Greenmag Redaktion

KW14: Tage der Strohhälme gezählt, Treibhausgas-Emissionen steigen weiter, umstrittenes Tierwohllabel geht an den Start

NACHRICHTEN
Der letzte Strohhalm – EU verbannt Einwegplastik. Das EU-Parlament hat Mitte letzter Woche beschlossen, häufig vorkommende Einwegprodukte aus Plastik zu verbieten, für die bereits Alternativen auf dem Markt sind. So sollen bis 2021 Wattestäbchen, Trinkhalme, Einweggeschirr und -besteck sowie Kaffeerührstäbchen und aufgeschäumte Polystyrol-Behältnisse aus den Regalen und von den Tischen verschwinden. Außerdem hat das Parlament eine Mindestsammelquote von 90 Prozent für Plastikflaschen auf dem europäischen Markt beschlossen. Ob dafür ein Pfandsystem eingeführt oder die Hersteller in die Verantwortung genommen werden, ist den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen. Bis 2029 soll die 90-Prozent-Quote erreicht werden. In Deutschland liegt die Sammelquote schon seit einigen Jahren darüber. Allerdings ist der Anteil des Einwegplastiks am gesamten Kunststoffverpackungsaufkommen relativ gering.
fr.de
Schmutziger Rekord: Treibhausgas-Emissionen steigen weiter. Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Energieverbrauch im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent gestiegen. Insgesamt 33,1 Gigatonnen CO₂ wurden 2018 durch fossile Brennstoffe in die Atmosphäre geblasen. Mehr als drei Jahre, nachdem man sich in Paris auf einen Klimavertrag verständigt hat, sieht die Bilanz beim Klimaschutz damit düster aus. Die Zuwächse bei den erneuerbaren Energien, immerhin vier Prozent, reichen noch nicht aus, um das Wachstum im Bereich der klimaschädlichen fossilen Energiequellen zu stoppen. Der Bericht der IEA macht auch mögliche schädliche Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Energiebedarf deutlich. 2018 war das viertwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.
sueddeutsche.de
Weltwetterorganisation: Das Wasser steigt. Nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) ist der Meeresspiegel im vergangenen Jahr mit 3,7 Millimetern mehr im Vergleich zum Vorjahr außergewöhnlich stark gestiegen. „Die in diesem Bericht veröffentlichten Daten geben Anlass zu großer Sorge“, schreibt UN-Generalsekretär António Guterres in einem am Donnerstag in New York vorgestellten Bericht der WMO. Guterres warnte, dass zum Zögern keine Zeit mehr sei – die globale Durchschnittstemperatur an der Oberfläche habe im Jahr 2018 rund ein Grad Celsius über dem Referenzwert für die vorindustrielle Zeit gelegen. Der Generalsekretär bezeichnete den Bericht als „Weckruf“. Der WMO-Bericht, zu dem zahlreiche Experten weltweit sowie verschiedene UN-Institutionen beigetragen haben, befasst sich unter anderem mit extremen Wetterereignissen, zu denen auch der jüngste Zyklon „Idai“ zählt.
handelsblatt.com
Stinkende Brummis: Umweltbetrug in großem Stil. Auf Deutschlands Autobahnen geht es nicht immer gesetzeskonform zu, denn mithilfe eines kleinen, schwarzen Elektrogeräts für die Lkw-Armatur kann die Abgasreinigung leicht und sicher umgangen werden. Solche Manipulationen fallen bei Routinekontrollen an der Autobahn selten auf, befürchtet die Bundesregierung. Die Masche funktioniert vor allem bei Lkws mit Motoren der Abgasnorm Euro 5 und Euro 6. Sie sind mit sogenannten SCR-Katalysatoren ausgestattet, die Betreiber allein in der Wartung einige Hundert Euro pro Jahr kosten. Hinzu kommt noch der teure Harnstoff Adblue, der bei diesen Motoren aus einem Tank in den Abgasstrang eingespritzt wird. Dort wandelt er giftige Stickoxide in harmlosen Wasserdampf und Stickstoff um.
sueddeutsche.de
Umstrittenes Tierwohllabel am Start. Mit dem Beginn des Aprils führen die Supermarktketten Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe eine einheitliche Kennzeichnung des Tierwohls bei abgepacktem Fleisch ein. Mithilfe eines Farbsystems von Rot bis Grün soll der Verbraucher über die Haltungsform der betroffenen Tiere informiert werden. Stufen Eins und Zwei markieren Stallhaltung, ab Stufe Drei muss das Tier Kontakt zum Außenklima haben, ab Stufe Vier spricht man von Biohaltung. Der Anteil von Biofleisch liegt in Deutschland jedoch bei lediglich 1,3 Prozent, Fleisch der Stufen Drei und Vier wird selten angeboten. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte die Kennzeichnung als „Mogelpackung“. Sie gaukele Verbrauchern vor, sie könnten mit ihrem Einkauf die Zustände in den Ställen maßgeblich verbessern, sagte Foodwatch-Experte Matthias Wolfschmidt. Es gehe aber nur um formale Haltungsbedingungen. „Das garantiert nicht, dass es den Tieren gut geht.“
morgenpost.de
Batteriezellproduktion Run auf Fördergelder handelsblatt.com
Glyphosat-Klage Bayer muss zahlen tagesschau.de
Die neuen Europäer Papageien erobern Innenstädte taz.de
Slowakei Umweltaktivistin wird Präsidentin nzz.ch
Tempolimit-Debatte Verkehrsminister legt Klimaschutzplan vor spiegel.de
ZAHL DES TAGES
Um rund 84 Prozent ist die Zahl der im Bau befindlichen Meiler seit 2015 zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen letztes Jahr ein Fünftel weniger Kohlekraftwerke ans Netz. Auch beim Baubeginn zeigt sich der Abwärtstrend: Minus 39 Prozent gegenüber 2017.
energiezukunft.eu
HINTERGRUND
Von wegen Musterschüler: Deutschlands miese Ökobilanz. Die Bundesrepublik stellt sich gerne als Musterschüler in Sachen Klimaschutz dar. Der Umweltforscher Klaus Jacob kommt jedoch im Auftrag der Regierung zu dem Ergebnis, dass unsere Ökobilanz im weltweiten Vergleich eher enttäuschend ausfällt. Laut der „Analyse der Implikationen für Deutschland“ ruhe Deutschland sich bei der Nachhaltigkeit auf den Erfolgen zurückliegender Dekaden aus, die Politik setze zu wenige Impulse. Nötig sei ein Umsteuern in allen Bereichen – was auch die stärkere Bepreisung von Umweltschäden über eine Steuerreform einschließe.
spiegel.de
Tansania: Staudammpläne bedrohen Weltnaturerbe. Im ostafrikanischen Tansania bedroht der geplante Bau eines 131 Meter hohen Staudamms den Naturraum des Rufiji-Flusses. Der dadurch entstehende, 1200 Quadratkilometer große See soll dann den doppelten Energiebedarf des Landes decken. Der Preis dafür ist jedoch astronomisch hoch, denn der Nationalpark gilt als das größte Wildschutzgebiet Afrikas. Befürworter des Projektes halten Kritikern entgegen, dass lediglich 3,5 Prozent der Fläche des Naturparks von der Größe der Schweiz von dem Eingriff überhaupt betroffen sein. Ökologen mag dies wie ein schlechter Scherz vorkommen. Die Staumauer halte fruchtbare Sedimente zurück und unterbreche die Wanderungsbewegungen der Fische, der Flussverlauf werde auch unterhalb des Damms verändert, das Rufiji-Delta am Indischen Ozean gefährdet und ökologisch wichtige Überschwemmungsflächen ausgetrocknet. Dies zeigt Stausee-Experte Jörg Hartmann in einer Studie für die OECD auf.
berliner-zeitung.de
Fleischeslust in China bedroht Brasiliens Regenwald. Wegen des Handelsstreits mit den USA weicht China zunehmend Richtung Süden aus und kauft immer mehr Soja in Brasilien. Die Nachfrage bedroht jedoch den Amazonas-Regenwald, wie Forscher warnen. Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie in Garmisch-Partenkirchen rechnen vor, dass im schlechtesten Fall in Brasilien zusätzliche Ackerflächen von der Größe Griechenlands gebraucht würden, um den chinesischen Sojabedarf zu decken. Benötigt wird das Soja vor allem zum Füttern der Tiere, welche die steigende Nachfrage nach Fleisch im Reich der Mitte decken müssen.
spiegel.de
Wisente müssen hinter den Zaun. Ausgewilderte Wisente im Rothaargebirge ziehen regelmäßig Touristen in die beschauliche Gegend. Mit der Beschaulichkeit war es jedoch schnell vorbei, nachdem ein Streit zwischen Waldbauern, Artenschützern und Politik über den Aufenthaltshort der Herden entbrannt war. Das Argument: Die stattlichen Tiere richteten Schäden in den Buchenwäldern an. Inzwischen wurde ein vorläufiger Kompromiss gefunden: Durch gezielte Fütterungen soll der Aufenthaltsort der Herden auf 1500 Hektar Staatswald begrenzt werden.
welt.de
Vom „Erzfeind“ unter der Erde. Deutschlands Exportindustrie hat einen riesigen Bedarf an Stahl und Aluminium. Deutschland ist weltweit einer der größten Importeure von Eisen- und Stahlerzeugnissen sowie Aluminium. Fast 100 Prozent der in der deutschen Metallverarbeitung eingesetzten Metallerze beziehen deutsche Hersteller aus dem Ausland. Der Hunger nach Metallen hat erhebliche ökologische und soziale Risiken und Nebenwirkungen. Beim Abbau der Mineralien und bei der Metallproduktion selbst werden weltweit Wälder gerodet, Flüsse verschmutzt, Grundwasservorkommen ausgebeutet und Treibhausgase freigesetzt. Der Einsturz des Dammes in Brasilien ist dabei das neueste, dramatischste Beispiel. Vielen deutschen Unternehmen, die Metalle verarbeiten, ist deren Ursprung jedoch nicht bewusst. Die dadurch entstandenen Umweltschäden treten somit in den Hintergrund.
fr.de
KOMMENTAR
Die Kinder sind noch längst nicht wütend genug. Christian Stöcker zeigt in einer Kolumne für Spiegel-Online auf, dass die Jugend mit ihrem Impuls, ihren Unmut über die verfehlte Klimapolitik auf die Straße zu tragen, genau das Richtige tut. Wer ein krankes Kind hat und sich eine lebensrettende, aber teure Therapie nur mit Verzicht auf anderen Luxus leisten könnte, würde seinem Kind auch nicht vorrechnen, dass das zu viel des Guten wäre.
spiegel.de
FOTO DER WOCHE

Wie sie sehen, sehen sie nichts. Zur Earth Hour 2019 versanken wieder etliche Gebäude in der Dunkelheit. Die Klimaschutzaktion thematisierte in diesem Jahr den Verlust der Biodiversität. In Deutschland waren diesmal 384 Städte bei der Earth Hour dabei.
swr.de
TIERISCH
Mobbing unter Bonobos. Der Wuppertaler Zoo stand aufgrund seiner Bonobos in der Kritik. Angefangen hatte alles mit Bildern, die ein Zoobesucher von Bonobo Bili gemacht hatte. Die Bilder zeigten den Affen mit blutigen Ohren und Fingerknöcheln, nachdem der Rest der zehnköpfigen Affentruppe ihn attackierte. Daraufhin unterschreiben 300 000 besorgte Tierfreunde eine Petition auf der Internetseite change.org, um Bili aus dem Zoo zu retten. Severin Dreßen, stellvertretender Direktor und Bonobo-Experte des Zoos in der Schwebebahn-Stadt zeigte sich ob der Heftigkeit der Reaktionen überrascht. Das einzig Normale an der Farce sei das Bonobo-Verhalten selbst gewesen. Mittlerweile ist es zwischen den Menschenaffen wieder ruhig geworden.
sueddeutsche.de
TERMIN

