, das Tier künstlich zu besamen.
spiegel.de
Foto: passion4nature / gettyimages
TIERISCH
Ein Tier.
NICHT MEHR GRÜN
Antibiotikaresistente Keime auf jedem zweiten Hähnchen: Die Umweltorganisation Germanwatch hat bei Hähnchenfleisch aus Discountern in rund jeder zweiten Stichprobe antibiotikaresistente Keime gefunden. Die 59 Proben aus 12 städtischen Regionen in Deutschland seien im Labor für Pharmazeutischen Mikrobiologie der Universität Greifswald analysiert worden. 56 Prozent der Portionen Hähnchenfleisch aus Discountern seien mit Keimen besiedelt gewesen, die resistent gegen bestimmte Antibiotika sind. Hohe Resistenzraten von 49-66 Prozent auf Hähnchenfleisch zeigten auch anonymisierte staatliche Untersuchungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, so Germanwatch. Bei den Proben aus den Discountern handelte es sich um Fleisch aus konventioneller Haltung, das von den vier umsatzstärksten Schlachthofkonzernen in Deutschland stammte. Keiner der Schlachthöfe habe durchweg unbelastetes Hähnchenfleisch angeboten.
germanwatch.org, faz.net

KW 16

NACHRICHTEN
Frust der Radfahrer wächst. Bremen ist die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands, insgesamt hat Karlsruhe Münster als Fahrradhauptstadt abgelöst. Große Verbesserungen gab es in Berlin, Wiesbaden und Offenbach am Main. Bundesweit fühlen sich Radfahrer unsicher, das ist ein Ergebnis des „Fahrradklima-Tests“ des ADFC. Der Fahrrad-Club hat ermittelt, dass die Zufriedenheit beim Radfahren auf 3,9 zurück gegangen ist; vor zwei Jahren wurde das Fahrradklima noch mit 3,8 bewertet, 2014 mit der Note 3,7. Ärgernisse sind Falschparker auf Fahrradwegen, zu schmale Radwege, Baustellen sowie radunfreundliche Ampelschaltungen. Für die nicht repräsentative Studie wurden 170.000 Radfahrer befragt.
spiegel.de; adfc.de
Weltbank investiert nach wie vor in fossile Energien. Von wegen klimafreundlich! Trotz internationaler Klimaverträge investiert die Weltbank zum Beispiel in Lagos in Nigeria bei Bau der größten Ölraffinerie der Welt. Auf der anderen Seite gibt die Weltbank auch immer wieder Geld für den Klimawandel. Der Kredit wurde aufgelegt, um Nigeria zu helfen, die Wertschöpfung des Rohstoffsektors zu steigern, erklärt die Weltbank. Der Kredit sei lediglich für die Weiterverarbeitungsanlage der Raffinerie bestimmt. Die Weltbank weist die Kritik zurück und verweist auf über 20 Milliarden US-Dollar, die allein im Finanzjahr 2018 für den Klimaschutz ausgegeben hat.
tagesschau.de
Gorleben macht dicht. Der Salzstock von Gorleben hat als mögliches Atommüllendlager ausgedient; am Montag begann die letzte Phase des Rückbaus. Die Suche nach einem anderen Endlager für und 30.000 Tonnen Atommüll läuft, stehe aber noch ganz am Anfang. Bis 2031 will sich die Regierung für einen Standort entscheiden. Und viele Menschen im Wendland befürchten, dass Gorleben dabei noch eine Rolle spielen könnte.
nwzonline.de
Fahrverbote bringen keine Entlastung. Fahrverbote aufgrund von Schadstoffgrenzwerten stehen in der Kritik. Auch Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina bewerteten die Maßnahmen jetzt als wenig effektiv – weil sie kaum etwas an der Luftverschmutzung änderten. Die Experten forderten stattdessen eine nachhaltige Verkehrswende. Zudem kritisierten sie, dass die bisherige Debatte zu sehr auf die Auswirkungen von Stickstoffoxiden ziele. Der Schwerpunkt solle aber auf Feinstaub liegen, der der Gesundheit deutlich mehr schade. In Stuttgart wird die zweite Stufe der Diesel-Fahrverbote voraussichtlich nicht so gravierend ausfallen wie zunächst erwartet. Nach neuesten Prognosen zur Luftreinhaltung gehe die Belastung mit dem Reizgas Stickoxid in der Umweltzone so deutlich zurück, dass im Sommer kein flächendeckendes Fahrverbot für Dieselautos der Abgasnorm Euro-5 verhängt werden müsse, erklärte ein Sprecher der Landesregierung am Dienstag.
edison.handelsblatt.com, spiegel.de (Forscher); handelsblatt.com (Stuttgart)
Die Krankenakte des deutschen Forsts. Etwas mehr als jeder vierte Baum ist gesund; das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor. Zwei Drittel der Laub- und Nadelbäume sind geschädigt. Zu den Schäden gehören Verlichtungen, also kahlen Stellen in der Baumkrone. Grund für sind extrem hohe Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft, sagt der Waldbiologe Rudolf Fenner von Robin Wood. Ein weiteres Problem sind Schädling wie Borkenkäfer, die den Bäumen zusetzen.
taz.de
Extinction Rebells, die Klimaschützer radikalisieren sich faz.net
Brandenburg startet jetzt auch Volksinitiative zur Bienenrettung tagesspiegel.de
Maikäfer im Schweinetrog: Tierfutter auf Insektenbasis im Trend n-tv.de
Fukushima: Bergung der Brennstäbe gestartet faz.net
ZAHL DES TAGES
Erneuerbare könnten bis 2050 86 Prozent des Weltstrombedarfs decken und so zum wichtigsten Energieträger der Welt zu werden, wie die die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) prognostiziert hat.
tagesspiegel.de
ZITAT
„Zitat“
Urheber
domain
PANDASTISCH
HINTERGRUND
Strahlende Hermes-Kredite. Atomexporte sind seit Juni 2014 nicht mehr vom Bund gedeckt; diese Regelung soll sich nun ändern. Im Koalitionsvertrag gibt es einen Passus, wonach ein ein Konzept zum perspektivischen Erhalt von Fachwissen und -personal für Betrieb, Rückbau und zu Sicherheitsfragen bei Nuklearanlagen erarbeitet werden soll. Und dies sei nur mit staatlicher Hilfe bei den Ausfuhren erreichen, sagt Karsten Möhring, für die CDU im Umweltausschuss. Die Entscheidung über die Lockerung trifft der Interministerielle Ausschuss aus Auswärtigem Amt, Finanz- und Entwicklungsministerium.
sueddeutsche.de
Klimakabinett soll bis Ende Mai Vorschläge liefern. Die für Klimaschutz zuständigen Minister wollen bis Ende Mai Pläne zusammentragen, wie die Klimaziele 2030 erreicht werden können. Das kündigte Umweltministerin Svenja Schulze am Mittwoch nach der ersten Sitzung des Klimakabinetts an. Aus den Vorschlägen soll dann ein Gesamtkonzept erarbeitet werden. Ziel sei es, bis zum Jahresende gesetzliche Regelungen auf den Weg zu bringen, damit die Klimaschutzziele 2030 erreicht werden. Daran wolle man auch die Sommerpause über arbeiten. Nach Angaben von Schulze könnten von 2022 an auf den Bund massive Zusatzkosten zukommen, sollten die Emissionen nicht stärker sinken als bisher vorhergesagt. Nach EU-Recht müsste Deutschland dann bei anderen Staaten Emissionsrechte zukaufen. Die Grünen warnten, das Klimakabinett dürfe nicht zu einer weiteren Verzögerungsshow werden.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de, spiegel.de
Französischer Bauer gewinnt Rechtsstreit gegen Monsanto. Im Rechtsstreit um den Gebrauch des inzwischen verbotenen Unkrautvernichters Lasso hat sich ein französischer Landwirt gegen den US-Konzern Monsanto durchgesetzt. Der heutige Biobauer Paul Francois führt schwere Gesundheitsprobleme auf den Unkrautvernichter zurück, mit dem er früher seine Felder behandelte. Das Berufungsgericht im südostfranzösischen Lyon entschied, dass der inzwischen zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-Hersteller verantwortlich sei für den Schaden, der dem Landwirt entstanden sei. In den USA ist Bayer mit einer Klagewelle wegen des umstrittenen Monsanto-Unkrautvernichters Glyphosat konfrontiert. Die Prozesse um die womöglich krebserregende Wirkung von Glyphosat kratzen nach den Worten von Konzernchef Werner Baumann am Image von Bayer. Man sehe das am Aktienkurs. Es werde viel Politik und Stimmung gegen die Produkte des Unternehmens gemacht, monierte der Bayer-Chef, der die Übernahme von Monsanto trotz der Rechtstreitigkeiten weiter für die richtige Entscheidung hält.
handelsblatt.com, tagesspiegel.de
KOMMENTAR

FOTO DER WOCHE

Haben wir das Walross-Sterben zu verschulden? In der Netflix-Doku “Unser Planet” zeigt der berühmte Tierfilmer David Attenborough das tragische Schicksal vieler Walrosse vor der Küste Russlands.
TIERISCH
Laufvogel Kasuar attackiert Besitzer. Einem 75-Jähriger aus Florida ist sein straußenähnlicher Laufvogel zum Verhängnis geworden. Er hielt sich nicht an die empfohlene Käfighaltung. Der über ein Meter große Vogel hat seinen Besitzer mit seinen messerscharfen Klauen attackiert und getötet. Kasuare stammen aus Papua-Neuguinea, typisch für ihr Äußeres ist ein mit Horngewebe überzogene Auswuchs auf dem Kopf. Wenn sich die Tiere bedroht fühlen, versuchen sie den Feind zunächst einzuschüchtern. Bleibt das erfolgreich, tritt er Vogel mit beiden Beinen zu.
nzz.ch
NICHT MEHR GRÜN
Regenwurm gefährdet: Viele Wurmarten sind in ihrem Bestand gefährdet, dabei ist z.B. der Regenwurm für die Qualität von Böden unverzichtbar, weil sie den Bogen auflockern und so für eine Durchlüftung sorgen. Außerdem kann bei Starkregen das Wasser durch die Gänge der Würmer viel besser abfließen. Um den Bestand der Tiere ist es jedoch nicht mehr gut bestellt. 40 Prozent der in Deutschland vorkommenden Würmer stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
spiegel.de

KW 15:

NACHRICHTEN
„Fridays for Future“-Klimaaktivisten präsentieren Forderungskatalog: Die Bundesregierung solle eine Steuer von 180 Euro pro ausgestoßene Tonne Kohlendioxid erheben und sämtliche Subventionen fossiler Energieträger bis 2019 abschaffen. Außerdem müsste etwa jedes vierte Kohlekraftwerk abgeschaltet werden. Dabei hatten die Aktivisten eigentlich nicht vor, konkrete Forderungen zu stellen – die Aufforderung zum Handeln sollte reichen. Seit Monaten demonstrieren vor allem Schüler immer freitags für mehr Engagement der Politik beim Klimaschutz. Zuletzt hatten sich auch Wissenschaftler der Bewegung angeschlossen.
n-tv.de, spiegel.de
Weltweite Getreideernte deckt Verbrauch nicht: Zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt wird die weltweite Getreideernte nicht reichen, um den Bedarf zu decken. Im Agrarjahr 2018/19 werden knapp 30 Millionen Tonnen mehr verbraucht, als geerntet werden, schätzt die Uno-Welternährungsorganisation in ihrer jüngsten Prognose. Der Getreiderat – ein Zusammenschluss der wichtigsten Getreide produzierenden Staaten – gibt eine ähnliche Prognose ab. Grund sind neben der Dürre in weiten Teilen Europas, auch die veränderten Essgewohnheiten. Dadurch, dass Menschen mehr Fleisch essen wollen, muss mehr Getreide produziert werden.
spiegel.de
Bayern will die Bienen retten: Das bayerische Volksbegehren zur Artenvielfalt unter dem Motto „Rettet die Bienen“ soll unverändert Gesetz werden. Die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern hat am Mittwoch beschlossen, die Forderungen unverändert als Gesetz zu übernehmen. In Kürze wird es der Landtag beschließen. Man werde den Wunsch der Menschen annehmen, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Zudem sollen in weiteren Gesetzen das Volksbegehren für die Praxis präzisiert und noch mehr Vorhaben für den Artenschutz und für die Landwirte festgelegt werden. Dazu zählen laut Söder etwa Blühstreifen an den Straßen, die bessere Vermarktung von biologischen und regionalen Lebensmitteln sowie die Reduzierung des Flächenverbrauchs.
tagesspiegel.de
Gesetz für schnelleren Stromnetz-Ausbau: Im Bundestag wurde das Gesetz für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze verabschiedet. Damit werden Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt, unter anderem wurden Fristen gekürzt und einige Verfahrensschritten sollen gestrichen werden. Der schnellere Netzausbau ist eine Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Der im Norden durch Windkraft gewonnene Strom muss in die Industriezentren transportiert werden. Landwirte, auf deren Äckern Stromleitungen gebaut werden, können laut dem Gesetz neben ihrer Entschädigung einen Beschleunigungszuschlag erhalten, wenn sie sich innerhalb von acht Wochen mit dem jeweiligen Netzbetreiber einigen.
deutschlandfunk.de
Scholz einigt sich mit Kohle-Ländern auf Programm für Strukturwandel: Die Regierung und die Kohle-Länder haben sich auf ein Sofortprogramm für den Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen geeinigt. Das Programm hat ein Volumen in Höhe von 260 Mio. Euro – vom Bund kommen dafür 240 Mio. Euro, wie Finanzminister Olaf Scholz am Donnerstag mitteilte. Die Länder sprachen von einem ersten Schritt. Gefördert werden sollen nach Angaben von Scholz hunderte Einzelprojekte in Brandenburg, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Die Bundesländer nannten erste Projekte, darunter zahlreiche Verkehrsprojekte wie der Ausbau von Straßen und Schienenverbindungen, kommunale Klimaprojekte oder touristische Projekte. Geplant sind unter anderem Radwege zwischen dem Lausitzer Seenland und dem Spreewald in Brandenburg und Sanierungsarbeiten am Naumburger Dom.
zdf.de, welt.de
Berlin wird immer heißer rbb24.de
Sydney schaltet auf 100 Prozent Ökostrom cleantechnica.com
Europäische Investitionsbank setzt auf Green Bonds bizz-energy.com
Irena-Studie: 80 Prozent Ökostrom bis 2050 machbar reuters.com
Es kommt was ins Rollen: Zulassung von Elektro-Scootern steht bevor n-tv.de
ZAHL DER WOCHE
Rund 3,5 Mio. Tonnen CO2 würde ein Veggie-Day in Deutschland einsparen. Das entspricht der Jahresfahrleistung von 1,5 Mio. Autos.
twitter.com/zdf
TERMIN
Unser Planet. „Es ist noch nicht zu spät“ – Dies ist die Botschaft der wohl aufwendigsten Natur-Dokumentation, die es je gab. Vier Jahre arbeitete ein internationales Team hochkarätiger Filmemacher und Wildlife-Fotografen an einer Serie atemberaubender Naturaufnahmen. Entstanden ist ein bildgewaltiger und hoffnungsvoller Weckruf um die Vielfalt der Erde in all ihren Lebensräumen zu entdecken und aktiv zu schützen.
literatur-live-berlin.de
ZITAT
„You, me and the rest of the human species are critically dependent on the health of the natural world. If the seas stop producing oxygen, we would be unable to breathe, and there is no food that we can digest that doesn’t originate from the natural world. – If we damage the natural world, we damage ourselves.“
Der britische Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough warnt vor der Zerstörung der Umwelt, weil die Menschen die Leidtragenden sind.
dailymail.co.uk
PANDASTISCH
HINTERGRUND
Verhilft die deutsche Superbatterie dem E-Auto zum Durchbruch? Mit der Batterie von „Innolith“ sollen E-Autos auf eine Reichweite von 1000 Kilometern kommen. Das Unternehmen aus Bruchsal bei Karlsruhe will seine neue Batterietechnologie vorstellen, die auf anorganischen Elektrolyten basiert. Das Unternehmen verspricht neben rund zehn Mal mehr Ladezyklen als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien auch ohne den Einsatz von exotischen Materialien auszukommen. In zwei bis fünf Jahren will das Unternehmen für die Massenfertigung bereit sein.
welt.de
Ökobilanz von alternativen Antrieben ist eindeutig: Für Gegner der Elektromobilität war es zunächst wie ein Geschenk des Himmels: Eine Studie des schwedischen Umweltforschungsinstituts IVL hatte ergeben, dass die Produktion eines E-Auto-Akkus mehr als 17 Tonnen CO2 verursacht. Das Problem: Die Zahl tauchte in der Studie gar nicht auf, sondern wurde von einem schwedischen Journalisten in Umlauf gebracht. Der gab später zu, dass es völlig falsch war, den Akku eines Tesla Model S mit einer Kapazität von 100 Kilowattstunden (kWh) als Maßstab für ein durchschnittliches E-Auto heranzuziehen – ganz abgesehen davon, dass Teslas Gigafactory mit erneuerbaren Energien arbeitet, wie Unternehmenschef Elon Musk empört twitterte. Selbst wenn man nicht 100 Prozent Ökostrom annimmt, schneidet das E-Auto nicht schlecht ab. Der koreanische Batteriezellen-Hersteller LG Chem legte seine Daten offen: Für die Herstellung des Akkus mit einer Kapazität von 24 kWh für den elektrischen Ford Focus wurden 3,2 Tonnen CO2 freigesetzt. Diese Menge stößt ein Benziner mit knapp sieben Litern Verbrauch auf einer Strecke von 20.000 Kilometern aus.
tagesspiegel.de
Grüne fordern Ende des Verbrennungsmotors bis 2030: Um die Klimaziele zu erreichen, halten die Grünen verkehrspolitisch einen großen Wurf für nötig: Ab 2030 sollen in Deutschland keine Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ mit Verweis auf ein ihr vorliegendes Thesenpapier der Partei. In etlichen europäischen Ländern gibt es ein solches Ausstiegsdatum. Durch die Forderung solle der entschlossenere Ausbau der Elektromobilität gefördert werden. Ein klarer Fahrplan für das Aus von Diesel- und Benzin-Autos schaffe Planungssicherheit für Industrie und Beschäftigte und reihe sich in Pläne anderer europäischer Staaten ein. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sprach von einem anspruchsvollen, aber realistischen Ziel. Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange dagegen sagte, der Transformationsprozess hin zum emissionsfreien Auto von morgen könne nicht durch Verbote gelingen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet betonte, die Entwicklung zur Elektromobilität müsse technologieoffen vorangetrieben werden. Benziner und Diesel zu verbieten sei der falsche Schritt, vielmehr müssten Anreize geschaffen werden.
tagesspiegel.de, stern.de, zeit.de
Verkehrsminister Scheuer hält Fokus auf E-Mobilität für falsch: Andreas Scheuer hat sich gegen eine Festlegung auf eine Antriebstechnologie der Zukunft ausgesprochen. Nur auf Elektromobilität zu setzen, sei zu eingegrenzt, sagte Scheuer am Montag beim Future Mobility Summit des „Tagesspiegel“ in Berlin. Man brauche Kombilösungen, technologieoffen und verkehrsträgerübergreifend. Die Aussage von VW-Chef Herbert Diess, Technologieoffenheit sei der falsche Weg und es müsse ganz auf E-Mobilität gesetzt werden, sei falsch. Man könne noch nicht sagen, welches in zehn Jahren das beste Antriebskonzept sei. Es müsse auch die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gefördert werden. Scheuer wehrte sich zugleich gegen Kritik, zu wenig für mehr Klimaschutz im Verkehr zu tun.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com
Landwirtschaftsministerin Klöckner wirbt für passgenaue Düngung: Im Ringen um die Reduzierung der Nitratbelastung im Grundwasser soll künftig eine bedarfsgerechtere Düngung der Felder helfen. Alle seien sich einig, dass man sauberes Grundwasser haben wolle, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Montag nach einem Treffen mit dem Umweltministerium, den jeweiligen Länderministern der beiden Ressorts sowie Vertretern der Wasserwirtschaft und Umwelt- und Bauernverbänden. Zugleich gebe es Zielkonflikte – denn auf der anderen Seite wollen man auch Pflanzen, die richtig ernährt seien. Nötig sei deshalb eine passgenaue Düngung. Am meisten sei bei dem Treffen über die pauschale Reduzierung der Düngung um 20 Prozent in belasteten Gebieten gesprochen worden, die bei Bauern zuletzt zu Warnungen vor einer Unterversorgung von Kulturpflanzen geführt hatte.
welt.de
KOMMENTAR
„Beim Artenschutz geht noch mehr“, findet Uli Bachmeier in seinem Kommentar für die Augsburger Allgemeine Zeitung. Mit dem Volksbegehren und dem Gesetz sei nur der erste Schritt für mehr Artenschutz getan. Die Staatsregierung stehe im Wort, dass alle mithelfen müssen, um den dramatischen Artenschwund aufzuhalten.
augsburger-allgemeine.de
FOTO DER WOCHE
TIERISCH
Delfine haben Spaß beim Sex: Das vermuten zwei US-Biologinnen, nachdem sie sich die Anatomie der Delfin-Klitoris angeschaut haben. Ähnlich wie beim Menschen laufen dort viele Nerven zusammen und das Gewebe kann sich bei Stimulation ausdehnen. Außerdem haben Delfine auch außerhalb der Fortpflanzungszeit Sex, was ebenfalls dafür spräche, dass es ihnen einfach Spaß machen könnte. Um die Ergebnisse zu verifizieren, sei aber noch weiter Forschung notwendig.
deutschlandfunknova.de
NICHT MEHR GRÜN
Klimawandel taut Tonnen an Exkrementen frei: Der Klimawandel taut die Hinterlassenschaften von Bergsteigern wieder frei; zum Problem wird das beim Mount Denali in Alaska. Mit knapp 6200 Metern ist der Berg die höchste Erhebung Nordamerikas; wegen seiner Lage und damit verbundenen extremen Wetterbedingungen mit orkanartigen Stürmen und sehr tiefen Temperaturen sind viele Kletterer gezwungen, lange Zeit in den verschiedenen Camps zu bringen. Die Ausscheidungen, die im Eis der Gletscher vergraben oder in Spalten entsorgt wurden, werden nun zum Problem. Anders als gedacht, wird der Kot durch das Gefrieren nicht zerrieben und zermahlen; sogar Bakterien überdauern jahrelang tiefgefroren und können wieder aktiv werden. Forscher erwarten, dass es stinkt und übel aussieht. Alaska ist dahingehend besonders betroffen, weil dort die Erderwärmung schneller und intensiver voranschreitet als in vielen anderen Regionen der Erde.
spektrum.de

KW48:

NACHRICHTEN
Umweltministerium will Plastikmüll reduzieren. Mit freiwilliger Selbstverpflichtung und gesetzlichen Regelungen soll ein Fünf-Punkte-Plan zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen. Im Handel sollen Plastikverpackungen, etwa von Obst und Gemüse, zum Beispiel durch Laser-Kennzeichnungen oder Mehrweg-Netze ersetzt werden. Die Regierung will ein europaweites Verbot von bestimmten Einwegartikeln wie Plastikgeschirr oder Strohhalme unterstützen. Auch sollen Wasserspender an öffentlichen Orten aufgestellt werden. Damit könnten Menschen ihre Wasserflaschen nachfüllen, hieß es weiter. Die Recyclingquoten für Kunststoffverpackungen soll erhöht werden.
fr.de, bmu.de
Kohlekommission muss nachsitzen. Auf Druck der ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird noch einmal über Strukturhilfen für die betroffenen Braunkohleregionen gesprochen; dafür wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Ursprünglich wollte die Kommission ihre Arbeit Ende November beenden und ihre Empfehlungen aussprechen. Das nächste Treffen soll nun Mitte Dezember stattfinden. Kritisiert wurde auch, dass es bisher keine ausreichende Koordinierung innerhalb der Bundesregierung gibt. An dem Treffen am Montag hatten Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz teilgenommen. Die Vorschläge der Kohlekommission sind unverbindlich, die Umsetzung liegt bei der Politik.
spiegel.de, zeit.de
Nachhaltigkeit als Investment-Kriterium. Europa steht, laut dem Morningstar Nachhaltigkeits-Atlas, nicht schlecht da. Führend ist die Niederlande mit 61,7 von 100 maximal möglichen Punkten; geschuldet der sehr guten Bilanz der Halbleitertechnik-Holding ASML Holding und des Finanzdienstleisters ING Groep. Finnland ist mit Nokia, des u.a. für Fahrstühle bekannte Industrieunternehmens Kone und des Holzverarbeiters und Papierherstellers UPM-Kymmene auf Platz 2. Portugal im Ranking auf Platz 3. Russland, China, aber auch die USA schneiden schlecht ab. Die DZ Bank kritisiert das Ranking, weil bei einigen Indizes wenige nachhaltige Unternehmen den Ausschlag geben können.
handelsblatt.com
Greenpeace energy will Braunkohlerevier kaufen. Greenpeace wolle die Braunkohle-Tagebauen und -Kraftwerken des RWE-Konzerns im Rheinischen Revier übernehmen und von 2020 bis 2025 stufenweise stilllegen. Auf den Tagebauflächen sollen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8,2 Gigawatt entstehen. Der Aufbau würde den Greenpeace-Berechnungen zufolge rund sieben Milliarden Euro kosten. Notwendig sei eine Einigung mit RWE sowie eine staatliche Unterstützung des Strukturwandels.
maz-online.de
Norddeutsche haben den höchsten Energieverbrauch: Bei einem Vergleich des Energieverbrauchs 2017 in Mehrfamilienhäusern landete die schleswig-holsteinische Stadt Rendsburg unter 140 Städten auf dem ersten Platz. Das teilte der Energiedienstleister Techem mit. Die Rendsburger verbrauchten 178 Kilowattstunden Energie je Quadratmeter Wohnfläche für Heizung und Warmwasser und lagen damit trotz Sparbemühungen vor Lübeck und Salzgitter. Derweil will der Gesetzgeber die Standards für Energieeffizienz bei Neubauten nicht verschärfen, meldet Tagesspiegel Background Energie und berichtet aus einer zwischen Innen- und Wirtschaftsministerium abgestimmten Papier.
fr.de (Energieverbrauch); tagesspiegel.de (Energie-Effizienz)
Fragwürdige Flugreisen: Chef des UN-Umweltprogramms Erik Solheim tritt zurück zeit.de
WWF-Bericht: Quecksilber vergiftet den Amazonas deutschlandfunk.de
Biodiversität: Bürgerbewegung für biologische Vielfalt fr.de
Microsoft: Künstliche Intelligenz im Dienste des Umweltschutzes energiezukunft.eu
ZAHL DES TAGES
Auf 405,5 ppm stieg nach Angaben der UN-Wetterorganisation WMO die CO2-Konzentration im vergangenen Jahr. Ein neuer Rekord. Es gebe kaum noch Zeit, gegenzusteuern, erklärte der UN-Generalsekretär für Meteorologie Petteri Taalas. Ohne eine Verringerung von CO2 und anderen Treibhausgasen werde der Klimawandel zerstörerische und unumkehrbare Folgen für die Erde haben. Taalas nannte in diesem Zusammenhang den Anstieg der Meeresspiegel, die Versauerung der Weltmeere und mehr extreme Wettersituationen.
br.de
ZITAT
„Die Bewahrung der Schöpfung ist Kern unserer DNA als CDU. Wir brauchen wieder viel stärker christdemokratische Antworten auf Umweltthemen.“
CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer entdeckt das Umwelt-Thema für ihre Partei.
twitter.com
PANDASTISCH

 
HINTERGRUND
Müll auf den Meeren präzise orten. Die Organisation „The Ocean Cleanup“ will die Weltmeere vom Plastikmüll befreien und hat ein System entwickelt, mit denen Plastikteile auf den Ozeanen automatisch eingesammelt werden können. Unterstützt wird die Organisation von der Universität Oldenburg, die dabei helfen, den Plastikmüll überhaupt aufzuspüren. Müll bewege sich ständig im Wasser, für Aufräum-Aktionen sei es wichtig zu wissen, wo genau sich welche Mengen an Kunststoff befinden. Mit der Technik der Wissenschaftler können treibende Geisternetze, Plastikteile und anderer Müll automatisch georten werden. Die Daten kommen aus einem Forschungsflugzeug, das mit Kameras und Infrarotspektrometern ausgestattet ist. Es gibt zwei charakteristische Frequenzbereiche, in denen der Plastikmüll Licht absorbieren. Was mit dem Forschungsflugzeug möglich ist, geht auch mit einem Satelliten.
welt.de
Biogas-Branche kämpft ums Überleben. Einst galt Biogas als Heilsbringer der grünen Wende, drei Jahre vor dem Ende der staatlichen Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist Ernüchterung eingekehrt. Immerhin acht Prozent des deutschen Ökostroms kommt aus Biogas und versorgen rund acht Millionen Haushalte. Das Problem beim Biogas: Es braucht nachwachsende Rohstoffe und das kostet Geld. Zu teuer, befand die Bundesregierung und reduzierte die Förderungen für Bioenergie massiv. Im vergangenen Jahr wurden 120 Anlagen gebaut, zur Spitzenzeiten 2011 waren es noch über 1.500. Dutzende Biogas-Unternehmen sind mittlerweile pleite, das Geschäft wandert ab.
handelsblatt.com
Carsharing senkt nicht die Zahl der Autos. Bei reinen Free-Floating-Angeboten, bei denen Autos ohne feste Stationen zurückgegeben werden, fällt die erhofften Entlastungseffekte für den Verkehr vergleichsweise gering aus. Eine Studie zeigt: Während bei stationsbasierten Carsharing-Angeboten auf 1000 registrierte Nutzer in innerstädtischen Wohnquartieren 108 zugelassene Pkw kommen, besitzen 1000 Kunden der Free-Floating-Anbieter 485 Fahrzeuge. Der Grund: Drive Now oder Car2Go sprechen verstärkt autoaffine Personen an, Nutzer stationsbasierter Vermieter seien stärker motiviert, auf ein eigenes Auto zu verzichten.
n-tv.de
Reederei Hurtigruten will Fischreste für Antrieb ihrer Kreuzfahrtschiffe nutzen. Die Reste aus der fischverarbeitenden Industrie und andere organische Abfälle würden zu Biogas verarbeitet, das dann verflüssigt werde und den Treibstoff Schweröl ersetze. Mit Biogas als Schiffsantrieb werde Hurtigruten die erste Reederei, deren Schiffe ohne fossile Energie auskämen. Hurtigruten besitzt eine Flotte von 17 Schiffe.
n-tv.de
KOMMENTAR
Ist der Club of Rome noch zeitgemäß? Lob bekommt die Organisation im „Pro & Contra“ von Claudia Ehrenstein. Mit dem Buch „Die Grenzen des Wachstums“ sei das Bewusstsein einer ganzen Generation verändert worden und sei immer noch aktuell. Es habe eine Diskussion angestoßen und an den Erfindergeist des Menschen und seine Intelligenz appelliert. Reinhard Mohr argumentiert, dass mit dem Buch eines schlechten Weltgewissens, ein diffuses Schuldgefühl entstanden sei. Mit der Gründung des Club of Rome sei aber Katastrophen-Business, professionelle Apokalypse-Prophetie, Weltrettungsprogramme im Jetset-Rhythmus als Geschäftszweig entstanden.
welt.de
FOTO DER WOCHE

Totgesagte leben länger. In Thüringer Wäldern ist ein äußerst seltener Käfer wieder aufgetaucht. Es handelt sich um einen Ripidius-Käfer, der im Freistaat als ausgestorben galt. Zuletzt wurde ein Exemplar 1853 in Thüringen nachgewiesen.
mdr.de
TIERISCH
Termitenstadt so groß wie Großbritannien. Nahe der Savanne von Caatinga in Brasilien gibt es rund 200 Millionen Termitenhügel, teilweise sind sie bis zu 4000 Jahre alt. Zwei Wissenschaftler haben die etwa 200 Millionen nahezu baugleichen Termitenhügel untersucht, die sich über 230.000 Quadratkilometer erstrecken. Umgerechnet haben die Termiten rund 4000 Cheops-Pyramiden erschaffen.
tagesanzeiger.ch
NICHT MEHR GRÜN
7900 Quadratkilometer Regenwald binnen eines Jahres abgeholzt. Expandierende Landwirtschaft in Brasilien sorgt für den Raubbau an der Natur. Brasilien müsse den Kampf gegen Umweltverstöße ausweiten und die nachhaltige Entwicklung des Bioms schützen, sagte Umweltminister Edson Duarte. Der neu gewählte Präsident Jair Bolsonaro hatte im Wahlkampf angekündigt, eine Straße durch den Regenwald asphaltieren zu lassen und eine Fusion von Umwelt- mit dem Landwirtschaftsministerium vorzunehmen.
spiegel.de