Unser Planet. „Es ist noch nicht zu spät“ – Dies ist die Botschaft der wohl aufwendigsten Natur-Dokumentation, die es je gab. Vier Jahre arbeitete ein internationales Team hochkarätiger Filmemacher und Wildlife-Fotografen an einer Serie atemberaubender Naturaufnahmen. Entstanden ist ein bildgewaltiger und hoffnungsvoller Weckruf um die Vielfalt der Erde in all ihren Lebensräumen zu entdecken und aktiv zu schützen.
literatur-live-berlin.de
NICHT MEHR GRÜN
Großes Geld fürs gute Image. Fünf große Ölkonzerne lassen sich ihre Anti-Klimaschutz-Lobbyarbeit jährlich 200 Millionen Dollar kosten. Ganz vorne mit dabei ist mit 53 Millionen Dollar jährlich BP, gefolgt von Shell mit 49 Millionen Dollar und ExxonMobil mit 41 Millionen Dollar. Unternehmen sind im Allgemeinen zurückhaltend, solche Lobbying-Ausgaben offen zu legen, in der letzten Woche legte ein Bericht von InfluenceMap jedoch in einer Studie den Einfluss der Ölkonzern-Initiativen zur Eindämmung des Klimawandels auf. Der Bericht zeigte, dass die Kampagnen die Öffentlichkeit irreführen, da die Unternehmen ihre Öl- und Gasförderung weiter ausbauen, während nur 3% der Ausgaben in kohlenstoffarme Projekte investiert werden. So positionieren sich die Unternehmen als Klimaexperten und schwindeln vor, die Klimabedenken anzuerkennen, während Lösungen ignoriert werden.
forbes.com

KW13: EU fordert mehr Anstrengungen gegen Nitrat im Grundwasser, Finanzminister Olaf Scholz hat kein Geld für effiziente Gebäude, zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser

NACHRICHTEN
Es stinkt zum Himmel: EU fordert mehr Anstrengungen gegen Nitrat im Grundwasser. Vor allem in stark landwirtschaftlich geprägten Regionen ist das Grundwasser in Deutschland zu stark mit Nitrat belastet, das zumeist aus Dünger stammt. Nitrat ist für Pflanzen wichtig, doch zu hohe Konzentrationen können schädlich sein. Genau darüber gibt es nun schon länger Ärger zwischen dem deutschen Landwirtschaftsministerium und der EU-Kommission in Brüssel, der die Anstrengungen der deutschen Politik, die Zufuhr von Nitrat ins Grundwasser zu unterbinden, zu lasch sind. Deutschland hat der EU daraufhin in der vergangenen Woche neue Vorschläge zur Bekämpfung des Problems vorgelegt, doch auch die sind der Kommission in Brüssel zu lasch. Bis Ende März hat Deutschland nun Zeit, darauf zu reagieren. Agrarministerin Julia Klöckner verteidigt derweil die Position der Regierung. Sie findet Gewässerschutz zwar wichtig, doch müsse der für Landwirte auch machbar bleiben. Umweltministerin Svenja Schulze hingegen dringt auf ein rasches Handeln der Koalition. Auch bei der Frage des Ausstiegs aus Glyphosat, der im Koalitionsvertrag vorgesehen ist, gibt es zwischen den beiden Ministerinnen Streitigkeiten. Schulze warf Klöckner bei der Zulassung des Unkrautgiftes eigenmächtiges Handeln vor.
spiegel.de
Finanzminister Olaf Scholz hat kein Geld für effiziente Gebäude. Entgegen der klimapolitischen Versprechungen der Bundesregierung sieht der Haushaltsentwurf von Finanzminister Olaf Scholz keine Mittel für die energetische Sanierung des Gebäudebestandes vor. Stattdessen wurden rund 300 Millionen Euro auf die hohe Kante gelegt, um für Strafzahlungen für nicht erreichte Klimaziele im Rahmen des sogenannten Effort-Sharings der Europäischen Union gewappnet zu sein. Vertreter der Energie- und Klimatechnik sowie die Wohnungswirtschaft reagierten empört auf die Pläne. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, mahnte, dass mithilfe der Gebäudesanierung die Ökobilanz des Sektors verbessert werden könne. Für Christian Noll, Chef der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz, macht sich die Bundesregierung damit im Hinblick auf ihre Klimapolitik unglaubwürdig. Auch die Opposition im Bundestag schloss sich der Kritik an.
welt.de
UN-Weltwasserbericht: Zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Laut dem jährlich von der Unesco und deren World Water Assessment Programme erstellen Weltwasserbericht der Vereinten Nationen haben weltweit über zwei Milliarden Menschen keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. 844 Millionen Menschen weltweit müssen mindestens eine halbe Stunde täglich für die Wasserbeschaffung aufwenden oder haben gar keinen Zugang. Die meisten von ihnen leben in Afrika, südlich der Sahelzone haben lediglich 24 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sicherem Trinkwasser. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land: Während weltweit 63 Prozent aller Haushalte in Städten an ein Abwassersystem angeschlossen sind, beträgt die Zahl in ländlichen Gebieten lediglich neun Prozent. Auch sind ohnehin schon aufgrund ihres Geschlechts, Alters oder soziökonomischen Status diskriminierte Gruppen besonders betroffen. Zwar sind hierzulande nahezu alle Haushalte an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen, gleichzeitig ist Deutschland aber auch Mitverursacher von Problemen in den betroffenen Regionen, beispielsweise durch den Import von Baumwolle oder Rindfleisch, deren Produktion gewaltige Wassermengen benötigt.
tagesschau.de
Dicke Luft in der Kommission für Klimaschutz im Verkehr. Der Regierungskommission für den Verkehrsbereich ist es nach längerer Zerrissenheit in den Verhandlungen nicht gelungen, sich auf einen Weg zum Erreichen der Klimaschutzziele für 2030 zu einigen. Am frühen Dienstagmorgen gingen die Kommissionsmitglieder nach 17 Stunden des Verhandelns ohne umfassende Einigung ihrer Wege. Zwar einigte man sich auf ein Maßnahmenpaket von bis zu zehn Millionen Elektro-Pkw bis 2030 und massive Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, die Bahn und die Digitalisierung des Verkehrs, gleichzeitig jedoch gab es keine Einigung bei einer verbindlichen E-Auto-Quote, einem generellen Tempolimit auf Autobahnen und einem Bonus-Malus-System zur Bewertung klimafreundlicher Autos. Somit konnten wurden keine konkreten Maßnahmen zur Erreichung des Klimaziels 2030 im Verkehr erzielt. Man bedauere, dass es in der Sitzung nicht möglich gewesen sei, sich einvernehmlich auf ein konkretes und wirkungsvolles Maßnahmenpaket zu verständigen, wie die Umweltseite am Dienstagmorgen verlauten ließ. Dies sei um so bedauerlicher, als dass das Klimaschutzziel für den Verkehr mit einem umfassenden Maßnahmenpaket und einer zeitnahen Umsetzung noch eingehalten werden könnte. Der fortschreitende Klimawandel mache wirksame, ambitionierte und schnelle Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sowie der deutschen und europäischen Klimaschutzziele immer drängender.
tagesschau.de, sueddeutsche.de
NABU Klage gegen Windpark vor Sylt welt.de
Isegrimms kleiner Bruder Der Goldschakal erobert die Wälder t-online.de
Insektengipfel in Brandenburg Debatte über Rettung der Kerbtiere rbb24.de
Wissenschaftler warnen Zu viel Mikroplastik im Boden zdf.de
ZAHL DES TAGES
Über 71.000 Exemplare geschützter Tier- und Pflanzenarten sowie daraus hergestellter Waren stellte der deutsche Zoll im Jahr 2018 sicher. Lebende Tiere werden oft unter erschreckenden Bedingungen, etwa eingepfercht in enge Behältnisse, transportiert. Dabei kalkulieren Schmuggler den Tod der Tiere von vornherein bewusst ein.
zoll.de
ZITAT
„Ich weiß nichts von einem Insektensterben.“
Reinhard Jung, Geschäftsführer vom Bauernbund Brandenburg, zum Insektengipfel des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums.
radioeins.de
TERMIN

Am 30. März ist es wieder soweit: Um 20.30 Uhr Ortszeit machen Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus. Das ist die Earth Hour. Gemeinsam setzen wir so ein starkes Zeichen für einen lebendigen Planeten und fordern mehr Klimaschutz.
wwf.de
HINTERGRUND
Kritik an Terminals für Fracking-Gas. Ein Bündnis aus 25 Umweltverbänden, Nichtregierungsorganisationen (NROs) und Bürgerinitiativen kritisiert in einer gemeinsamen Stellungnahme die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, die Kosten der Infrastruktur für den Import von US-Fracking-Gas auf die Endverbraucher umzuwälzen. Während die Bundesnetzagentur noch Ende vergangenen Jahres mitteilte, dass die Anbindungen von LNG-Terminals aus dem Netzentwicklungsplan Gas 2018 bis 2028 herausgenommen und somit zur finanziellen Verantwortung der Investoren werden sollen, will Wirtschaftsminister Peter Altmaier die Investoren nun von diesen Kosten entlasten, wobei die Endverbraucher dabei das Nachsehen haben. Obwohl mittlerweile feststehe, dass die geplanten LNG-Terminals in Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven darauf ausgelegt sind, das klimafeindliche US-Fracking-Gas zu importieren, ignoriere die Regierung die klima- und wirtschaftspolitischen Gegenargumente, schreiben die Umweltschützer in einem offenen Brief. Auch Erdgas ist ein fossiler Energieträger, welcher im Konflikt mit einer nachhaltigen Energiegewinnung steht. Auch an der Wirtschaftlichkeit der geplanten Terminals mit Kosten in Milliardenhöhe gibt es Zweifel.
bizz-energy.com
EU will Abschied vom Palmölsprit. Die EU-Kommission hat entschieden, dass der Zusatz von Palmöl im Diesel nicht nachhaltig ist und deshalb auf dem aktuellen Niveau eingefroren und von 2023 bis 2030 schrittweise wieder auf Null heruntergefahren werden muss. Palmöl wurde Diesel ursprünglich in der Hoffnung beigemischt, den Sprit umweltfreundlicher zu machen. Produziert wurden solche Gemische vor allem in den Palmöl produzierenden Ländern wie Indonesien, Malaysia und Kolumbien. Die Entscheidung der EU-Kommission ist auch zurückzuführen auf die Anstrengungen der NGO-Kampagne „NotInMyTank“, die sich für ein Verbot des vermeintlichen „Bio-Diesels“ stark machte. Der Haken an dem EU-Beschluss ist jedoch die Tatsache, dass Palmöl von Plantagen, die kleiner als fünf Hektar sind oder auf bisher „ungenutztem Gelände“ angelegt wurden, weiterhin zugelassen sind. Vermutlich will die Regierung so vor allem die Anbauländer besänftigen. In Frankreich ist Palmöl im Diesel durch eine nationale Regelung bereits ab 2020 untersagt.
fr.de
Kernkraftwerke: Neubauten werden immer teurer. Im September 2019 soll an der Westküste Finnlands mit dem Olkiluoto 3 Europas größtes und modernstes Kernkraftwerk ans Netz gehen. Ab 2020 soll das Kernkraftwerk dann gut ein Zehntel des finnischen Strombedarfs decken. Die Inbetriebnahme erfolgt, wenn alles nach Zeitplan läuft, allerdings mit zehn Jahren Verspätung, und dafür gibt es gute Gründe.  Die Betonstruktur unter dem Reaktordruckbehälter, welche für den Fall einer Kernschmelze für Sicherheit sorgen soll, lässt die Kosten des Projekts explodieren. Daran lässt sich ein globaler Trend abzeichnen, der sich durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen nach der Fukushima-Katastrophe angekündigt hat. Durch gestiegene Kosten werden Neubauten von Kernkraftwerken immer unattraktiver. Selbst in China, wo Kernkraftwerke eigentlich zahlreich neu gebaut werden, scheint die Lust an der Technik vergangen zu sein. Dort sind die Kosten für Wind- und Sonnenenergie mittlerweile 20 Prozent geringer als jene aus Kernkraft.
heise.de
Windkraft, der unterschätzte Insektenkiller. Laut einer Modellrechnung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden in den Sommermonaten an jedem Tag in Deutschland Milliarden von Insekten an Windkraftanlagen getötet. Das entspricht Verlusten in Höhe von 1200 Tonnen jährlich. Der Berechnung liegt die Annahme zugrunde, dass während der Insektenflugsaison von April bis Oktober etwa acht Millionen Kubikkilometer Luft durch die Anlagen wehen, was dem Zehnfachen des deutschen Luftraums bis 2000 Metern Höhe entsprechen würde. Allerdings wird die Aussagekraft der Studie angezweifelt. Lars Lachmann vom Naturschutzbund Deutschland hält dagegen, dass allein in deutschen Wäldern jährlich 400 000 Tonnen Insekten von Vögeln gefressen würden. Eine pauschale Gefahr für die Insektenpopulation durch Windräder ließe sich somit nicht ableiten.
faz.net
KOMMENTAR
Die Liberalen verstehen die Welt nicht mehr. Petra Pinzler von „Die Zeit“ findet die Argumentation der Liberalen, Wohlstand auf Autofahren, Fliegen und Fleischessen zu reduzieren, kindisch. Was wohl die vielen in Diktaturen lebenden Menschen denken würden, wenn sie hörten, wie der Freiheitsbegriff auf ein gut gegrilltes Steak und einen Flug nach Malle zusammenschrumpft, fragt Pinzler rhetorisch.
zeit.de
FOTO DER WOCHE
Er gilt als dümmster Fisch der Welt: der Mondfisch. Bei bis zu zwei Tonnen Gewicht verfügen die Knochenfische nur über ein erbsengroßes Gehirn. Eigentlich leben die Tiere im offenen Ozean, in Australien wurde nun ein Exemplar in einer Flussmündung angeschwemmt.