KW 47

NACHRICHTEN
UN-Konferenz zum Schutz der Biodiversität. Noch bis zum 29. November findet im ägyptischen Sharm El-Sheikh die COP 14 zum Schutz der biologischen Vielfalt statt. Das Umweltabkommen ist 1993 in Kraft getreten; 168 Länder haben sich darin verpflichtet, die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten. Das Artenschutz-Abkommen wurde – wie die Klimakonvention – auf dem UN-Klimagipfel in Rio de Janeiro gestartet. Thema der Konferenz ist die Regulierung von „Neuer Gentechnik“, dazu gehören Synthetic Biology und Techniken wie Crispr.
zdf.de, theguardian.com
EU Rat: Rotstift für Agrarumweltprogramme. Zurzeit finden in Berlin und Brüssel die Haushaltsberatungen statt. Der Rat der Europäischen Union will weniger Mittel für nachhaltige Landwirtschaft zur Verfügung stellen. Im Entwurf der österreichischen Ratspräsidentschaft wird auch vorgeschlagen, den Begleitausschuss erst dann zu hören, wenn wichtige Entscheidungen bereits getroffen sind. Der Begleitausschuss ist ein Kontrollgremium mit Vertretern aus Behörden, Institutionen und Umweltverbänden. Die Pläne stehen auch im Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung. Am Mittwoch will zudem das EU-Parlament seine Agrarreform vorstellen.
sueddeutsche.de
Rote Liste: Besserung für Berggorillas und Finnwale. Die Weltnaturschutzunion IUCN warnt davor, dass zunehmend Meeres- und Flussbewohner vom Aussterben bedroht seien. Ein Grund sei die Überfischung. Der WWF spricht von einem dauerhaften ökologischen Ausnahmezustand. Durch die Nachfrage nach Holzarten in Südostasien führt zum Raubbau bei der Abholzung; eine Gefahr auch für Teile der Vogelwelt. Eine Verbesserung der Situation gibt es für Berggorillas, seit Maßnahmen gegen Wilderer ergriffen wurden. Sie sind nicht mehr „vom Aussterben bedroht“, sondern nur noch „stark gefährdet“. Bei Finn- und Grauwalen ist die Situation auch besser geworden dank des Verbots kommerziellen Walfangs.
zeit.de
Mehr Anstrengungen für Klimaschutz. Rund 60 zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Regierung aufgefordert, sich mehr um den Klimaschutz zu bemühen. Deutschland habe bereits ein verlorenes Jahrzehnt hinter sich und drohe ein weiteres zu verlieren. Gemeinsam legten die Organisationen eine Liste mit 56 Maßnahmen vor, die den Klimaschutz verstärken könnten; unter anderem den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2030 auf mindestens 75 Prozent zu steigern und neben dem öffentlichen Nahverkehr auch Radfahrer und Fußgänger stärker zu fördern.
deutschlandfunk.de
CO2-Emissionen steigen auf Rekordhoch. Zum ersten Mal seit drei Jahren stieg 2017 der CO2-Ausstoß weltweit um 1,6 Prozent. In ihrem „World Energy Outlook“ warnt die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem weiteren Anstieg in diesem Jahr. Vor allem in Asien steigt die Nachfrage nach Energie; die globale Nachfrage wird bis 2040 um mindestens ein Viertel höher liegen als heute. Die IEA beobachtet mehrere Trends: Gas wird in der Energiewelt der Zukunft immer wichtiger, der Handel wird getrieben von Flüssigerdgas. Die Kohle wird hingegen an Bedeutung verlieren. Sogar in China sinkt die Nachfrage. Die erneuerbaren Energien sehen die Experten auf dem Vormarsch.
handelsblatt.com
Illegaler Tierhandel: Löwe im Lamborghini sueddeutsche.de
Frankreich: Massive Proteste gegen Steuererhöhungen auf Treibstoff tagesschau.de
Bits und Bäume: Konferenz zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit netzpolitik.org
Kernbrennstoffe: Baden-Württemberg will Belieferung maroder Kernkraftwerke mit im Grenzgebiet stoppen bundesrat.de
Zweifel an Gemeinnützigkeit: Die CDU will der Umwelthilfe ans Geld taz.de
ZAHL DES TAGES
53 Millionen Vögel, darunter viele bedrohte Bestände werden jedes Jahr in den EU-Staaten, Norwegen und der Schweiz abgeschossen. Legal.
spektrum.de
ZITAT
“ Sebastian Copeland, Preisträger des #Bambi2018 in der Kategorie „Unsere Erde“
„Die Natur schreit um Hilfe, aber wir hören nicht zu. Gerade hier in Deutschland, dem Heimatland der Innovation, entwickeln wir weiter Verbrennungsmotoren – und das im Jahr 2018.“
Sebastian Copeland, Preisträger des #Bambi2018 in der Kategorie „Unsere Erde“
twitter.com
HINTERGRUND
Klima und Krankheit setzen Italiens Olivenbäumen zu. Die Ernten der Olivenbauern fällt in diesem Jahr überschaubar aus, das hat auch Auswirkungen auf die Produktion von Olivenöl. Sturmböen und Regen sorgten dafür, dass die Olivenbauern viel früher als sonst mit der Ernte begonnen haben; viele haben Teile ihrer Produktion verloren. Für die wichtige Region Apulien wird ein Einbruch um 58 Prozent prognostiziert.
handelsblatt.com
El Nino: Angst vor der Rückkehr des „Christkindes“. Klimaforscher sehen Anzeigen für eine Rückkehr des Wetterphänomens „El Nino“ mit Dürren, Stürme und Überschwemmungen; Anzeichen sei die Aufheizung das Wasser im östlichen und zentralen Pazifik. Zuletzt wütete El Nino in den Jahren 2015 und 2016 und führte damals zu Ernteausfällen, Waldbränden und Überschwemmungen.
spiegel.de
KOMMENTAR
Artenvielfalt schützt die Erde – und den Menschen. Es ist schön und gut, Gorillas und Wale zu retten. Entscheidend für die Zukunft des Planeten aber wird es sein, auch die kleinen, oft noch gar nicht bekannten Lebewesen zu bewahren, schreibt Tina Baier in der „Süddeutschen“. Der Mangel an Wissen über die Vielfalt der Arten, die vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden sind, sei brandgefährlich. Schutzprogramme für einige wenige spektakuläre Arten seien besser als nichts. Es zeige, dass konsequenter Artenschutz funktioniere. Doch im Vergleich zum gesamten Ausmaß des Artensterbens seien das nur kleine Erfolge.
sueddeutsche.de/
FOTO DER WOCHE

In großen Lettern aus Gülle hat ein Landwirt den Hilferuf „Bitte Regen“ an Petrus geschickt. In Linachtal bei Furtwangen hat es seit Mai nicht mehr richtig geregnet.
swr.de
NICHT MEHR GRÜN
Wale in russischem Gefängnis. Über 100 Meeressäugetiere werden im Osten Russlands in einer Bucht am Japanischen Meer festgehalten. Die Tiere sollen an China verkauft werden. Die Tiere sind in einem kleinen Becken eingepfercht, berichten Umweltschützer. Die Tiere sind in freie Natur gewohnt, bis zu 100 Kilometer am Tag zurückzulegen. Die russische Aufsichtsbehörde hat mehrere Verstöße gegen die Tierhaltungsgesetze festgestellt. Greenpeace forderte die russischen Behörden zudem auf, ein Exportverbot zu verhängen.
stern.de

KW 46

NACHRICHTEN
CO2-Emissionen steigen auf Rekordhoch. Zum ersten Mal seit drei Jahren stieg 2017 der CO2-Ausstoß weltweit um 1,6 Prozent. In ihrem „World Energy Outlook“ warnt die Internationale Energieagentur vor einem weiteren Anstieg in diesem Jahr. Vor allem in Asien steigt die Nachfrage nach Energie; die globale Nachfrage wird bis 2040 um mindestens ein Viertel höher liegen als heute. Die IEA beobachtet mehrere Trends: Gas wird in der Energiewelt der Zukunft immer wichtiger, der Handel wird getrieben von Flüssigerdgas. Die Kohle wird hingegen an Bedeutung verlieren. Sogar in China sinkt die Nachfrage. Die erneuerbaren Energien sehen die Experten auf dem Vormarsch.
handelsblatt.com
Kaum Förderung des Radverkehrs. Der Fahrradclub ADFC kritisiert den Bundeshaushalt 2019, weil dort weniger Geld für den Ausbau von Radwegen vorgesehen ist, als zugesagt wurde. Statt 200 Mio. Euro ist das Budget auf 130 Mio. Euro gekürzt worden; dazu kommen noch 22 Mio. Euro für innovative Radprojekte. Der ADFC will zudem ein Pflichtprogramm für den Ausbau von Radwegen entlang von Bundesfernstraßen. Hier würden sich der Bund, der für die Radwege verantwortlich ist und die Länder, die die Radwege bauen, gegenseitig die Verantwortung zuschieben.
taz.de
Bayern im Ranking der Verkehrspolitik hinten. Baden-Württemberg macht am meisten für nachhaltigen Verkehr, dicht gefolgt von Thüringen und Rheinland-Pfalz. Bewertet wurden für den „Bundesländerindex Mobilität und Umwelt“ von Pro Schiene, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat die Themen Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität. Baden-Württemberg glänzt bei Verkehrssicherheit und Lärmschutz, in Thüringen hat die Luftqualität gute Noten bekommen. Pro-Schiene-Chef Dirk Flege kritisiert, dass die meisten Länder lediglich auf gesetzlich vorgeschriebene Pläne der Kommunen Bezug nehmen würden; die Bundesländer selbst bemühten sich nicht ausreichend um einen umweltfreundlichen und sicheren Verkehr.
zeit.de
Insektensterben betrifft nicht alle Arten gleichermaßen. Der Entomologische Verein Krefeld hat im Wahnbachtal östlich von Bonn in den Jahren 1989 und 2014 Insekten gefangen und gewogen. Die Bilanz: Die Bestände sind bei den meisten Arten rückläufig, auch einen gewissen Artenschwund konstatierten die Forscher. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld verwies darauf, dass lediglich Fallbeispiele präsentiert würden; man könne aus den Beispielen einzelner Standortvergleiche gewisse Trends erkennen. Die Forscher stießen auch immer wieder auf einzelne Arten, bei denen sie bei der zweiten Untersuchung mehr Exemplare fanden als bei der ersten. All das sind nur Zwischenergebnisse, das Projekt läuft noch bis 2021.
deutschlandfunk.de
Erste Eier ohne Küken-Schreddern kommen in den Handel. Rund 45 Millionen männliche Küken von Legehennen werden jedes Jahr allein in Deutschland getötet. Der Grund: Die Männchen legen keine Eier und setzen beim Mästen nicht genug Fleisch an, ihre Aufzucht ist kurzum nicht wirtschaftlich. Deshalb landen die kleinen Hähnchen im Schredder oder werden vergast. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will nun der Durchbruch gelungen sein, um das massenhafte Kükentöten zu beenden. Ein neues Verfahren soll schon im Brut-Ei das Geschlecht von Küken bestimmen können. Männliche Küken müssten also gar nicht mehr ausgebrütet werden. „Das ist ein großer Tag für das Tierwohl in Deutschland“, verkündete Klöckner am Donnerstag. Mit diesem Verfahren gebe es keine Rechtfertigung mehr für das Kükentöten. Die ersten Eier, die nach dem neuen Verfahren produziert werden, können Supermarktkunden jetzt in insgesamt 223 Rewe- und Penny-Märkten in Berlin kaufen. 2019 sollen die sogenannten „Respeggt-Freiland-Eier“ dann auch bundesweit erhältlich sein. Tierschützer stellt die neue Methode nicht zufrieden. „Das ist keine Lösung im Sinne einer verantwortungsvollen Tierzucht“, sagt Katrin Wenz, Agrarexpertin der Umweltorganisation BUND. „Hennen müssen auch weiterhin Höchstleistung erbringen.“ Wenz fordert stattdessen ein grundsätzliches Umdenken.
faz.net
Our Planet: Netflix und WWF zeigen erste Bilder ihrer Doku-Serie computerbild.de
Greenpeace-Razzia nach Farb-Aktion in Tiergarten : Berliner Justizsenator Dirk Behrendt schaltet sich ein tagesspiegel.de
Wisente: Zoff um die „Riesenkühe“ in Nordrhein-Westfalen sueddeutsche.de
ZAHL DES TAGES
Insgesamt 44 Kohlekraftwerksblöcke legen Energieversorger in den USA still. Sie sind gegen billiges Fracking-Gas und erneuerbare Energien nicht mehr konkurrenzfähig; zudem sind viele Kraftwerke schlicht veraltet.
bizz-energy.com
ZITAT
„Ökologisches Bewusstsein ist nicht allein bei den Grünen zu Hause – höchstens die überwiegend verstaatlichte Variante davon mit Verboten und Subventionen.“
FDP-Chef Christian Lindner will die Umweltpolitik in Zukunft nicht mehr allein den Grünen überlassen.
goettinger-tageblatt.de
TERMIN
Mit KI die Umwelt retten – Frühstücksdiskussion bei Microsoft Berlin am 21. November. Künstliche Intelligenz bietet auch im Natur- und Umweltschutz ungeahnte Möglichkeiten, etwa in der Landwirtschaft, der Wasserversorgung oder zum Erhalt der Artenvielfalt. „Können wir mit künstlicher Intelligenz die Umwelt retten?“ – darüber diskutiert Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung des WWF in einer Frühstücksdiskussion am Mittwoch den 21. November ab 8:15 Uhr bei Microsoft Berlin. Neben ihm werden auch Dr. Anna Christmann, Sprecherin Innovations- & Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, sowie Astrid Aupperle, Leiterin gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland, an der Debatte teilnehmen. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zur Kampagne „Erde an KI – Neue Ideen für unseren Planeten“ mit der Microsoft Umweltprojekte und KI zusammenbringen will. Im Rahmen der globalen Initiative AI for Earth vergibt Microsoft weltweit über einen Zeitraum von 5 Jahren Technologieförderung im Wert von 50 Millionen Euro an Projekte zur Lösung großer Umweltprobleme durch KI. Die Teilnahme melden Sie bitte bei isabel.richter@microsoft.com an.
HINTERGRUND
Pestizide belastet Europas Äcker. Äcker in Europa sind häufig durch einen Mix verschiedener Pflanzenschutzmittel belastet. Eine Studie der niederländischen Landwirtschafts-Universität Wageningen sieht das Vorhandensein von Rückständen gleich mehrerer unterschiedlicher Pestizide eher als die Regel, nicht die Ausnahme. Die Forscher haben Bodenproben aus mehreren EU-Ländern untersucht; in 83 Prozent der Proben fand sich mindestens ein Pestizid, in 58 Prozent sogar mehrere. Die Folgen des Zusammenwirkens verschiedener Pestizid-Reste seien weitgehend unbekannt. Zudem kritisierten die Forscher, dass es in der EU gebe es keine Standards für diese Art von Bodenbelastung gäbe.
handelsblatt.com
EU-Rechnungshof lässt kein gutes Haar an neuer Agrarpolitik: Die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Agrarpolitik nach 2020 stoßen beim Europäischen Rechnungshof auf scharfe Kritik. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht wird bemängelt, dass die Pläne der Kommission einer grüneren und leistungsorientierteren Förderung der Landwirtschaft zuwiderlaufen würden. Die im Juni vorgestellten Pläne für die gemeinsame Agrarpolitik würden den aktuellen Bestimmungen ähneln und wenig ändern. Als Beispiel nennen die Prüfer die Fortsetzung der Direktzahlungen an Landwirte. „Dieses Instrument ist jedoch für die Lösung vieler Umweltprobleme ungeeignet und zugleich nicht der effizienteste Weg, existenzsichernde Einkommen (von Landwirten) zu garantieren“, schreiben die Rechnungsprüfer.
faz.net
Neues Energiewende-Konzept. Heiko von Tschischwitz, Mitgründer von Lichtblick, hat ein neues Produkt „Change“ vorgestellt und will damit den Energiemarkt revolutionieren. Ab November will sein Unternehmen Enyway anfangen, große Solarfreiflächenanlagen zu bauen, an denen sich Bürger schon mit kleinen Beträgen beteiligen können – entweder in der Größe Pizzakarton oder Tischtennisplatte. Ein „Pizzakarton“ kostet für zwei Jahre 39 Euro. Damit soll die staatliche Ökostromförderung überflüssig werden. Mithilfe der Blockchain-Technologie soll der Ökostrom einer bestimmten Solar-Parzelle an den Pächter gehen. Mit einem Pizzakarton kann aber bestenfalls der Strom für das heimischen Laptop abgedeckt werden. Den übrigen Strom, den die Pächter brauchen, liefert ebenfalls Enyway zu dem Preis, zu dem die Firma ihn selbst einkauft. Nur bei den „Pizzakartons“ und „Tischtennisplatten“ streicht Enyway eine kleine Marge ein.
spiegel.de
Kohlendioxid als Auto-Treibstoff extrem klimaschädlich. Eine Analyse des WWF kommt zum Ergebnis, dass eine Weiterentwicklung des schädliche Klimagases Kohlendioxid schädlich ist. An dem Carbon Capture and Utilization genannten Verfahren arbeiten mehrere Forscher und Unternehmen; dabei soll Kohlendioxid gespeichert und in einen Wertstoff umgewandelt werden. Allein schon das speichern verbraucht viel Strom. Dazu kommt, dass Kohlendioxid ex­trem träge ist; auch hier muss viel Energie aufgewendet werden. Deswegen könne vom echten Kohlenstoffkreislauf nicht die Rede sein.
waz.de
Bitcoin verbraucht so viel Strom wie Dänemark: Angesichts des enormen Energieaufwands beim digitalen Schürfen von Bitcoins haben Forscher vor den Folgekosten für die Umwelt gewarnt. 2018 werde für die Herstellung der Kryptowährung mehr Energie als in ganz Dänemark verbraucht, sagte Max Krause vom Oak Ridge Institute for Science and Education. „Wir haben eine völlig neue Industrie, die pro Jahr mehr Energie konsumiert als viele Länder.“ Einer am Montag von Forschern um Krause in der Zeitschrift „Nature Sustainability“ veröffentlichten Studie zufolge wurden für das sogenannte Mining von Bitcoins allein bis Mitte dieses Jahres 30,1 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Zum Vergleich: Dänemark hatte im gesamten Jahr 2015 einen Stromverbrauch von 31,4 Milliarden Kilowattstunden.
spiegel.de
FOTO DER WOCHE

Erster Solarradweg Deutschlands: Ein Radfahrer ist auf dem ersten Solarradweg Deutschlands unterwegs. Die auf Fahrbahnplatten montierten Solarzellen erzeugen auf der 100 Meter langen Solarweg-Teststrecke Sonnenenergie die ins Stromnetz eingespeist wird.
faz.net
Foto: Henning Kaiser/dpa
TIERISCH
Mysterium Kuhhorn. Ein Tierarzt spielte auf seinem Alphorn in der Nähe von Kühen und beobachtete, dass die Tiere mit einem Horn näher kamen und lauschten, während die hornlosen Kühe unbeeindruckt weitertrotteten. Für ihn war damit klar, dass das Kuhhorn ein Wahrnehmungsorgan ist. In das Kuhhorn wird viel hinein interpretiert; es soll für bessere Verdauung der Kühe sorgen und sogar für Milchallergiker eine Lösung sein. Wissenschaftlich bewiesen kaum etwas, was die Befürworter der Hornkuh-Initiative behaupten. Nachgewiesen ist, dass Kühe nach der Enthornung Schmerzen haben; zwar bekommen die Kälber, deren Hornansatz mit einem heissen Eisen ausgebrannt werden, eine Narkose, doch auch am Tag danach haben die Tiere noch Schmerzen.
nzz.ch
NICHT MEHR GRÜN
Dem Hering wird es zu warm. Der Fischbestand in Mecklenburg-Vorpommern ist dramatisch gesunken. Schuld daran ist der Klimawandel. Das Meeresinstituts im Rostocker Fischereihafen hat mit seiner Erhebung einen konkreten Zusammenhang zwischen Meereserwärmung und dem Fischbestand belegt. Auch der Hering kommt selten vor. Fischschwärme fliehen vor steigenden Temperaturen in kältere Gewässer und ziehen etwa in Europa gen Norden. Dabei ändern Fische auch ihre Lebensgewohnheiten; erforscht ist das noch nicht im Detail.
welt.de

KW 44:

NACHRICHTEN
EU-Parlament stimmt für Plastik-Verbot: Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll den Kampf ansagen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament am Mittwoch in erster Lesung zu. Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen. Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de
Drastischer Rückgang des Wildtier-Bestands: Auf der Erde leben nach Angaben des WWF – World Wide Fund For Nature heutzutage 60 Prozent weniger Wildtiere als noch vor 40 Jahren. Grund für den drastischen Rückgang der in der Wildnis lebenden Wirbeltiere sei der Verlust von Lebensraum – zum Beispiel durch Landwirtschaft, Bergbau und immer größer werdende Städte. WWF-Direktor Marco Lambertini sagte, Naturschutz bedeute nicht nur, Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.
tagesschau.de
Mainz muss Fahrverbote erlassen: Die Stadt Mainz muss Diesel-Fahrverbote vorbereiten. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts am Mittwoch hervor. Die Kommune müsse Verbote in einen neuen Luftreinhalteplan zum 1. April kommenden Jahres einarbeiten. Kommen müssten die Verbote spätestens zum 1. September 2019 – wenn der Grenzwert für Stickstoffdioxid im Mittel der ersten sechs Monate des kommenden Jahres nicht eingehalten werde. Ob das Verbot für einzelne Straßen oder eine Zone gelten soll, ließ das Gericht offen. In dem Verfahren ging es um eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Stadt.
faz.net
Bundespräsident Steinmeier mahnt weitere Anstrengungen im Klimaschutz an: Frank-Walter Steinmeier hat weitere Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz angemahnt. Dabei sei es wichtig, alle gesellschaftlichen Akteure in Lösungen einzubeziehen, um zu einem Ausgleich von ökologischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und industriepolitischen Interessen zu kommen. Deutschland müsse den internationalen Verpflichtungen, die das Land eingegangen sei, auch nachkommen. Andere vertrauten darauf, dass gerade Deutschland – als starke Volkswirtschaft – seine Vorreiterrolle beim Einsatz von erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien nicht aufgebe. Steinmeier hat in Erfurt den 26. Deutschen Umweltpreis verliehen. Der Bundespräsident bescheinigte den Preisträgern, eine Meeresbiologin aus Bremerhaven und ein Team von Leipziger Abwasserexperten, neue Wege beim Umwelt- und Klimaschutz zu beschreiten.
welt.de, dw.com
Erste globale Konferenz zum Thema Luftverschmutzung: Die Weltgesundheitsorganisation hat Politiker sowie Gesundheits- und Energieexperten nach Genf eingeladen, um über einen Aktionsplan zu beraten. Ziel ist die Verbesserung der Luftqualität etwa durch einen geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe. Nach Angaben der WHO sterben rund sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Luftverschmutzung. Mehr als 90 Prozent der Kinder weltweit atmen demnach Luft ein, die ein Risiko für ihre Gesundheit und ihre Entwicklung darstellt. In den Industrieländern sind davon gut 50 Prozent der Kinder betroffen, in den übrigen Staaten dagegen 98 Prozent.
tt.com
Deepwater Horizon: Seit 15 Jahren sickern mehr als 115.000 Liter Öl am Tag in den Golf von Mexiko faz.net
Albanien: Rettung aus schlimmsten Zoo Europas kleinezeitung.at
Zu teuer: EU-Rechnungshof kritisiert Förderprogramme für CO2-Speicherung faz.net
Recycling: Lidl steigt ins Müllgeschäft ein sueddeutsche.de
ZAHL DES TAGES
Nur 16 der 197 Länder, die das Pariser Abkommen unterzeichneten, haben einen nationalen Klimaaktionsplan definiert, der ehrgeizig genug ist, um die Zusagen tatsächlich auch zu erfüllen. Dies geht aus einer Studie im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP24 im Dezember hervor. Laut einer Studie der Europäischen Umwelt-Agentur können jährlich 500.000 vorzeitige Todesfälle auf eine schlechte Luftqualität zurückgeführt werden. Demzufolge ist die Luftverschmutzung in 41 europäischen Ländern die Todesursache Nummer eins.
euractiv.de, de.euronews.com
ZITAT
„Wir schrauben an keinem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter rum. Der gilt, das ist europäisches Recht.“
Kanzlerin Angela Merkel hatte am Sonntagabend gesagt, ihre Partei wolle die Gesetze so ändern, dass Fahrverbote bei nur „geringfügigen“ Überschreitungen der EU-Grenzwerte als unverhältnismäßig eingestuft würden.
tagesspiegel.de
PODCAST
Diese Woche: Kohleausstieg in anderen Ländern Muss der ÖPNV elektrisch werden? Die Luft in vielen deutschen Städten ist schlecht und die Emissionswerte sind zu hoch. Ist der E-Bus die Lösung der Probleme? detektor.fm
HINTERGRUND
Kommunen bei Elektroautos ahnungslos: Die Erleichterungen für Besitzer von E-Autos, die per Elektromobilitätsgesetz eingeführt wurden, werden kaum umgesetzt. Dabei will der Bund, dass die Nachfrage nach E-Autos steigt. Laut einem Evaluierungsbericht, aus dem der Tagesspiegel zitiert, ist das Gesetz nur in gut der Hälfte der Kommunen bekannt; knapp ein Viertel der Kommunen wendet es an. 11 Prozent planen, die Privilegien kommendes Jahr einzuführen. Dort jedoch, wo das Gesetz Anwendung findet, steigt laut dem Bericht die Zahl der E-Autos und auch der Neuzulassungen.
tagesspiegel.de
Wer sein Auto nicht bewegt, spart Geld: Das Berliner Startup „Emil“ will den Markt für Autoversicherungen revolutionieren. Wie bei Strom oder Gas-Anbietern sollen demnach Kunden nur für die Versicherung zahlen, wenn das Auto tatsächlich auch genutzt wird. Knapp 27 Millionen gaben die Deutschen vergangenes Jahr für Autoversicherungen aus – so viel wie noch nie. „Uns ist aufgefallen, dass man auch wenn man nicht so viel fährt, fast genauso viel zahlt, wie Leute, die täglich pendeln“, erklärt Gründer Bastian Knutzen den Anstoß für seine Konzept. Als Partner konnte die Gothaer Versicherung gewonnen werden. Die technische Umsetzung wird mit einem kleinen Stecker fürs Auto und einer App fürs Handy möglich. Für Gelegenheitsfahrer soll das Einsparpotential bei 450 Euro im Jahr liegen.
faz.net
FOTO DER WOCHE
TIERISCH
Die Gefühle der Tiere: Alfred Brehm hat Tiere vermenschlicht und ihnen Gefühle zugeschrieben; deswegen wurde er lange Zeit von der Wissenschaft belächelt. Wegen seinem „Thierleben“ wird er oft als Bruder Grimm der Tiere bezeichnet. Doch nun stellt sich heraus: Autor und Zoodirektor Brehm hatte recht – mit Einschränkungen. Die Verhaltensbiologie hat zwar nicht den ‚romantischen‘ Brehm bestätigt, aber dass Tiere Gedankenbilder haben, dass sie logisch denken, planvoll und kreativ handeln, über sich selbst reflektieren und Mitgefühl empfinden können.
welt.de
NICHT MEHR GRÜN
Rausschmeisser. Text
domain

KW 34:

NACHRICHTEN
Regenwald kaufen für den Umweltschutz Besser Regenwald kaufen und diesen schützen als jährlich rund 28 Millionen in erneuerbare Energien zu investieren, so lautet der aktuelle Klimaschutz-Vorstoss des FDP-Chefs Christian Lindner. Waldschutz und Wiederaufforstung in Südamerika oder Asien sei ein deutlich effektiverer Beitrag, den Deutschland zur Eindämmung von CO2-Emissionen leisten könnte. Ein Ansatz, der plausibel wirkt, jedoch Fragen offen lässt. Wie steht es um die Einhaltung des Pariser Weltklimaabkommens? Warum nur einen Weg beschreiten? Dürfen fremde Staaten einfach Wälder in anderen Ländern kaufen?
zdf.de
Stromnetzes-Ausbau wird Chefsache. Peter Altmeier hat den deutschlandweiten Ausbau des Stromnetzes zur Chefsache erklärt. Der “Aktionsplan Stromnetz” soll den Ausbau neuer Stromleitungen vorantreiben.und für eine bessere Auslastung sorgen. Unter anderem Anwohnerproteste hatten die geplante Erweiterung in den vergangenen Jahren massiv behindert. Nun begibt sich der Bundeswirtschaftsminister. persönlich auf “Netzreise” zu den Orten in Deutschland, an denen sich Widerstände regen.
sueddeutsche.de
Für Elektroschrott gelten neue Regeln. Nicht nur Elektrogeräte, auch Gegenstände und Produkte mit kleinen elektronischen Bauteilen dürfen nicht länger im Hausmüll entsorgt werden. Auch blinkende Turnschuhe oder kleinere Wandschränke mit eingebauter Beleuchtung müssen somit ab sofort getrennt entsorgt werden.
swr.de
Deutschlands Klimaschutzziele könnten bis 2020 doch noch erreicht werden. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik im Auftrag von Greenpeace hat ergeben, dass mit dem geplanten Ausbau der Solar- und Windkraft bei gleichzeitiger Drosselung einiger Braunkohlekraftwerke bzw. Abschaltung der ältesten Braunkohleblöcke, die Einhaltung der Zielmarke einer CO2-Drosselung um 40 Prozent gegenüber 1990 zu gewährleisten wäre. Die Bundesregierung selbst war bereits von der eigenen Zielvorgabe abgerückt.
zeit.de
Mit Handy-Apps und Radschnellwegen gegen schlechte Luft. Der Bund will mit neuen Ideen den Nahverkehr attraktiver machen, damit mehr Autofahrer auf Busse und Bahnen umsteigen. In fünf Modellstädten in Deutschland werden neue Konzepte ausprobiert. Der Bund fördert mit bis zu 130 Mio. Euro; Umweltschützern reicht das nicht. Köln plant ein Schnupperangebot für Neukunden des Jahrestickets zum Preis von einem Euro pro Tag. Die Taktung der Linien soll enger werden. Unternehmen sollen einfacher Jobtickets an ihre Mitarbewiter vergeben können. Auch Essen setzt auf eine Ausweitung des Angebots. In Mannheim soll eine Handy-App den Preis berechnen, ohne dass sich der Fahrgast durch das Tarifdickicht durchhangeln muss. Reutlingen setzt auf mehr Haltestellen und neue Linien; außerdem eine Anbindung an einen Radschnellweg.
faz.net
Frankreich: Kampfansage an den Plastikmüll fr.de
Der grüne Tod. Algenpest verursacht Ökodesaster in Florida fr.de
Brasilien: erneut Umweltschützer ermordet taz.de
Rechnungshof rügt Elektroauto-Prämie spiegel.de
ZAHL DES TAGES
Auf 48 Zentimeter ist der Pegelstand der Elbe an der Strombrücke in Magdeburg gesunken, so niedrig wie seit 80 Jahren nicht mehr.
mdr.de, pegelonline.wsv.de (Pegelstand)
ZITAT
„Es sind gerade einfach zu viele Touristen auf Mallorca.“
Unternehmer und Umweltschützer Philipp Baier fordert die Urlauber auf, die Insel beim Kampf gegen den Abfall zu unterstützen; jeder Strandbesucher könnte etwas tun.
sueddeutsche.de
PANDASTISCH
HINTERGRUND
Forschung aus dem All. Die Internationale Raumstation ISS ist gerade im Zentrum des Interesses von Biologen und Klimaforschern. Denn die Icarus-Antennen gehen in Betrieb und empfangen Daten von der Erde; Lieferanten der Informationen sind Tiere. „Icarus“ steht für „International Cooperation for Animal Research Using Space“ – ein Großprojekt für die weltumspannende Tierbeobachtung aus dem All. Während Biologen bislang vor allem einzelne Tiere und Ökosysteme beobachten und erforschen könnten, erlaubt das Icarus-Projekt die Beobachtung des weltweiten Zusammenspiels der Tiere. Die Forscher wollen einen gigantischen Atlas des Tierlebens schaffen, der sich ständig aktualisiert und ein Abbild von Vogelflügen und Insektenwanderungen, von Brut- und Rückzugsgebieten liefert. Tausende Tiere funken mit winzigen Sendern ihre Positionsdaten und Informationen wie Körpertemperatur ins All.
stern.de, mpg.de
Landwirte arbeiten an Umweltschutz. Eine Arbeitsgruppe von Landwirten und Umweltministerin Svenja Schulze haben Vorschläge für einen Beitrag zur Lösung des Klimawandels vorgestellt. Viel CO2 wird gebunden, wenn im Boden verschiedene Lebenwesen wie Würmer, Insekten oder Pilze leben; dafür muss es mehr konservierende Bodenbearbeitung geben, die den Aufabu in der Erde möglichst wenig stört. Hilfreich sind robuste Pflanzengemeinschaften statt empfindlicher Sorten, die Pflanzenschutzmittel brauchen. Zu den langfristigen Maßnahmen gehören aber auch faire Preise für die landwirtschaftlichen Produkte. Auch das Fördersystem der EU müsste sich ändern, weg von den reinen Flächenprämien hin zu mehr Naturschutz.
tagesspiegel.de
Mythen über die Wespe. Egal ob beim Picknick oder Grillen im Freien, beim Spaziergang oder beim Eis essen – plötzlich summt es ganz bedrohlich und Wespen zeigen sich. Wespen fühlen sich durch Essen, Getränke, aber auch Parfüms eingeladen. Von den 360 Wespenarten, die es in Deutschland gibt, sind nur zwei lästig. Und war nicht nur für den Menschen. Wespen leben nur einen Sommer lang und ernähren sich hauptsächlich von Eisweiss, um die Larven zu versorgen; eigentlich haben sie es deswegen auf Insekten abgesehen und regulieren so den Naturhaushalt. Später brauchen sie für ihr eigenes Überleben vor allem Zucker. Es hilft weder nach den Tieren zu schlagen, noch zu pusten; das Kohlenstoffdioxid in unserem Atem löst bei Wespen ein Alarmsignal aus und lässt sie panisch werden.
blog.wwf.de (Tipps für den Umgang); zeit.de (Interview Biologin Melanie von Orlow)
KOMMENTAR
Deutschland ist viel zu zögerlich bei der E-Mobilität. Das rächt sich, fürchtet SZ-Journalist Markus Balser. Die deutsche Politik hinkt hinterher, die ehrgeizigen Ziele bei der E-Mobilität zu erreichen, während andere Länder beherzt voranschreiten. Die Quittung wird die Autoindustrie bekommen. Dabei wäre der Ausbau der Elektromobilität schon jetzt ideal für die die kurzen Wege, die in Ballungszentren zurückgelegt würden. E-Autos wären als leise und schadstofffreie Fahrzeuge eigentlich das ideale Fortbewegungsmittel für wachsende Metropolen. Ausgebremst wird die Technologie vor allem von der fehlenden Lade-Infrastruktur. Mit einem neuen Gesetz sollen Privateleute es leichter haben, selbst für die Ladestationen zu sorgen. Der neue Vorstoß reiche aber bei Weitem nicht aus, kritisiert Balser. Der Vorsprung der deutschen Automobilindustrie ist in Gefahr, weil sich Industrie und Politik an Verbrennungstechnologien klammern, statt den Umbau beherzt voranzutreiben. Wer den Umstieg will, müsse mehr liefern als eine Prämie.
sueddeutsche.de
FOTO DER WOCHE