Foto: Linette Grzelak / National Parks South Australia
TIERISCH
Da waren es nur noch Zehn. Der Vaquita Schweinswal, der vor der Küste Mexikos lebt, ist wohl nicht mehr zu retten. Bei der letzten Zählung durch Forscher gab es nur noch zehn Exemplare. Grund für den drastischen Rückgang im Bestand ist vor allem die illegale Fischerei. Experten fordern nun eine permanente Überwachung der Tiere sowie ihres Lebensraums.
nzz.ch
NICHT MEHR GRÜN
Da war was im Busch: Spaziergängerin findet in Hamburger Park ein Nashorn. Eine Spaziergängerin hat beim Gassigehen mit ihrem Hund im Hamburger Staatsforst ein 45 Zentimeter langes Rhinozeros-Horn gefunden, welches eingewickelt in Zeitungspapier und eine Plastiktüte am Wildschutzzaun an der A7 lag. Die Finderin brachte das Horn zur Polizei, wo es derzeit kriminaltechnisch untersucht wird, auch die Fachdienststelle für Artenschutz ermittelt. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen sind Rhinozeros-Hörner streng geschützt. Wie das Horn dort hin gelangen konnte, ist jedoch ein Rätsel. Das Horn könnte aus einem Auto geworfen oder von einem Fußgänger dort abgelegt worden sein. Über die Dimension ihres Fundes, dessen Wert mindestens 250.000 Euro betragen soll, war sich die Spaziergängerin nicht bewusst.
abendblatt.de

KW12: UN-Bericht sieht Planeten vor dem Burnout, Koalition beschließt Klimakabinett, weltweites Abkommen zur Reduzierung von Plastikmüll gescheitert

NACHRICHTEN
UN-Bericht sieht Planeten vor dem Burnout. Der kürzlich veröffentlichte, sechste Welt-Umweltbericht der Vereinten Nationen zeichnet ein düsteres Bild vom Zustand unseres Planeten. „Gesunder Planet, gesunde Menschen“ lautet der Untertitel des Reports und will damit wohl auf sanfte Weise deutlich machen, dass ein drastischer Umschwung nötig wäre, um gesund zu bleiben. Denn dieses Mal richteten die Autoren der Studie ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die gesundheitlichen Folgen der globalen Umweltkrise. Sechs bis sieben Millionen Menschen stürben jedes Jahr vorzeitig durch Luftschadstoffe, heißt es in dem Bericht. Viele Todesfälle gingen zudem auf Krankheitserreger zurück, die in die Umwelt gelangten und Gewässer verseuchten. Zusätzlich warnt der Bericht, dass sich die Lage durch zunehmende Umweltsünderei weiterhin zuspitzen wird. Dabei zeigt die Studie, dass die einzige Alternative eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft wäre, die möglichst wenig oder gar keinen Abfall mehr produziere. Die verheerenden Folgen der Umweltverschmutzung für unsere Gesundheit bestätigt auch eine kürzlich im European Heart Journal veröffentlichte Studie: Feinstaub, Stickoxide, Ozon und Co. verringern die durchschnittliche Lebenserwartung der Europäer um rund zwei Jahre. 800.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr sind die Folge.
deutschlandfunk.de, berliner-zeitung.de
Ziele verfehlt: Kein Ende des Artensterbens in Deutschland in Sicht. Der Zustand der Vogelwelt ist ein wichtiger Indikator für die Biodiversität. Und der sieht in Deutschland nicht gut aus: Zahlen aus bundesweiten Erfassungsprogrammen zeigen, dass die Bundesregierung zunehmend hinter ihren selbst gesteckten Zielen zur Artenvielfalt zurückbleibt, was sich insbesondere in der Vogelwelt bemerkbar macht. So hat sich der Bestandsrückgang bei den Vogelarten seit 1992 deutlich beschleunigt, in ganz Europa leben laut Berechnungen mittlerweile knapp eine halbe Milliarde Vögel weniger als noch vor rund 40 Jahren. Dabei will sich Deutschland bei der UN-Biodiversitätskonferenz in Peking im kommenden Jahr als treibende Kraft für Umwelt- und Naturschutz präsentieren. Die in China getroffenen Vereinbarungen könnten ähnliches Gewicht für die Tier- und Pflanzenwelt haben wie das Pariser Klimaabkommen für den Schutz der Erdatmosphäre. Experten sind sich seit Langem einig, dass die immer monotonere Agrarlandschaft mit zu wenigen unbewirtschafteten Nischen für Vögel und Insekten bei zu viel Chemikalieneinsatz die Hauptursache für den Artenrückgang ist. Beate Jessel, Präsidentin des Umweltbundesamts, plädiert daher  für ein energisches Umsteuern in der Agrarpolitik, sowohl in Deutschland, als auch in der EU.
sueddeutsche.de
Koalition beschließt Klimakabinett. Aus dem ersten Jahrestag der Koalition haben sich die zuständigen Fachminister darauf geeinigt, gemeinsam Regelungen zum Klimaschutz zu erarbeiten. Das im Anschluss an die Tagung veröffentlichte Ergebnispapier besiegelt, dass ein Klimakabinett gebildet werden soll, das die rechtlich verbindliche Umsetzung der Klimaschutzziele für das Jahr 2030 vorbereiten wird. Damit sollen die im Koalitionsvertrag festgelegten Beschlüsse auch umgesetzt werden. Zusammensetzen soll sich das Kabinett aus Ministern für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, Bauen, Landwirtschaft und Finanzen. SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles lobte die Vereinbarungen zum Klimaschutz und scherzte, dass die Beratungen zum Thema Klima bei gutem Klima stattgefunden hätten.
faz.net
Bayern: Wie weiter mit dem Volksbegehren Artenschutz? Anfang dieser Woche kam zum zweiten Mal der runde Tisch zum Thema Artenvielfalt zusammen, den der Bayerische Ministerpräsident Söder nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ einberufen hatte. Bei dem Treffen soll der Streit wischen den Initiatoren des Volksbegehrens und dem Bauernverband geschlichtet werden. Dabei geht es um zwei Forderungen: Einerseits, dass ab 2020 zehn Prozent der Wiesen und Weiden erst nach dem 15. Juni eines jeden Jahres gemäht werden dürfen, um Wildblumen, Kräutern, Bienen und Insekten Zeit und Raum zu geben, sowie dass Grünland nach dem 15. März nicht mehr gewalzt werden darf, um Wiesenbrüter und ihre Nester zu schützen. Viele Landwirte und der Bauernverband empfinden beide Forderungen als zu restriktiv. Das Bundesumweltministerium sieht die Sinnhaftigkeit der Forderungen bestätigt.
sueddeutsche.de
Weltweites Abkommen zur Reduzierung von Plastikmüll gescheitert. Die Hoffnung von Umweltverbänden, der Vermüllung der Weltmeere durch Plastik mit einem weltweiten Abkommen den Kampf anzusagen, hat sich vorerst zerschlagen, denn auf der UN-Umweltkonferenz in Nairobi scheiterte der Versuch, Verhandlungen über verpflichtende Schritte zur Eindämmung des Mülls zu beginnen. Vor allem die USA sollen sich quer gestellt und ein Abkommen blockiert haben. Daher soll nun in der Abschlusssitzung an diesem Freitag über einen Kompromissvorschlag abgestimmt werden. Dieser sieht vor,  dass eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden soll, um sich über mögliche Antworten gegen die Plastikvermüllung zu beraten. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium und Chef der deutschen Delegation in Nairobi zeigte sich jedoch entschlossen, nicht aufzugeben und beim globalen Plastikproblem Druck zu machen. Dieser Druck ist angebracht: Jährlich enden rund 13 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren.
wr.de
Frühreif Greta Thunberg für Friedensnobelpreis nominiert welt.de
Philippinen Schnabelwal mit 40 Kilo Plastik im Magen angespült noz.de
Brasilien Sägen im Amazonas taz.de
Übernahme Shell will Ökostromanbieter Lichtblick kaufen handelsblatt.com
ZAHL DES TAGES
9,9 Prozent beträgt der Anteil der SUVs in Düsseldorf. Die Landeshauptstadt am Rhein ist somit deutschlandweit die Nummer eins in Sachen Geländewagen, es folgen München und Mühlheim an der Ruhr. Auch im ländlichen Bayern ist die SUV-Dichte besonders hoch.
rp-online.de
HINTERGRUND
Frankreich: Warten auf die Ölpest. Nach dem Untergang des Containerschiffs „Grande America“ im Golf von Biskaya vor der Westküste Frankreichs versuchen Einsatzkräfte und Experten, das Schlimmste zu verhindern – mehrere Ölteppiche treiben derzeit auf Frankreichs Atlantikküste zu. Die zuständige Seepräfektur teilte mit, dass man versuche, die Ölteppiche trotz der rauen See einzudämmen.  Derzeit sind mehrere Schiffe vor Ort, um eine Ausbreitung des Öls zu verhindern. Nun droht den Departements Chorente-Maritime und Gironde, in denen sich die Städte La Rochelle und Bordeaux befinden, eine Küstenverschmutzung. Das Schiff, das neben Containern auch über 2000 Fahrzeuge an Bord hatte, war gut 300 Kilometer von der Küste entfernt nach tagelangem Brand gesunken. Das unter italienischer Flagge fahrende Schiff hatte auch Gefahrgut an Bord. Bereits am Samstag kursierten Bilder eines verschmutzten Strandes. Die Seepräfektur konnte am Wochenende jedoch zunächst beruhigen – bei dem braunen Schlick soll es sich um organische Abfälle handeln, und nicht wie befürchtet um Öl.
tagesspiegel.de
Digitalisierung auf dem Acker. Das Berufsbild der Bauern verändert sich aufgrund der Digitalisierung radikal. Auch Berührungsängste scheinen die Landwirte keine zu haben und setzen neue Technologien zahlreich ein, wie der Branchenverband Bitkom bereits mehrfach berichtete. Die Digitalisierung kommt dabei nicht nur dem Menschen, sondern auch der Umwelt zugute. Durch effizientere Abläufe oder Maschinen können Pestizide, Dünger, Wasser und schwere Landmaschinen eingespart werden. Vor allem letztere haben einen großen Einfluss auf die Umwelt, da sie oft dutzende Tonnen schwer sind. In Zukunft könnten beispielsweise kleinere, autonome Maschinen die Felder schonender bearbeiten und der Bodenverdichtung entgegenwirken. Forscher der University of Florida prognostizieren, dass Landwirte in Zukunft vielmehr als Technikversteher und Datenbändiger gesehen werden könnten.
sueddeutsche.de
Teures Versagen: Rechnung für das Verfehlen der Klimaziele. Zum ersten Mal belasten verfehlte Klimaziele die Staatskassen, wie aus dem Kabinettsentwurf des Finanzplans 2019 bis 2023 hervorgeht. Die Bundesregierung rechnet damit, für das Überschreiten der EU-Klimaschutzvorgaben zwischen 2020 und 2022 insgesamt 300 Millionen Euro an andere EU-Mitgliedsländer zahlen zu müssen. An diesen Ausgaben müssen sich alle Ressorts nach einem festgelegten Verteilungssatz beteiligen, wie der Entwurf von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorsieht. Grund für die prognostizierten Zahlungen ist die Tatsache, dass Deutschland seine Einsparziele in den Bereichen Verkehr, Gebäudeenergie und Landwirtschaft nicht erreichen wird. Insgesamt sollen die Emissionen in diesen Bereichen zwischen 2005 und 2020 um 14 Prozent sinken. Bislang sind sie aber nahezu auf dem Niveau von 2005.
tagesspiegel.de
Studie plädiert für langsamen Umstieg auf E-Autos. Laut einer neuen Studie von e-mobil, einer Innovationsagentur des Landes Baden-Württemberg, wäre eine langsamere Umstellung auf Elektroautos verträglicher für Arbeitsplätze in Baden-Württemberg als ein rascher Umstieg. Während eine schnelle Transformation rund 30.800 Jobs kosten könne, sei eine sukzessive Umstellung dank des Wachstums der neuen Komponenten bei der Beibehaltung der Verbrennertechnologie sogar mit der Schaffung von 8900 Arbeitsplätzen verbunden, rechnet die Studie vor. Erst kürzlich kündigten VW und Ford den Abbau Tausender Stellen an, um der Umstellung auf die Elektromobilität in der Produktion gerecht zu werden. IG Metall-Chef Jörg Hofmann mahnte, dass deshalb Hilfen wie beim Kohlausstieg nötig würden. Erst kürzlich kündigte VW-Chef Herbert Diess an, beim Wechsel auf die Elektromobilität auf volle Kraft voraus zu setzen.
spiegel.de
KOMMENTAR
Tiertransporte. Christoph Link von der Stuttgarter Zeitung lobt Bayerns Vorreiterrolle bei der Beschränkung von Tiertransporten. Schlachtviehtransporte in 17 ferne nicht-EU-Länder werden auf Drängen von Amtstierärzten hin verboten. Gleichzeitig mahnt er, dass die Anstrengungen zum Tierwohl nicht an den Landesgrenzen enden sollten.
stuttgarter-zeitung.de
FOTO DER WOCHE