© Swen Pförtner/dpa
Wegen der anhaltende Trockenheit leer sich in Nordhessen der Edersee extrem schnell und ist nur noch zu rund einem Viertel gefüllt. Die Trockenheit bringt Versunkenes zum Vorschein; die versunkene Ruinen von „Edersee-Atlantis“ sind wieder aufgetaucht. Das Atlantis vom Edersee sind versunkene Ruinen aufgegebener Dörfer.
TIERISCH
Dumme Tiere länger leben. In einem Experiment mit Fasanenküken wiesen Wissenschaftler nach, dass nicht zu den Schlausten und Schnellsten zu gehören die Überlebenschance erhöhen. Die Tiere, die in Kognitionstests besser abschnitten, überlebten in der Wildnis häufig nicht so lange wie dümmere Artgenossen. Zwei Gruppen von in Gefangenschaft lebende Fasanenküken bekamen jeweils eine Lernaufgabe; in beiden Fällen gibt es darum zu begreifen, wo es Leckerbissen gibt. Diese befanden sich in einem grünen Gefäß, aber nicht in einem blauen. Nachdem die Küken das gelernt hatten, drehten die Wissenschaftler die Situation um. Wenige Wochen später wurden die Jungvögel in ein Reservat entlassen. Für die Tiere, denen das Umlernen bei den beiden Aufgaben schwergefallen war, lag die Wahrscheinlichkeit höher als für die Schnellmerker, die erste Zeit im Reservat zu überleben. Die Autoren der Studie bringen es so auf den Punkt: „Die Schnellen sind die Toten.“
sueddeutsche.de
NICHT MEHR GRÜN
Michael Müller fährt den schmutzigsten Dienstwagen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller fährt den schmutzigsten Politiker-Dienstwagen Deutschlands. Mit 408 Gramm CO2 pro Kilometer ist Müllers Mercedes-Benz S-Guard 600 Limousine „negativer Spitzenreiter“ im zwölften Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Der Test der DUH fällt auch 2018 ernüchternd aus: Gemessen an den realen Verbrauchswerten halte kein einziger Dienstwagen der 236 befragten Bundes- und Landespolitiker den CO2- Grenzwert der EU von 130 Gramm pro Kilometer ein, teilte die Umwelthilfe mit. Daran ändere auch der steigende Anteil von extern aufladbaren Plug-in-Hybriden nichts. Im Gegenteil: Bei der angeblich besonders klimafreundlichen Antriebsart weiche der reale vom offiziellen CO2-Ausstoß besonders stark ab. Der Grund: Diese Fahrzeuge werden überwiegend nicht elektrisch, sondern mit Verbrennungsmotor gefahren.
tagesspiegel.de

KW 04: Ende der EEG-Förderung, Selbstverpflichtung zur Plastik-Reduzierung, Umweltschutz auf dem Acker

NACHRICHTEN
CDU will Ende der EEG-Förderung einleiten: Der FAZ liegt ein Diskussionspapier der CDU vor, in dem ein Ausstieg aus der Förderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes bis 2021 geplant ist. „Wir werden ein Konzept erarbeiten, wie wir bis zum Ende der kommenden Wahlperiode aus der EEG-Förderung für Neuanlagen aussteigen, damit wir dann den EEG-Kostenscheitel erreichen“, heißt es darin. Bei Bedarf sollen zudem Ziele der Energiewende angepasst werden.
faz.net
Plastik – Weniger ist mehr. Selbstverpflichtung von 40 Unternehmen: Vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos haben 40 große Unternehmen, darunter Procter and Gamble, Unilever, Coca Cola, Dow Chemical und Danone, angekündigt, weniger Kunststoffe verarbeiten zu wollen. Acht Millionen Tonnen Plastik gelangen derzeit jährlich in die Weltmeere. Plastik in Weltmeeren ist unter anderem ein Problem, weil Tiere ihn mit Nahrung verwechseln und verenden.
ksta.de
Um 62 Prozent könnte Trinkwasser teurer werden. Viele Böden in Deutschland sind mit Nitrat belastet. Dadurch wird die Gewinnung von Trinkwasser komplizierter und damit teurer. Dieser Preisanstieg könnte sich bald für die Verbraucher bemerkbar machen.
spiegel.de
Pläne für mehr Umweltschutz auf dem Acker: Im Vorfeld der Grünen Woche hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Verteilung der Fördergelder für die Landwirtschaft kritisiert: „Gemeinwohlleistungen“ sollen gefördert werden, das „Gießkannenprinzip“ seitens der EU mit ihren Agrarsubventionen müsse beendet werden. Bisher fließen Gelder pro Hektar, sodass vor allem die größten Agrarunternehmen am meisten profitieren. Hendricks fordert ein Punktesystem, bei dem unter anderem Umweltschutz und nicht Fläche gefördert wird.
welt.de
-Anzeige-
Rahmengenähte Herrenschuhe: Die Königsdisziplin der Schuhmacherkunst. Kaufen Sie bei uns direkt aus unserer Manufaktur, ohne teuren Zwischenhandel. Erleben Sie wahre Schuhträume, die von Hand aus feinsten italienischen Ledern gefertigt werden. Egal ob Büro, Freizeit oder Hochzeit – für jeden Anlass haben wir das passende Schuhpaar. Überzeugen Sie sich von unserer Serviceexzellenz.
shoepassion.com
Unpopuläre Wege aus der Klimafalle: Eine klimapolitische Diskussion um Negativemissionen – also CO2, das der Atmosphäre entzogen wird – findet nicht statt. Doch ohne entsprechende Maßnahmen kann das Klimaziel der Pariser Konferenz nicht erreicht werden. Einige unpopuläre Möglichkeiten gibt es, zumindest theoretisch. Beispielsweise eine Kalkung der Ozeane oder die energetische Biomasse-Nutzung in Kombination mit der Abscheidung und Speicherung von CO2.
faz.net
Saudi-Arabien investiert in Ökostrom: Die Ölpreise sinken dauerhaft, der Rohstoff ist endlich. Saudi-Arabien investiert nun in Ökostromprojekte. In den kommenden Jahren sollen es bis zu 50 Milliarden Dollar sein, kündigte Energieminister Chalid al-Falih auf einer Konferenz in Abu Dhabi an. Unter anderem sollen Zehn-Gigawatt-Kapazitäten ausgeschrieben werden. Zudem sollen Stromtrassen in den Jemen sowie nach Jordanien und Ägypten gebaut werden.
spiegel.de
Allianz für Wasserstoff in Davos: Führende Energieunternehmen wollen gemeinsam mit der Autoindustrie Wasserstoff in den Fokus rücken. Am Rande des Weltwirtschaftsforums gründeten sie einen Rat für Wasserstoff. Wasserstoff-Antriebe für Autos werden als Schlüsseltechnologie bezeichnet. Ob diese Form des Antriebs jedoch zukunftsträchtig ist – die Wasserstoffproduktion bedarf hohen Energieaufwands, zudem ist das Gas hochexplosiv – darf gerade in Bezug auf die steigende Effizienz von Batterien für Elektrofahrzeuge bezweifelt werden.
sueddeutsche.de
Tierwohllabel in der Diskussion tagesspiegel.de
Niederländischer Versorger übernimmt 50 Prozent bei Ökostromer Lichtblick handelsblatt.com
Palmöl: Banken finanzieren Raubbau fr-online.de
Ein Drittel aller Lebensräume in Gefahr natur.de
Weltwirtschaft fürchtet Umweltrisiken bloomberg.com
2016 war erneute ein Hitzerekordjahr noaa.gov
Mode: Strumpfhosen aus alten Fischernetzen handelsblatt.com
„Um es vorsichtig auszudrücken: Winterkorn ist weit hinter dem zurückgeblieben, was er eigentlich wissen musste.“
Herbert Behrens (Linke) sprach von einer „spontanen Teilamnesie“.
tagesspiegel.de
HINTERGRUND
SAP-Vorstand prophezeit eine Produktion ohne Müll: 100-prozentiges Recycling: Bernd Leukert, Vorstand bei SAP, ist überzeugt, dass das möglich ist. Er setzt dabei auf die individuelle Produktion zu Hause. Abfälle würden so nicht mehr produziert. Ein Schlüssel sei Künstliche Intelligenz. Diese Intelligenz sei dazu in der Lage, Stillstandszeiten von Produkten zu verhindern – und dadurch eben auch, einen unnötigen Austausch zu vermeiden.
faz.net
Kritischer Agrarbericht 2017 vorgelegt: Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger fordert eine deutliche Verschärfung des Düngerechts. Durch die massive Düngung sei Grundwasser in Deutschland häufig stark mit Nitrat belastet, berichtete er im Zug der Vorstellung des Kritischen Agraberichts. Die Landwirtschaft müsse weniger Gülle produzieren und die industrielle Tierhaltung müsse zurückgefahren werden.
kritischer-agrarbericht.de, topagrar.com
-Anzeige-
Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org
ZDF dokumentiert Abgasskandal bei LKW: Das ZDF hat verdeckte Recherchen in Polen durchgeführt, zudem kontrollierte die Polizei: Dabei kam heraus, dass Spediteure ihre Lastwagen manipulieren und so der Umwelt massiv schaden. Sie setzen sogenannte AdBlue-Killer ein, um der Bordelektronik vorzuspielen, dass der Harnstoff eingespritzt wurde. So sparen sie die Kosten für die Anschaffung der Zusatzlösung. Gut 20 Prozent osteuropäischer Lkw fahren mit extrem auffälligen Abgaswerten, heißt es im Ergebnis der Recherche.
spiegel.de
USA überweisen 500 Millionen an Klimafonds: Kurz bevor Donald Trump als Präsident der USA vereidigt wurde, überwies die Regierung von Barack Obama 500 Millionen Dollar (rund 467 Millionen Euro) in den Green Climate Fund der Uno. Der Klimafonds kommt armen Ländern zugute, die mit den Hilfen die Erderwärmung besser bewältigen sollen. Trump hatte angekündigt, die Klimaverträge aufzukündigen.
spiegel.de
G 20: Aktionsplan gegen Wasserverschwendung: Rund 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs entfallen auf die Landwirtschaft. Die Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G 20) haben nun einen Aktionsplan gegen Wasserverschwendung beschlossen. Unter anderem sollen Pflanzen erforscht und entwickelt werden, die weniger Wasser benötigen. Auch soll Wasser effektiver genutzt werden.
sueddeutsche.de
NICHT MEHR GRÜN
Die Motte durfte sich ihren Namen nicht aussuchen: Eine federartige Goldmähne ziert sie: die Mikromotte Neopalpa donaldtrumpi. Benannt wurde sie nach dem neuen Präsidenten der USA, der eine ähnliche Haarpracht trägt. Was die Motte von ihrem Namen hält, ist nicht bekannt. Im Vergleich zu ihrem menschlichen Pendant schweigt sie.
spektrum.de