007 unter Strom. Im kommenden Jahr wird James Bond zum 25. Mal ins Kino kommen. Wie „The Guardian“ berichtet, soll es dabei nun klimafreundlicher zugehen als zuvor – der 007-Dienstwagen, ein Aston Martin, wird ein Elektroauto sein. Den Wechsel zum E-Auto soll Regisseur Joji Fukunaga initiiert haben, der als Umweltaktivist gilt. Auch Hauptdarsteller Daniel Craig und die Produzenten tragen nach Insider-Informationen den Wechsel mit.
auto-motor-und-sport.de
PETITION

NICHT MEHR GRÜN
Bäume im Hambacher Forst gefällt. Die Polizei veröffentlichte am Mittwochabend Bilder aus dem Hambacher Forst. Darauf zu sehen sind Waldflächen, auf der nur noch kleine Baumstümpfe stehen. Weitere Polizeifotos zeigen Baumhäuser der Aktivisten, die sich für den Erhalt des Waldes eingesetzt hatten. Laut Polizei passen Abschnittkanten der Stümpfe und Baumstämme zu jenen, die auch in den Baumhäusern verbaut wurden. Allerdings will die Polizei daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen – es gebe keine Zeugen, die bestätigen könnten, dass die Aktivisten die Bäume selbst gefällt haben. Sicher sei laut Polizei jedoch bereits, dass es sich bei den gefällten Bäumen nicht um Arbeiten handelt, die durch oder im Auftrag von RWE durchgeführt wurden. RWE hat bereits Strafanzeige wegen der Fällungen gestellt.
rp-online.de

KW11: UN-Abkommen zur Verringerung des Plastikmülls, Verkehrsminister präsentiert Airbus-Flugtaxi, Ökobilanz der GroKo nach einem Jahr eher mau

NACHRICHTEN
Kommt ein UN-Abkommen zur Verringerung des Plastikmülls? Die Vermüllung der Meere lässt sich nur mit geeigneten, globalen Strategien in den Griff bekommen. Aus diesem Grund treffen sich ab Montag im kenianischen Nairobi Delegationen aus aller Welt zur fünftägigen Uno-Umweltkonferenz. Auch die Bundesregierung ist mit einer über 20-köpfigen Delegation vertreten. Allerdings wird ihr statt Umweltministerin Svenja Schulze ihr Staatssekretär Jochen Flasbarth vorstehen. Bettina Hoffmann, die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, kritisiert Schulzes Fernbleiben von der Konferenz. Einig sind sich Grüne und Umweltministerium jedoch darin, dass die bisherigen Abkommen wie etwa das Aus für Wegwerfprodukte wie Plastikteller und Trinkhalme in der EU nicht ausreichen. Deshalb brauche es weitere Anstrengungen. Die Konferenz in Nairobi könnte richtungsweisend für das Erreichen des Ziels sein, bis 2030 die Zufuhr von Plastik in die Weltmeere zu stoppen. Auch das umstrittene Geo-Engineering als letzte Maßnahme bei einem eskalierenden Klimawandel steht auf der Tagesordnung der Umweltkonferenz.
spiegel.de, sat1.de
Abgehoben: Verkehrsminister präsentiert Airbus-Flugtaxi. Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat am Montag in Ingolstadt seinen City Airbus vorgestellt und damit das Pilotprojekt für Lufttaxis gestartet. Beim City Airbus handelt es sich um ein Lufttaxi für vier Insassen, das Airbus zusammen mit Siemens entwickelt hat. Das Fluggerät wird angetrieben von vier doppelten Mantelpropellern und kann senkrecht starten und landen. Für das Urban Air Mobility-Projekt der Europäischen Union wurde der Luftraum über Ingolstadt daher zur Testregion für Flugtaxis erklärt. Passagiere sollen mit Lufttaxis oder Taxidrohnen kürzere oder mittlere Strecken in der Stadt zurücklegen. Verkehrsminister Andreas Scheuer hat angekündigt, schnell rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Lufttaxis in Deutschland schaffen zu wollen. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband hält Flugtaxis jedoch noch über Jahrzehnte für unrealisierbar und sieht darin auch nur ein Beförderungsmittel für Reiche. Airbus-Sprecher Gregor von Kursell vermutet, dass es frühestens Mitte des kommenden Jahrzehnts europäische Vorschriften für den Gebrauch geben könnte.
rp-online.de
Greenpeace-Studie: Verfehlung der Klimaziele im Verkehr kostet Milliarden. Laut einer Studie des Kölner New Climate Institute im Auftrag von Greenpeace könnte das Verfehlen der vorgenommenen Klimaziele im Verkehr den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Sollten die  verbindlichen Klimaschutzziele in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft nicht eingehalten werden, könnten Kosten in Höhe von bis zu 36 Milliarden Euro entstehen. Denn falls Klimaziele nicht erreicht werden, ist Deutschland vertraglich verpflichtet, Verschmutzungsrechte bei anderen europäischen Staaten zu kaufen. Umweltministerin Svenja Schulze mahnt deshalb, zuhause CO2 einzusparen. Sie will ihre Ressortkollegen zu ambitionierterem Klimaschutz bringen. Dazu sollen die Ressorts Verkehr, Innen, Wirtschaft und Landwirtschaft im Klimaschutzgesetz eigene Wege zu mehr Treibhausgas-Einsparungen benennen. Die Union übt scharfe Kritik an diesem Vorgehen.
tagesschau.de, solarify.eu
Ökobilanz der GroKo nach einem Jahr eher mau. Am 14. März 2019 ist die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD ein Jahr im Amt. In Sachen Umweltschutz hat sich in der Großen Koalition allerdings wenig getan, wie die Deutsche Umwelthilfe findet. Die DUH kritisiert die Koalition für ihr mangelndes Langfristdenken und attestiert ein Feststecken in einem rückwärtsgewandten Kurs. Im Sinne der „Industrieinteressen von gestern“ würden die Interessen und der Schutz der Verbraucher ignoriert und der Natur- und Klimaschutz geopfert. Derweil fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mehr Engagement für den Tierschutz. Die Organisation kritisiert die Ministerin unter anderem für die Tolerierung der betäubungslosen Ferkelkastration. Zudem fordert sie mehr Einsatz für eine europäische Agrarreform zur Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft.
presseportal.de, n-tv.de
Scientists For Future Wissenschaftler unterstützen Klimastreik der Schüler kn-online.de
Wende im Dieselstreit Lungenärzte fordern strengere Grenzwerte welt.de
Fukushima Bilanz nach acht Jahren tagesschau.de
Giftige Beerchen Gift in Öko-Erdbeeren taz.de
ZAHL DES TAGES
50.000 Euro „Belohnungsgeld“ schlägt Verena Braunschweiger, Gymnasiallehrerin und Autorin des Buches „Kinderfrei statt Kinderlos“ für jede Frau über 50 Jahre vor, die kein Kind hat. Die promovierte Germanistin will so gegen die neokonservative Revolution ankämpfen und gleichzeitig auf den Einfluss des Kinderkriegens auf das Klima sowie die zukünftige Rolle der Kinder in einer Welt aus dem Gleichgewicht aufmerksam machen.
welt.de
ZITAT
„Wenn wir die CO2-Emissionen in den kommenden Jahren nicht signifikant senken, schreitet die Erderwärmung unkontrolliert voran, mit verheerenden Folgen. Darum bekennen wir uns voll und ganz zu dem Ziel, die Erderwärmung bis 2050 auf unter zwei Grad zu begrenzen.“
Ausgerechnet VW-Chef Herbert Diess bekannt sich am Dienstag im VW-Werk Wolfsburg zum Umweltschutz und stellte die neue Öko-Strategie des Autokonzerns vor.
welt.de
TIPP

Petition zum Artenschutz. Die Petition der Biodversity Foundation will sich dafür einsetzen, den Schutz der Biodiversität ins Grundgesetz aufzunehmen. Dafür soll in Artikel 91a des GG als dritte Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern die Verbesserung des Biodiversitäts-Schutzes sowie die Sicherstellung der Ökosystemleistungen festgeschrieben werden.
openpetition.de
HINTERGRUND
Fraunhofer Studie: Mehr Verkehr durch autonomes Fahren. Die Hoffnung auf weniger Staus durch autonome Fahrzeuge könnte ein Wunschtraum bleiben. Denn wie eine neue Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe zeigt, fällt die positive Klimawirkung von autonomen Fahrzeugen relativ gering aus. Der CO2-Ausstoß im Sektor Verkehr würde durch Vernetzung und Automatisierung bis 2050 gegenüber einem Fall ohne diese neuen Technologien nur um 7,6 Prozent sinken. Zudem entsteht die Gefahr, dass sich Verkehr von Bussen und Bahnen durch die Vorteile der Automatisierung, etwa die wegfallende Parkplatzsuche, hin zum Auto verlagert. Bis zum komplett autonomen Fahren für jedermann wird es allerdings noch ein weiter Weg sein.
fr.de
Menschenrechtsverletzungen in Naturschutzgebieten: WWF läßt Vorwürfe prüfen. Dem WWF wird vorgeworfen, die Augen vor Menschenrechtsverletzungen in Projektgebieten zu verschließen. Der Vorstand der Naturschutzorganisation, Christoph Heinrich, nimmt Stellung und betont, dass die Achtung der Menschenrechte oberste Priorität habe. Man sei von den Anschuldigungen sehr betroffen und habe externe Menschenrechtsexperten eingebunden, um eine umfassende Untersuchung einzuleiten. Der WWF Deutschland hat entschieden, sein Engagement insgesamt unter Menschenrechtsaspekten von externen Fachleuten analysieren zu lassen. Dafür konnte man den ehemaligen Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning, gewinnen.
zeit.de
Europäische Piratenfischer plündern Afrikas Meere. Die EU fördert die nachhaltige Fischerei in Senegal – mit 2,5 Millionen Euro im Jahr. Im Gegenzug dafür bekommen europäische Industrieschiffe umfängliche Fangrechte eingeräumt. Diese fangen jedoch in einer Woche soviel Fisch wie die senegalesischen Fischer in einem Jahr und werden ihnen somit zunehmend zum Verhängnis. Nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen sind die Meere nahezu leergefischt. Weil es in den EU-Gewässern längst nichts mehr zu holen gibt, sollen Abkommen mit afrikanischen Staaten den Appetit der Europäer befriedigen. Eines dieser Abkommen endet dieses Jahr und wird neu verhandelt werden müssen. In Sorge um ihre Existenz demonstrierten senegalesische Fischer kürzlich für mehr Schutz vor der ausländischen Konkurrenz. Um zu verhindern, dass die europäischen Schiffe den senegalesischen Fischern die Lebensgrundlage nehmen, bedürfte es strenger Kontrollen.
sueddeutsche.de
Thailands grüne Tankstellen: Der Konzern Bangchak, einer von Thailands größten Petroleumproduzenten, will ein smartes Stromnetz für den Betrieb seiner Tankstellen testen. Mithilfe von Batteriespeichern soll der Stromverbrauch gesenkt werden, gleichzeitig soll der horrenden Luftverschmutzung in der thailändischen Hauptstadt Bangkok der Kampf angesagt werden. So sollen Stromverbrauch und Abgase mithilfe eines blockchainbasierten Stromverteilers optimiert werden. Hierfür hat Bangchak nun die Photovoltaik-Anlagen einer seiner Tankstellen in Bangkok mit einem in der Nähe gelegenen Einkaufszentrum verbunden. Batterien sollen den Sonnenstrom speichern, um diesen mithilfe der Blockchain-Plattform auf beide Gebäude zu verteilen. Bewährt sich der Pilotversuch in Bangkok, könnte das System anschließend auch im landesweiten Netz der Bangchak-Tankstellen zum Einsatz kommen.
btc-echo.de
KOMMENTAR
Am Ziel vorbeigeflogen. Svenja Bergt, Faz-Autorin für Wirtschaft und Umwelt, kritisiert die Prioritätensetzung von Verkehrsminister Andreas Scheuer. Statt sich dringenderen Fragen zu widmen, setzt Scheuer laut Bergt ein Pressewirksames Flugtaxi-Programm auf. Dabei lasse die Bundesregierung eine konsequente Förderung von nachhaltiger Mobilität vermissen. Feinstaubbelastung, Funklöcher auf dem Land – aber Hauptsache, Flugtaxis.
taz.de
FOTO DER WOCHE