KW 47:

NACHRICHTEN
Deutschland verfehlte Klimaziel 2020: Das Klimaaktionsprogramm 2020 verfehlt das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Der Tagesspiegel zitiert aus dem Entwurf für des „Klimaschutzberichts 2016“; noch vor Weihnachten soll dieser vorgelegt werden. 70 Prozent der über 100 Einzelmaßnahmen des Aktionsplans seien umgesetzt worden. Wenn die Klimaverpflichtung eingehalten werden soll, müsse die Regierung weitere Kohlekraftwerke vom Netz nehmen.
tagesspiegel.de, wwf.de
EU-Parlament für strengeren Luftschutz: Stickstoffoxide, luftverunreinigende Partikel und Schwefeldioxid sollen in der Luft sollen verringert werden. Entsprechend hat das Parlament sich für strengere nationale Grenzwerte ausgesprochen. Schlechte Luftqualität verursacht jedes Jahr ungefähr 400.000 vorzeitige Todesfälle in der EU.
europarl.europa.eu
Vogelgrippe in der Region Hannover: Bei einer toten Reiherente habe sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt, teilte die Region Hannover am Sonnabend mit. Vom kommenden Dienstag an werden in einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. In beiden Gebieten gelten besondere Auflagen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es erstmals seit dem diesjährigen Ausbruch der Vogelgrippe ein Zeichen der Entspannung: Wie der Landkreis Nordwestmecklenburg am Montag mitteilte, wurden alle fünf Sperrbezirke aufgehoben und zu Beobachtungsgebieten erklärt.
haz.de, frankenpost.de, ndr.de
Bürger müssen Auskunft über Pestizide bekommen: Nach zwei Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) haben Bürger und Organisationen künftig weitreichende Rechte auf Auskunft über die Wirkung von Pestiziden. Greenpeace hatte in einem der beiden Fälle gemeinsam mit dem Pesticide Action Network Europe (PAN Europe) von der EU-Kommission die Herausgabe von Dokumenten zur Genehmigung von Glyphosat verlangt. Im zweiten Fall streitet die niederländische Bienenstiftung um Dokumente zum Wirkstoff Imidacloprid, wogegen sich das Unternehmen Bayer unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse wehrt.
zeit.de
12 Kernkraftwerke in Frankreich wurden abgeschaltet. Grund ist Baupfusch mit minderwertigem Stahl.
taz.de
Bill Gates arbeitet an gut riechenden Toiletten: Bill Gates hat schon einmal versucht, die Toilette von Morgen zu bauen. Die globalen Hygieneprobleme konnte er mit seinem High-Tech-Ansatz allerdings nicht lösen. Dafür möchte er jetzt dafür sorgen, dass Toiletten besser riechen, damit die Menschen eher geneigt sind, sie auch zu benutzen. Auf seinem Blog gatesnotes berichtete der Microsoft-Gründer vergangene Woche von der Zusammenarbeit seiner Stiftung mit Firmenich. Das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Genf ist nach eigenen Angaben der weltweit größte privatwirtschaftliche Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen.
wired.de
WWF legt Living Planet Report Interaktiv vor wwf.de
Goldene Acht ist Schmetterling des Jahres zeit.de
Bolivien ruft Notstand wegen Dürre aus tagesschau.de
Solar-Steuer in Schweden zurückgenommen sonnewindwaerme.de
ZITAT
„In diesem Sinne ist auch der Schutz unserer Umwelt gelebte Barmherzigkeit“
Umweltministerin Barbara Hendricks würdigt das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit als „mehr als nur kirchliche Folkore“.
domradio.de
Text
text
PANDASTISCH
von Marco Vollmar, Kommunikations-Chef WWF Deutschland
Mein persönliches Highlight der Woche: Der WWF setzt sehr erfolgreich digitale Technik im Kampf gegen Wilderer ein. Mit Unterstützung von Wärmebildkameras und einer speziellen Computer-Software konnten in Ostafrika kriminelle Banden aufgespürt und festgenommen werden. Die Geräte erkennen über eine Entfernung von über 1,6 Kilometern verdächtige Bewegungen. So können weitläufige und unwegsame Gebiete auch bei Nacht wirkungsvoll geschützt werden. Mittelfristig will der WWF auch Drohnen gegen die illegale Elefanten- oder Nashornjagd einsetzen und die dramatische Wildereikrise in Afrika wirkungsvoll bekämpfen.
wwf.de, worldwildlife.org
HINTERGRUND
Keine einheitliche Strategie gegen Einwegbecher in Sicht: Bei der Vermeidung umweltschädlichen Einwegbecher-Mülls ist bundesweit keine einheitliche Strategie in Sicht. Bundes- oder landesweite Verbote sind rechtlich ohnehin ausgeschlossen. Mehrere Bundesländer arbeiten aber an freiwilligen Vereinbarungen mit Gastronomen und Kaffee-Ketten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Landeshauptstädten ergeben hat. Die Deutsche Umwelthilfe fordert dagegen eine konzertierte Anstrengung für ein einheitliches Mehrwegsystem. Die badische Universitätsstadt Freiburg hat im Kampf gegen Verpackungsmüll und für mehr Umweltschutz am Montag ein Mehrwegsystem für Kaffee zum Mitnehmen gestartet. Derweil entwickeln die Föhrer und Amrumer eine umweltfreundliche Alternative für den Einwegbecher.
n-tv.de, focus.de, shz.de
Smart Cities beschäftigen Städteplaner: Während auf der einen Seite durchgeplante Modellstädte wie Masdar City (Abu Dhabi) oder Songdo (Südkorea) aus dem Boden gestampft werden, diskutieren Städteplaner in Hamburg, München, Amsterdam und Kopenhagen wie sich bestehende städtische Infrastrukturen energieeffizient ausbauen und digitalisieren lassen. Das Internet of Things übernimmt hier eine entscheidende Rolle, denn erst die Vernetzung von Daten macht Städte zu Smart Cities. Grundsätzlich geht es um die intelligente Steuerung städtischer Systeme. Die wachsende Digitalisierung schafft eine Unmengen an Daten, die richtig ausgewertet neue Wege und Lösungen für Stadtentwicklungskonzepte eröffnen.
silicon.de
Wieder ein Delfin in Pakistan gerettet: Vor kurzem wurde ein fünf Meter langer Delfin in einer gemeinsamen Operation der Wildtierabteilung in Karachi und WWF-Pakistan gerettet. Der Delfin war in einem Nebenfluss, als der Wasserspiegel zu sinken begann. Es ist der achte Zwischenfall eines festgesetzten Delfins in diesem Jahr. Entweder der starke Wasserfluss oder die Suche nach Beute treibt die Säugetiere in die Nebenflüsse, wo sie gefangen sind sobald der Wasserspiegel zu sinken beginnt, erklärt Mohammad Imran Malik von WWF-P.
dawn.com
Teslas Autos lassen sich durch Knacken der App stehlen: Das norwegische IT-Sicherheitsunternehmen Promon hat eine Studie veröffentlicht, die darlegt, dass die Tesla-Smartphone-App Schwachstellen hat, deren Ausnutzung potenziellen Angreifern die uneingeschränkte Kontrolle eines Tesla erlauben. Wird die Smartphone-App eines Tesla-Besitzers geknackt, können die Eindringlinge das Auto ausfindig machen, aufschließen und damit wegfahren.
futurezone.at
FOTO DER WOCHE

Was für eine unglaubliche Aufnahme! Auf einmal wirkt die Jacht und ihre Mannschaft ganz klein, über dem 15 Meter langem Walhai.
NICHT MEHR GRÜN
Waldbrand für mehr Facebook-Likes: Ein 21-Jähriger hat Feuer in einem Wald gelegt, um mehr Likes für seine Facebook-Wettervideos zu bekommen. Der Amerikaner aus Kentucky hat sich auf Facebook als Amateur-Wettermann versucht. Für ein Selfie-Video hat er von einem Waldbrand berichtet, den er selbst gelegt hat. In Kentucky drohen ihm dafür zehn bis 20 Jahre Haft und bis zu 10.000 US-Dollar Geldstrafe.
futurezone.at