Der Geist des Waldes. Luchs in Herne gesichtet.
Foto: Polizei Bochum.
TIERISCH
Wurm mit nachwachsendem Kopf. Forscher haben Meereswürmer entdeckt, die ihren Kopf vollständig regenerieren können. Dem Schnurwurm (Tubulanus sexlineatus) wächst der Kopf nach, wenn er abgetrennt wird. Die Entdeckung widerlegt die gängigen Thesen zum evolutionären Ursprung solcher Regenerationsfähigkeiten, die als wesentlich älter als 15 Millionen Jahre eingeschätzt wurden.
scinexx.de
NICHT MEHR GRÜN
Grüne Eisberge. Die meisten Eisberge sind weiß oder blau. Nur gelegentlich werden auch seltenere Eisbergexemplare im Südpolarmeer gesichtet, wie der Grüne Eisberg, der Forschern Rätsel aufgab. Das Mysterium um den ungewöhnlich gefärbten Eisberg konnte nun jedoch gelöst werden. Nachdem australische Wissenschaftler große Mengen an Eisenstaub im ostantarktischen Amery-Eisschild bemerkt hatten, kommen Eisenoxide als Ursprung der grünlichen Färbung in Frage. Diese beeinflussen die Brechung des Lichts und somit dessen Farbe. Eisen ist in großen Teilen der Ozeane Mangelware, und wo es über Wüstenstaub oder Eisberge eingetragen wird, blüht das Leben auf.
spektrum.de

KW10: UN warnt vor unterschätzten Umweltgefahren, Kampfansage an den Plastikmüll, Umweltministerin will den Wölfen ans Fell

NACHRICHTEN
UN warnt vor unterschätzten Umweltgefahren. Die Umweltbehörde Unep der Vereinten Nationen legte ihren jährlichen Frontiers-Report für das Jahr 2018/2019 vor. Mit den Frontiers-Reporten nehmen die Umweltschützer der Uno regelmäßig Risiken in den Blick, die ihrer Meinung nach gerade erst sichtbar geworden sind, aber noch nicht breit diskutiert werden. Auch dieses Jahr hat die Behörde wieder jede Menge zu berichten. Allein die Zahlen über die menschlichen Eingriffe in die Natur sind erschreckend – laut Unep-Generalsekretärin Joyce Msuya hätten Menschen innerhalb weniger Jahrzehnte 75 Prozent der Erdoberfläche verändert, 93 Prozent aller Flussläufe umgebaut und die globalen Temperaturen 170-mal schneller als normal steigen lassen. Im aktuellen Bericht verweisen die Experten auf den Siegeszug der synthetischen Biologie, der ethische Fragen aufwirft und die Gefahr von Terrorangriffen auf Ernten oder die Herstellung von Biowaffen berge, die Zerschneidung von Lebensräumen durch Infrastrukturprojekte, das Auftauen des Permafrosts, wodurch große Mengen Methan in die Atmosphäre gelangen könnten, sowie Maßnahmen zum Klimaschutz, die langfristig eher schaden als nutzen.
spiegel.de
Verpackungsgipfel: Kampfansage an den Plastikmüll. Rund drei Viertel des jährlichen Plastikmülls entsteht durch Verpackungen. Dem will Umweltministerin Svenja Schulze nun Mithilfe von freiwilligen Vereinbarungen den Kampf ansagen. Bis zum Herbst sollen mit Handelsketten und Herstellern konkrete und freiwillige Vereinbarungen für weniger Verpackungen getroffen werden. Statt Plastik-Verpackungen bei Obst und Gemüse sollen Mehrwegnetze, wiederverwendbare Verpackungen sowie Mehrwegflaschen und Nachfüllbeutel verwendet werden. Schulze erwarte nun, dass Hersteller „sich dazu verpflichten, diese Alternativen flächendeckend einzusetzen“. Der Einzelhandelsverband HDE signalisierte seine Unterstützung, mahnte jedoch, die Reduzierung dürfe nicht zu mehr Lebensmittelabfällen führen. Kritik an Schulzes Plänen kommt von den Grünen und Linken. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter stört die fehlende Verbindlichkeit ebenso wie Abgeordnete der Linksfraktion. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hält gesetzliche Vorschriften für unentbehrlich.
zdf.de
EU Kommission denkt über radikale Verkehrswende nach. Der Verkehrssektor hat bislang nichts zum Klimaschutz beigetragen, tatsächlich wuchs sein CO2-Ausstoß sogar. Die vereinbarten Klimaziele rücken somit in weite Ferne. Daher hat sich die EU-Kommission den Verkehrssektor genauer angesehen und kommt zu dem Entschluss, dass eine radikale Wende von Nöten ist, um die CO2-Ausstöße langfristig zu verringern. Denn auf Basis der jetzigen Politik würde die EU bis 2050 nur 60 Prozent der Treibhausgase vermeiden. Um in Reichweite der Klimaneutralität zu kommen, müssten die Europäer in 30 Jahren jedoch mindestens 80 Prozent der Treibhausgase vermeiden. Um Klimaneutralität zu erreichen, müssten Elektro- und Brennstoffzellenautos in  rund 30 Jahren einen Marktanteil von 96 Prozent erreichen. Doch eine solche Verkehrswende wäre nicht ohne Konsequenzen: Die EU müsste nach Berechnungen der Kommission 150 Prozent mehr Strom produzieren, um den entstehenden Energiebedarf zu decken.
bizz-energy.com
Umweltministerin will den Wölfen ans Fell. Umweltministerin Svenja Schulze will eine Änderung des Naturschutzgesetzes auf den Weg bringen, nach der künftig ein Wolf auch dann abgeschossen werden darf, wenn er „ernste landwirtschaftliche Schäden“ verursacht hat. Die bisherige Auslegung der Gerichte war, dass ein Abschuss nur dann gerechtfertigt ist, wenn Leib und Leben durch den Wolf bedroht sind. Schulze will so Rechtsklarheit für Schafshalter schaffen. Die „Lex Wolf“ soll außerdem verbieten, dass Wölfe gefüttert werden. Schulze begründet ihre Pläne damit, dass Deutschland ein dicht besiedeltes Land sei. Das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf müsse klarer organisiert werden.
bild.de
Kommt die EU-Kerosinsteuer? Belgien fordert in einem Schreiben an die EU-Länder, dass die Besteuerung von umweltfreundlichen Transportmitteln wie der Bahn im Vergleich zu Flugreisen gerechter besteuert werden solle und stellt sich damit auf eine Linie mit den Niederlanden, die ebenfalls eine höhere Besteuerung von Flugtickets forderten. Dazu soll nun bei einem Treffen der EU-Umweltminister am 5. März die EU-Flugsteuer auf die Tagesordnung gebracht werden. Mithilfe von finanzieller Abschreckung soll so die Klimaerwärmung effektiver bekämpft werden. Die Pläne gab der wallonische Umweltminister Jean-Luc Crucke am Samstag bekannt. Die Niederlande hatten bei einem EU-Finanzministertreffen am 12. Februar bereits eine ähnliche Idee aufgebracht.
spiegel.de
Attac und DUH Unbequemen NGOs droht Entzug der Gemeinnützigkeit handelsblatt.com
Muss ohne Biosiegel auskommen Halal-Fleisch augsburger-allgemeine.de
Ökostrom Gratis aus dem Möbelhaus bild.de
Elektromobilität Zweite Chance für die Akkus zeit.de
ZAHL DES TAGES
Rund 100 Milliarden Euro Gesundheitskosten fallen jährlich durch verkehrsbedingte Schadstoffe an, wie aus einer Studie der Umweltorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hervorgeht. Demnach zählen Stuttgart, Köln und Berlin durch den hohen Dieselmotorenanteil zu den am stärksten belasteten Städten weltweit.
sueddeutsche.de
ZITAT
„Die Rede von ökologisch motiviertem Verzicht klingt zynisch, wenn man ohnehin schon wenig Spielraum hat. Leider erkennen nur wenige, dass eine soziale Umverteilungspolitik, die bewusst die gesellschaftliche Mitte stärkt, zugleich helfen würde, ökologische Ziele zu erreichen.“
Caritas-Vorständin Eva Welskop-Deffaa warnt die Umweltbewegung davor, vor dem Zusammenspiel von wirtschaftlicher Teilhabe und der Fähigkeit zur Teilnahme am Umweltschutz die Augen zu verschließen.
sueddeutsche.de
HINTERGRUND
Klima: Die Gretchenfrage. Dass mit der 22-jährigen Luisa Neubauer gerade eine junge Frau zum neuen Gesicht der deutschen Schülerbewegung gegen die Umweltverschmutzung wird, überrascht nicht. Hannah Schmid-Petri, Professorin für Wissenschaftskommunikation an der Universität Passau, hat die Kommunikation von verschiedenen Akteuren über den Klimawandel und den Bedarf einer Bewegung nach einer Identifikationsfigur untersucht. Viele ziehen mit der 22-jährigen Luisa Neubauer, die im Januar den ersten zentralen Schulstreik für Klimaschutz in Berlin organisierte, zu dem fast 10.000 Schülerinnen und Studierende kamen, schnell Parallelen zur Klima-Ikone Greta Thunberg. Doch Luisa ist von Anfang an keine Einzelkämpferin. Durch ihr starkes Engagement wurde sie bekannt in der Klimaschutzszene. Sie organisierte den Protest für mehr Klimaschutz zusammen mit Organisationen, Verbänden und anderen Akteuren. Denn im Alter von 22 die Uni zu schwänzen, hat nicht den wirklichen Greta-Effekt.
zeit.de
Landgrabbing mitten in Europa: Kleinbauern verlieren ihre Äcker. Kleinbauern in Europa wird der Kragen immer enger geschnürt, denn der Konkurrenzkampf mit Großunternehmen, Hedgefonds und Versicherungskonzernen um Land und Grundstücke geht selten zum Vorteil der kleinen Bauern aus. Vor allem die Rumänische Landwirtschaft steht symptomatisch für eine Entwicklung, die ganz Europa betrifft. Dort kontrollieren nur 0,5 Prozent der Landnutzer die Hälfte aller Ackerflächen. In der gesamten EU sind es drei Prozent. Marktgiganten haben im Osten Europas meist das Sagen und machen aus belebten Dörfern mit ihrer Infrastruktur und ihren Arbeitsplätzen eintönige Monopoly-Felder. Landgrabbing nennt man es, wenn Konzerne oder Investoren den Kleinbauern das Leben schwer machen. Doch Dörfer und Landschaften veröden ohne Kleinbauern. Von Oben ist auch selten auf Hilfe zu hoffen – die gemeinsame Agrarpolitik der EU fördert mit ihren Subventionen vorzugsweise die Großunternehmen.
spektrum.de
Windkraft: Umleitung für Zugvögel. Der Windenergie-Boom hält weltweit ungebrochen an. Doch die Erzeugung von Strom aus Windkraft schafft auch zunehmend Probleme mit dem Umweltschutz. Vor allem Engstellen wie die Grenzregion zwischen Europa und Afrika versprechen durch konstante Winde ein großes Potential für die Windkraft und werden entsprechend mit Windkraftanlagen bebaut. Diese werden jedoch gleichzeitig zum Problem für Millionen von Zugvögeln. Davor warnt ein internationales Forscherteam um die Ökologin Ana Teresa Marques von der Universität Lissabon im Journal of Animal Ecology. Aus vielen Zehntausenden GPS-Einzeldaten von GPS-Sendern auf dem Rücken von Schwarzmilanen wurde deutlich, dass bis zu 700 Meter von den Anlagen entfernt weniger Vögel unterwegs sind. Die Vögel mieden die Windräder großräumig selbst dann, wenn sie in ihrer Nähe eigentlich die besten Bedingungen zum mühelosen Gleiten gehabt hätten. Kluge Planung könnte die Auswirkungen auf die Vögel jedoch deutlich verringern.
sueddeutsche.de
FOTO DER WOCHE

Foto: Yuri Smityuk/TASS
Lebenslänglich: Knast für Wale. In der Srednyaya-Bucht Nahe der russischen Stadt Vladivostok, im ostasiatischen Teil Sibiriens, halten vier russische Unternehmen bis zu einhundert Wale unter völlig ungeeigneten Bedingungen auf kleinstem Raum auf. Die Wale und Orkas sollen vermutlich von dort an chinesische Unterhaltungspark weiterverkauft werden. Die Russischen Zollbehörden haben die Haltung der Tiere in der Bucht inzwischen offiziell bestätigt und Ermittlungen gegen die Unternehmen eingeleitet. In Russland regte sich seit Längerem Protest von Tierschützern, die eine Freilassung der Wale fordern. Ein einziger Wal wird auf dem Schwarzmarkt für über fünf Millionen Euro verkauft.
dailymail.co.uk
TIPP

TIERISCH
Toter Wal im Regenwald. Die Entdeckung eines toten Buckelwals auf einer Insel im brasilianischen Amazonasdelta gibt Biologen Rätsel auf. Wie das acht Meter lange Tier dort hingelangte, ist unklar. Mehrere Biologen von Bicho D’Água reisten auf die Insel, um den Vorfall zu untersuchen. Bicho D’Água mutmaßte auf Twitter, die für die Region typischen Schwankungen des Meeresspiegels mit hohen Wellen könnten den ein Jahr alten Buckelwal auf die Insel gespült haben.
morgenpost.de
NICHT MEHR GRÜN
Tödliche Luftballons. Es wird geschätzt, dass rund 250.000 Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren treiben. Dass dies für Seevögel zum Verhängnis werden kann, liegt auf der Hand. Dennoch gibt es noch verhältnismäßig wenige Studien zu diesem Thema. Eine australische Forschergruppe hat die Zusammenhänge nun klarer beleuchtet und kam zu dem Ergebnis, dass Plastik umso gefährlicher für Seevögel wird, je weicher er ist. Das heißt konkret, dass vor allem Luftballons zur tödlichen Gefahr für Seevögel werden. Die Forscher hatten für die Studie 1733 tote Seevögel seziert, die rund um Australien und Neuseeland gefunden wurden.
spiegel.de

KW9: Union not amused über Klimaschutzgesetz, Klöckners Plan gegen Lebensmittelverschwendung, Wirtschaftswisssenschaftler fordern CO2-Steuer

NACHRICHTEN
Klimaschutzgesetz: Union not amused. Der von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegte Entwurf zum ersten deutschen Klimaschutzgesetz sorgte für Streit in der Koalition. Beim Koalitionsgipfel in der vergangenen Woche drängte die CDU/CSU auf eine Verschiebung. Frau Schulze ließ sich davon nicht beirren und gab den Entwurf trotz des Widerstandes zur Abstimmung innerhalb der Regierung. Schulzes Pläne sehen vor, dass für alle Bereiche der Wirtschaft wie Verkehr, Industrie und Landwirtschaft feste Klimaziele festgelegt werden sollen. Konkret sollen die klimaschädlichen Emissionen in Deutschland bis 2050 um mindestens 95 Prozent unter den Wert von 1990 fallen. Sollten sich die Klimaziele im Nachhinein als zu lasch herausstellen, können sie nach oben hin abgeändert werden, eine Korrektur nach unten ist jedoch ausgeschlossen. Die Verantwortung der Einhaltung der Klimaziele obliegt den jeweiligen Ministerien. Sollten Ziele nicht erreicht werden, drohen Bußgelder. Auch müsste der Bund in dem Fall überschüssige Emissionszertifikate anderer EU-Staaten aufkaufen. Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, sicherte Schulze die volle Unterstützung ihrer Partei zu. Christiane Averbeck, Chefin der Klima-Allianz Deutschland, mahnt, dass das Gesetz vor dem Hintergrund des Klimawandels noch drastischer ausfallen müsste.
sueddeutsche.de
Klöckners Plan gegen Lebensmittelverschwendung. Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen. Dem will Ernährungsministerin Julia Klöckner nun mithilfe intelligenter Produktverpackungen den Kampf ansagen. Diese sollen im Rahmen von Klöckners Nationaler Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung mit mehreren Millionen Euro gefördert werden. Die Verpackungen könnten beispielsweise anhand eines Farbverlaufs darauf aufmerksam machen, wie lange ein Produkt noch haltbar ist. Die Strategie sieht vor, konkrete Maßnahmen auf freiwilliger Basis zu erarbeiten. Dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland ist die fehlende Verbindlichkeit jedoch ein Dorn im Auge. Der Bund fordert, ein solches Gesetz für die gesamte Produktions- und Lieferkette verbindlich zu machen.
faz.net
ÖDP als Retter der Bienen. Die Ökologisch-Demokratische Partei Bayerns holt stets so wenige Stimmen, dass es nicht mal für einen eigenen Balken im Wahldiagramm reicht. Und doch schafft die kleine Partei genau das, was selbst den etablierten Parteien oft vorbehalten bleibt – die ÖDP schafft es immer wieder, der CSU ein Schnippchen zu schlagen. Im Jahr 1998 erzwang die ÖDP einen Volksentscheid zur Abschaffung des bayerischen Senats, 2010 setzte die ÖDP ein radikales Nichtraucherschutzgesetz gegen den Willen der CSU per Volksentscheid durch, und nun gelang es der ÖDP, das Bienen-Volksbegehren für mehr Artenschutz mit rund 1,7 Millionen Unterschriften durchzusetzen. Agnes Becker, Beauftragte des Volksbegehrens und Stellvertretende Vorsitzende der ÖDP Bayern, sagt, man habe damit sprichwörtlich in ein Wespennest gestochen. Doch auch wenn es der ÖDP mittlerweile gelungen ist, die Bienen zu retten, führen die Erfolge selten zu entsprechenden Wahlergebnissen. Bernhard Kuttner, der 1980 von den Grünen zur konservativeren ÖDP gewechselt ist, ärgert sich, dass viele grüne Wähler nicht den Mut hätten, ÖDP zu wählen.
sueddeutsche.de
Wirtschaftswisssenschaftler fordern CO2-Steuer. Der früheren US-Notenbankchefin Janet Yellen ist es gelungen, über 3333 internationale Ökonomen für ihre Iniative zu gewinnen, die eine CO2-Steuer als wirksamstes und direktestes Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels bewirbt. Yellen, die sich als Beraterin der amerikanischen NGO Climate Leadership Council für den Kampf gegen den Klimawandel engagiert, ist sich bewusst, dass einer CO2-Steuer oft der Aspekt der Wirtschaftlichkeit entgegen gehalten wird. Doch Yellen ist überzeugt, dass eine CO2-Steuer die wirksamste sofortige Maßnahme ist, da Unternehmen so stärker zur Verantwortung gezogen werden. Wenn die Steuer auf alle kohlenstoffintensiven Waren oder Dienstleistungen erhoben würde, stiegen zwar die Strom- und Transportkosten, doch würde eine Umverteilung der Einnahmen durch die CO2-Steuer auf Verbraucher vor allem die ärmsten Haushalte entlasten. Das größte Hindernis in der Umsetzung von Yellens Plänen dürfte wohl die skeptische Haltung des US-Präsidenten zum Klimawandel sein. 
handelszeitung.ch
Sehr lange Leitung Verlauf der Südlink-Stromtrasse bekannt gegeben tagesschau.de
Hype auf Kakteen Stacheliges Schmuggelgut sueddeutsche.de
Kanada Klima-Steuer eingeführt heise.de
Große Laster EU legt CO2-Grenzwerte für LKW fest tagesspiegel.de
Klimawandel Rechts wird’s düster weser-kurier.de
ZAHL DES TAGES
Rund 2,46 Millionen Kunden nutzten 2018 Carsharing-Dienste, wie der Carshahring-Verband BCS mitteilte. Demnach konnten sich die großen Anbieter im vergangenen Jahr über einen Kundenzuwachs in Höhe von rund 17 Prozent freuen.
zeit.de
ZITAT
„Das heißt, dass in jedem Fall bis zum Herbst 2020 nicht gerodet wird.“
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet wünscht sich einen Erhalt des Hambacher Forsts über 2020 hinaus. Der Wald ist von der Rodung durch den Energieriesen RWE bedroht.
de.reuters.com
TIPP

HINTERGRUND
Zu viel Salz in der Suppe: Gift in Abwasser von Entsalzungsanlagen unterschätzt. Ohne die Entsalzung von Meerwasser wird die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung künftig unmöglich sein. Doch gerade diese Entsalzungsanlagen führen mehr toxische Abwässer zurück in die Meere, die sie eigentlich als nutzbares Wasser aufbereiten sollten. Die Abwässer der Anlagen enthalten Salze in hohen Konzentrationen und oft Reste giftiger Chemikalien, mit denen in den Anlagen zum Beispiel Algen und Bakterien bekämpft werden. Der Bericht eines internationalen Forscherteams in dem Magazin Science of the Total Environment kommt nun zu dem Ergebnis, dass diese Mengen bisher drastisch unterschätzt wurden. Demnach strömen aus knapp 16 000 Anlagen jährlich mehr als 50 Milliarden Kubikmeter Sole, anderthalbmal so viel wie gedacht. Bisherige Schätzungen, dass pro Liter Meerwasser ein Liter Abwasser entsteht, sind demnach falsch. Die Autoren der Studie vermuten, dass der größte Teil der Sole, etwa 80 Prozent, ins Meer geleitet wird und warnen vor den Folgen für die Flora- und Fauna in den Meeren.
sueddeutsche.de
Umweltbundesamt drängt auf höhere Umweltstandards im Bergbau. Das Umweltbundesamt fordert strengere Umweltstandards für den Rohstoff-Abbau im globalen Süden. Nach den Forderungen des WWF drängt nun auch das Umweltbundesamt darauf, auch in Entwicklungsländern für höhere Umweltstandards beim Abbau von Rohstoffen zu achten. Die Standards vor Ort betreffen uns nämlich auch in Deutschland direkt, schließlich gilt Deutschland als Großimporteur von Rohstoffen. Das Bundesamt fordert, Deutschland solle zusammen mit der Europäischen Union auf international verbindliche Umwelt- und Sicherheitsstandards entlang der Lieferkette vom Bergwerk bis zur Aufbereitung der Rohstoffe drängen. Sonst könne nicht sichergestellt werden, dass Deutschland seinen Rohstoffbedarf künftig aus ökologisch unbedenklichen Quellen decken kann.
fr.de
Dunkle Geschäfte mit Steuergeld. Die Regierungen der deutschen Bundesländer nehmen es mit der Anlage ihrer Steuergelder scheinbar nicht so genau. Laut einer exklusiven Correctiv-Recherche werden Beamtenpensionen in in korrupten und klimaschädlichen Firmen angelegt. Diese Praxis scheint weit verbreitet: Sieben von 16 Bundesländern investieren ihr Geld in fragwürdige Konzerne. Neben ethisch fragwürdigen Anleihen von Folterstaaten wie Aserbaidschan wird auch in Zigarettenfirmen wie Philipp Morris oder Imperial Tobacco investiert. Auch der brasilianische Konzern Petrobras, der eine Ölpest vor der Küste Rio de Janeiros zu verantworten hat und in einen Bestechungsskandal verwickelt ist findet sich genau so auf der Liste wie der Bergbau-Riese Rio Tinto.
correctiv.org
KOMMENTAR
Absurde Agrarpolitik. Josef Reicholf kritisiert in der Welt eine absurde Agrarpolitik, die Bauern dafür entschädigt, dass sie weniger Schaden anrichten. Der Evolutionsbiologe befürchtet, dass die EU-Agrarpolitik zusammenbrechen muss, bevor sie überhaupt reformiert werden kann.
welt.de
FOTO DER WOCHE

© Clay Bolt / claybolt.com
Dicker Brummer. Die Wallaces Riesenbiene (Megachile pluto) im Vergleich zu einer normalen Honigbiene.
scinexx.de
TIERISCH
Galapagos-Schildkröte wieder aufgetaucht. Sie ist wieder da: Auf der Galápagos-Insel Fernandina ist eine ausgestorben geglaubte Schildkröte gefunden worden. So wurde ein Weibchen der Unterart Chelonoidis nigra phantasticus entdeckt. Das letzte Mal, dass diese Art auf der Insel nachgewiesen werden konnte, war im Jahr 1906.
rundschau-online.de
NICHT MEHR GRÜN
Eimer mit strahlendem Uran in Ausstellungsraum gefunden: Da strahlten die Museumsbesucher nicht schlecht – in einem Museum am Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona wurde Uranerz gefunden, das in Farbeimern im Ausstellungsraum stand. Aufmerksam geworden ist darauf ein Jugendlicher, der zufällig einen Geigerzähler zur Hand hatte. Allerdings sei wenige Tage nach der Entdeckung der Inhalt der Eimer in eine alte Uranium-Mine in der Nähe gekippt worden, die Eimer selbst aber wieder ins Museum zurück gebracht. Die im Gebäude gemessenen Strahlungsdosen sollen mittlerweile wieder normal sein, nachdem die Eimer dort fast 20 Jahre standen.
heise.de

KW8: Auf Eis gelegt – Klimaschutzgesetz verschoben, kommt das Gesetz zur Bienenrettung?, Lungenarzt mit Rechenschwäche

NACHRICHTEN
Auf Eis gelegt: Klimaschutzgesetz verschoben. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat sich vorgenommen, aus vagen Absichtserklärungen zum Klimaschutz konkrete Pflichten und Ziele zu machen. Schulze will mit dem Klimaschutzgesetz eines der zentralen Vorhaben der SPD in dieser Legislaturperiode umsetzen, auch sieht der Koalitionsvertrag eine Verabschiedung des Gesetzes in diesem Jahr vor. Doch genau von dort kommt nun Widerstand. CDU und CSU gehen die Pläne von Umweltministerin Svenja Schulze zu weit, das von Schulze anvisierte Gesetz wolle man auf keinen Fall mittragen. Pauschale Einsparungsziele in allen Resorts seien nicht zielführend, kritisiert Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein. Die Menschen sollen mit Anreizen bewegt werden, nicht mit Zwang, so Nüßlein. Auch Schulzes Vorschlag einer CO2-Steuer weist Nüßlein entschieden zurück. Eine solche Steuer gehe auf Kosten von Geringverdienern sowie des ländlichen Raums. Die SPD um Schulze gibt sich dennoch entschlossen, das Gesetz im Umweltministerium vorantreiben zu wollen. Man arbeite an einem Referentenentwurf, der dann in die Ressortabstimmung gegeben werden könne. Ursprünglich sollte das Klimaschutzgesetz bereits im Februar auf den Weg gegeben werden.
handelsblatt.com
Kommt das Gesetz zur Bienenrettung? Schulze will Insekten Schutz durch ein eigenes Gesetz bieten und reagiert damit auch auf die Forderungen des bayrischen Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Durch Änderungen im Naturschutzrecht, Pflanzenschutzrecht, Düngerecht sowie dem Wasserrecht will die Bundesregierung mit den Plänen dem Insektensterben den Kampf ansagen. Darüber hinaus schlägt die Umweltministerin vor, den Insektenschutz und die dazu gehörige Forschung mit 100 Millionen Euro jährlich zu unterstützen. Das Programm muss jedoch mit dem CDU-geführten Agrarministerium abgestimmt werden, das zum Beispiel für den Ausstieg aus dem Unkrautgift Glyphosat und die Regeln fürs Düngen auf den Feldern zuständig ist. Auch hier könnte es zu Unstimmigkeiten zwischen den Koalitionspartnern kommen.
tagesschau.de
Lungenarzt mit Rechenschwäche. Professor Dieter Köhler gab sich in einem ZDF-Interview empört über die „Unsachlichkeit“ in der Debatte über Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid und wirft seinen Kollegen Manipulation der Daten vor. Dass Köhler selber es jedoch nicht so genau mit der Wissenschaftlichkeit zu nehmen scheint, ist für ihn wohl eher zweitrangig. Denn zum Thema der Schädlichkeit von Luftschadstoffen hat Köhler nie selbst wissenschaftlich publiziert. Auch unterstützen nur 112 von 3.800 angefragten Mitgliedern der Pneumologie-Gesellschaft seine These, dass die Grenzwerte zu niedrig angesetzt seien. Verkehrsminister Andreas Scheuer ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Ein zentrales Argument in Köhlers Papier ist der Vergleich der Atemluft in Innenstädten mit dem Schadstoffgehalt von Zigarettenrauch. Forscher zweifeln die Seriosität eines solchen Vergleichs an, doch damit nicht genug. Professor Köhlers Berechnungen weisen grundlegende Fehler auf. Er scheint Probleme mit der Chemie und Mathematik zu haben, die zu unhaltbaren Ergebnissen in seinen Thesen führen. Angesprochen auf die zahlreichen Rechenfehler, gibt Köhler sich überrascht. Das sei bisher noch niemandem aufgefallen.
taz.de
Geschlechtergerechtigkeit im Agrarsektor: In der Agrarpolitik spielen Frauen kaum eine Rolle. Gleichzeitig machen sie aber beispielsweise ein Viertel der französischen Landwirte aus. In der Bretagne versucht das Netzwerk „agriculture au feminin“ nun, das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Agrarsektor voranzutreiben. Die Gruppe erhält Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), um Maßnahmen zur Förderung der Attraktivität der Landwirtschaft sowie der Ausbildung und der Einstellung von Frauen in Führungspositionen zu ergreifen.
euractiv.de
Schwarzer Leopard in Kenia gefilmt: Wissenschaftlern in Kenia ist es gelungen, äußerst seltene Aufnahmen eines schwarzen Leoparden zu machen. Es soll sich damit um das erste Mal seit 100 Jahren handeln, dass das seltene Tier auf Film festgehalten werden konnte. Nachdem das Tier in Laikipia im Zentrum Kenias gesichtet wurde, stellten die Wissenschaftler um Nicholas Pilfold vom Institute for Conservation Research am San Diego Zoo im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben acht Kameras in dem Gebiet auf und konnten so bestätigen, dass Schwarze Leoparden in dem Gebiet leben.
tagesspiegel.de
Volkswagen will interne CO2-Steuer einführen: Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess machte in einem Brief an die Führungskräfte des Autobauers auf seine Pläne aufmerksam, als Reaktion auf die Dieselaffäre eine interne CO2-Steuer einführen zu wollen. Diess will mit der Steuer alle Abteilungen des Konzerns erziehen und Anreize schaffen, CO2-Emissionen zu verringern. So soll das Unternehmen bis 2050 klimaneutral werden. Die interne Steuer sollen diejenigen Unternehmensteile bezahlen, die den Ausstoß verursacht haben. Sie wird erhoben auf die Nutzung von Strom, Wärme und Kraftstoff, und zum Beispiel auch für Flugreisen. So soll der VW-interne Flugservice für Manager künftig 100 Euro pro verursachter Tonne CO2 in Rechnung stellen, auch sollen Klimaschutzprojekte so mitfinanziert werden. Diess orientiere sich bei seinen Plänen an den Pariser Klimaschutzzielen. Am Freitag gab Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität, bekannt, dass die neue Elektroautoserie I.D. klimaneutral gebaut werden soll.
spiegel.defaz.net
Dänin an der Spitze Inger Andersen wird neue UNEP-Chefin dw.com
Amerikas Gas kann kommen Deutschland plant neue Terminals für Füssiggas welt.de
Erneuerbare Energien Kampf um Rohstoffe wird härter piqd.de
Gletscher Weniger als gedacht mdr.de
ZAHL DES TAGES
Rund 10,91 Milliarden Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für Bio-Lebensmittel aus. Der Markt wächst, wie der Bund Ökologischer Landwirtschaft berichtet. Das seien rund 5,5 Prozent mehr als noch 2017.
volksfreund.de
ZITAT
„Bei zwei Grad Temperaturanstieg ist man krank, bei fünf Grad Anstieg ist man tot.“
Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber zieht auf der Münchener Sicherheitskonferenz Parallelen zwischen der Erderwärmung und Fieber.
klimareporter.de
HINTERGRUND
Brumadinho: Schlammkatastrophe mit Ansage. Aus einem brasilianischen Gerichtsdokument geht hervor, dass der TÜV Süd dem eingebrochenen Damm des brasilianischen Konzerns Vale trotz Bedenken eines Prüfers unter Auflagen die Sicherheit des Damms bestätigte. Laut dem Dokument fürchteten die TÜV-Prüfer, dass ihnen Vale den Auftrag entziehen könne, falls sie der Anlage nicht das verlangte Sicherheitszertifikat ausstellen. Der TÜV Süd hatte dem System im September 2018 die physische und hydraulische Sicherheit attestiert. Kurz vor dem Abschluss der Überprüfungen des Abraumdamms kamen Prüfer zu dem Schluss, dass die Stabilitätserklärung für den Damm nicht unterschrieben werden könne. In Folge hätte die Anlage außer Betrieb genommen werden müssen. Prüfer hielten fest, dass der TÜV vom Betreiber unter Druck gesetzt worden sei. Vale hingegen versprach, die ausgesprochenen Empfehlungen und Auflagen zu erfüllen. Nach dem Unglück am 25. Januar sind bisher 166 Leichen geborgen worden, weitere 147 Menschen werden vermisst.
spiegel.de
Kommt die Wasserstoffwende? Eine florierende H2-Wirtschaft hält zahlreiche Versprechen für eine klimaverträglichere Energieproduktion bereit. So ist für Werner Diwald, den Vorsitzenden des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbands (DWV) klar, dass eine langfristige Speicherung von Wind- und Sonnenstrom in großen Volumen nur mit Wasserstoff möglich ist, welcher über das Erdgasnetz transportiert, rückverstromt oder zu synthetischen Kraftstoffen weiterverarbeitet werden kann. Doch damit aus Power-to-Gas ein funktionierendes Geschäftsmodell wird, fehlen derzeit noch die richtigen Anreize aus Wirtschaft und Politik. Die Herstellung des klimaneutral hergestellten Gases ist nicht rentabel, da es im Vergleich zu Erdgas zu teuer ist. Dabei wären durch eine Wasserstoff-Industrie 70.000 neue Arbeitsplätze bis 2030 und ein Marktpotenzial von jährlich rund 40 Milliarden Euro denkbar, auch könnte der Strukturwandel in den vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen so abgefedert werden. Auch die Systemkosten einer integrierten Strom- und Wasserstoffwirtschaft wären um rund 500 Milliarden Euro niedriger als bei reiner Stromwirtschaft. Doch die Industrie beklagt fehlende Rahmenbedingungen. Dennoch steht die Industrie bereits in den Startlöchern: Schon jetzt plant das Energieversorgungsunternehmen Tennet in der Nordsee eine Energie-Insel, die Windstrom und Wasserstoff produzieren soll.
bizz-energy.com
Fehmarnbelt Tunnel: Umstrittene Röhre. Der Fehmarnbelt-Tunnel sollte eigentlich Deutschland und Dänemark miteinander verbinden, führt nun aber seit Jahren statt Miteinander vor allem zu Streit. Vor über zehn Jahren unterschrieben Deutschland und Dänemark einen Staatsvertrag, der den Bau einer direkten Verbindung mit Straße und Schienen zwischen Fehmarn und dem dänischen Lolland regelt. Während Wirtschaftspolitiker und Unternehmensvertreter dem Projekt entgegenjubeln, sehen Andere in den Bauarbeiten eine unzumutbare Belastung für den Lebensraum Ostsee. Der Naturschutzverband Nabu unterstützte die Klage gegen das Vorhaben vor dem Europäischen Gerichtshof. Auch die Reedereien, die Passagiere und Autos zwischen Deutschland und Dänemark befördern, sehen ihre Existenz gefährdet.
domain
Ach du dickes Ei: Schalen als Energiespeicher. Ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erforscht derzeit das Potential von Hühnereierschalen als Energiespeicher und kommt dabei zu sehr positiven Ergebnissen. Das poröse Calciumcarbonat, aus dem Eierschalen bestehen, eignet sich sehr gut als elektrochemischer Speicher. Aufgrund des hohen Anteils an CaCO3 können Eierschalen Lithium gut speichern, was einen kostengünstiger Lithium-Ionen-Kondensator möglich macht. Bislang kamen Eierschalenabfälle bereits in einer Reihe von Anwendungen zum Einsatz, etwa in der Biokeramik, in Kosmetika oder in der Farbstoffindustrie. Als Elektrode fanden die Bioabfälle nun aber weltweit erstmals Verwendung.
sonnenseite.com
KOMMENTAR
Verkehrspolemik. Michael Bauchmüller von der Süddeutschen Zeitung läßt kein gutes Haar an der Politik von Verkehrsminister Andreas Scheuer. Seine auf „den Stammtisch“ abzielende Politik richte einen großen Schaden für Deutschland und die Welt an.
sueddeutsche.de
FOTO DER WOCHE

© Stephen Hogg-WWF-Malaysia
TIERISCH
Geschmacksache: Eichhörnchen vom Grill. Restaurants verzeichnen eine immer größere Nachfrage nach Wildfleisch. Kunden suchen nach nachhaltigen Alternativen zu rotem Fleisch und sind dabei vor allem auf Eichhörnchen aufmerksam geworden.
theguardian.com
TERMINHINWEIS

NICHT MEHR GRÜN
Feinstaub-Terroristen. Focus fällt auf Satire Video herein. Autokonzerne zu bekämpfen und die Diesellobby zu zerschlagen, das haben sich die Macher eines Videos des Satiremagazins Titanic auf die Fahne geschrieben. Mit schwarzer Maske vermummt zeigt ein Video, wie ein Mann mithilfe einer Luftpumpe die Abgase eines Diesels einfängt, um diese im Anschluss auf die Sensoren einer Luftmessstation abzulassen. Das scherzhaft gemeinte Video leiteten sie dann an die Focus-Redaktion weiter, die das Video tatsächlich verbreitete. Der Focus stellte mittlerweile klar, dass er auf die Aktion hereingefallen ist. Auf der Titanic-Webseite hieß es mittlerweile, dass man ein Video gedreht habe, das alle geläufigen Annahmen über Autonome untermauere, die vermummt, feige und zu allem bereit sein.
dnn.de

KW7: Bayerisches Volksbegehren gegen den Artentod auf der Zielgeraden, es darf ein bisschen mehr Tierwohl sein, EnBW plant Riesensolarpark in Brandenburg

NACHRICHTEN
Auf der Zielgeraden: Bayerisches Volksbegehren gegen den Artentod. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen und die Bauern“ in Bayern kann sich über einen Massenhaften Zulauf freuen. Bereits mehr als 900.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bis zum Montag in die Listen eintragen lassen, in vielen Städten wurde die nötige zehn Prozent-Hürde bereits geknackt. Damit das Volksbegehren erfolgreich ist, fehlen bis zum 13. Februar derzeit noch 50.000 Stimmen. Die von den bayrischen Umweltschutzorganisationen BUND und Landesbund für Vogelschutz sowie den Parteien Die Grünen sowie der ÖDP getragene Initiative fordert unter anderem das Schaffen von Biotopverbünden, einen verringerten Einsatz von Pestiziden, eine Ausweitung des Biolandbaus auf 30 Prozent der Nutzfläche sowie mehr Blühwiesen. Kritik an dem Volksbegehren kommt weiterhin vor allem von den Bauern selber, die sich dadurch unrechtmäßig schikaniert fühlen. Zur Artensterben tragen schließlich auch Städter bei, argumentieren sie. Nach Ende des Volksbegehrens kann der bayerische Landtag es entweder einfach umsetzen oder einen eigenen Vorschlag machen, so dass dann zwischen zwei Vorschlägen entschieden werden kann.
spektrum.de
Tierwohl: Es darf ein bisschen mehr sein. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellte ein neues staatliches Label für das Tierwohl vor, mit der Verbraucher erkennen können, nach welchen Standards Schweine und Geflügel gehalten werden. Das Label soll in einer dreistufigen Kennzeichnung über die Haltungsbedingungen der Tiere von der Geburt bis zur Schlachtung informieren. Klöckner erhofft sich, dass damit neben einer besseren Information der Verbraucher auch die Landwirte zur Verbesserung ihrer Tierhaltung angeregt werden. So ist etwa geplant, die gesetzlich vorgeschriebenen 21 Tage des Säugens von Ferkeln auf 25 zu erhöhen, in der höchsten Stufe sollen es 35 Tage sein. Auch sollen die Tiere mindestens 20 Prozent mehr Platz bekommen. In der untersten Stufe sollen es 0,9 Quadratmeter sein, in der obersten Stufe sind 1,5 Quadratmeter inklusive einem halben Quadratmeter Auslauf geplant. Die Änderungen führten laut Klöckner zu höheren Preisen bei Verbrauchern, die dann bewusst in bessere Haltungsbedingungen investieren könnten. Kritiker werfen Klöckner vor, mit der neuen Kennzeichnung Verbrauchertäuschung zu betreiben – das Label habe den Namen „Tierwohl“ nicht verdient. Greenpeace wirft der Landwirtschaftsministerin vor, zu lasche Regeln anzuwenden und schlechte Tierhaltung mit vermeintlichen Qualitätsstandards aufzuwerten, statt Missstände zu beseitigen.
spiegel.de
Im Osten geht die Sonne auf: EnBW plant Riesensolarpark in Brandenburg. Deutschland ist Europas Solarland Nummer eins. Rund 1,7 Millionen Solaranlagen sind inzwischen auf deutschen Dächern und Feldern installiert. Und das, obwohl der Solarenergie vor allen bei den Konzernen ein negatives Image anhängt. Ex-RWE-Chef Jürgen Großmann machte sich Anfang 2012 öffentlich über diese Form der Energiegewinnung lustig. Photovoltaik mache hierzulande in etwa so viel Sinn wie das Züchten von Ananas in Alaska. Grund für den Enthusiasmus bei den Verbrauchern dürften vor allem großzügige Subventionen sein. Doch damit bricht das Energieversorgungsunternehmen EnBW nun. In Brandenburg plant der Konzern Deutschlands größten Solarpark, die Investitionen in Höhe von geschätzten 120 bis 150 Millionen Euro will der Konzern ohne staatliche Hilfe stemmen. Nach Fertigstellung könnte der Park auf einer Fläche von 164 Hektar bis zu 175 Megawatt Strom produzieren. Damit könnten rund 50.000 Haushalte versorgt und gleichzeitig CO2-Emissionen von rund 125.000 Tonnen pro Jahr eingespart werden.
handelsblatt.com
Stromverbrauch: Milliardengeschenke an die Industrie. Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen geht hervor, dass die deutsche Industrie im Jahr 2017 rund acht Milliarden Euro Subventionen auf ihre Stromrechnungen erhalten hat. Neben mittelständischen Unternehmen profitierten davon unter anderem Konzerne wie ThyssenKrupp, ExxonMobil, Knauf, HeidelbergCement und die Deutsche Bahn. Der geringere Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien sowie geringere Gebühren für den Erhalt und Neubau von Stromnetzen geht auf Lasten der einfachen Verbraucher, die höhere Aufschläge auf ihre Stromrechnung hinnehmen müssen. Die Bundesregierung verteidigt die Subventionen damit, dass günstige Strompreise ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für die Industrie seien. Energie- und klimapolitische Maßnahmen dürften für die Industrie nicht zu Nachteilen gegenüber ausländischen Konkurrenten führen, so die Regierung in ihrer Antwort. Oliver Krischer,  stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, kritisiert das undurchsichtige System der Subventionen. Oft sei nicht ersichtlich, wieso gewisse Unternehmen überhaupt Vergünstigungen erhalten.
spiegel.de
Studie Bibbern aus Angst vor der Erderhitzung tagesschau.de
Wetteraufzeichnungen 2018 wieder eines der wärmsten Jahre heise.de
Zum Fressen gern Viele Großtiere starben aus, weil sie schlicht gegessen wurden sueddeutsche.de
USA Demokraten wollen Green New Deal taz.de
ZAHL DES TAGES
Rund 20.000 tote Trottellummen sind in den vergangenen Wochen an der niederländischen Küste angespült worden. Auch an der niedersächsischen Küste sind die toten Vögel gefunden worden, wie das niedersächsische Umweltministerium bestätigte. Ob das Massensterben mit der Havarie des Megafrachters „MSC Zoe“ im Zusammenhang steht, ist noch unklar.
ndr.de
ZITAT
„Wir müssen weg vom Wachstum um jeden Preis, hin zu einem nachhaltigen Umgang mit den Gütern.“
WWF-Vorstand Eberhard Brandes zieht bei der Vorstellung des Jahresberichts Bilanz und fordert ein bewussteres Konsumverhalten.
wwf.de
HINTERGRUND
Gasausstieg: Druck auf Europäische Investitionsbank. Mehrere NGOs haben sich zu der Kampagne „Fossil Free EIB“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Europäische Investitionsbank davon abzuhalten, in Projekte mit fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas zu investieren. Die EIB ist mit einem Kapital von 243 Milliarden Euro der größte zwischenstaatliche Kreditgeber der Welt. Seit Anfang Januar befragt die EIB die Öffentlichkeit zu ihrer Finanzierungspolitik im Energiesektor. Noch bis Ende März kann jeder Beiträge dazu einreichen. Hintergrund ist, dass bis Mitte diesen Jahres dem Verwaltungsrat neue Vergaberichtlinien für Energieprojekte vorgelegt werden sollen. Dem Bündnis „Fossil Free EIB“ reicht diese Kampagne jedoch nicht. Es argumentiert, dass sich die Bank mit der Finanzierung der Fossilindustrie sowie der Nutzung von Gas als Brückentechnologie in die entgegengesetzte Richtung bewege. Zu dem Bündnis zählen neben dem WWF unter anderem die deutsche Umweltschutzorganisation urgewald sowie 350.org.
taz.de
Deutsche E-Autos ohne Batterien. Die deutschen Autohersteller sind bemüht, künftig mehr E-Autos zu produzieren. Das wichtigste Bauteil dabei werden die Hersteller allerdings nicht selbst produzieren, sondern bei Zulieferern wie LG, Samsung und CATL in Asien bestellen. So hat allein Daimler Batteriezellen im Wert von rund 20 Milliarden Euro bis 2030 bei großen asiatischen Produzenten bestellt, bei VW doppelt so viel. Bis zum Jahr 2025 will VW weltweit jährlich etwa drei Millionen Elektrofahrzeuge produzieren, die Schwerpunkte liegen anfangs auf Europa und China. Branchenexperten sind sich einig, dass sich rein batteriegetriebene Fahrzeuge dauerhaft gegenüber Hybrid-Autos durchsetzen werden. Dies könnte jedoch zu Engpässen in der Lieferung von Batteriezellen führen. BASF beispielsweise liefert das Kathodenmaterial, das in jeder Batterie gebraucht wird. BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller rechnet damit, dass eine Expansion nötig sein wird, um den Bedarf zu befriedigen. Die Chemiebranche sieht sich zu kapitalintensiven Investitionen gezwungen.
handelsblatt.com
Düstere Zukunftsprognose für Insekten. Chinesische und australische Forscher kommen in einer Metastudie zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Insektenarten in den nächsten Jahrzehnten verschwinden werden. Die Forscher stützen sich auf ihre Auswertung von 73 Studien zum Insektensterben. Daher fordern sie, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, denn Insekten sind für das Ökosystem essentiell. Ein Grund für das Insektensterben sei in Europa in der Landwirtschaft zu finden. Der Entomologe Tomas Schmitt führt dies auf die Umstellung zur industriellen Landwirtschaft zurück. Diese hätte ein artenarmes System begünstigt. Sogar Regenwälder werden so zu Monokulturen, die industrielle Landwirtschaft ist mittlerweile in allen Gegenden der Welt präsent. So gingen die Bestände der Insekten immer weiter zurück.
deutschlandfunknova.de
KOMMENTAR
Ende Gelände. Katrin Henneberger von der NGO „Ende Gelände“ erläutert in einem Gastbeitrag für den Freitag, warum ziviler Ungehorsam notwendig sei, um der Klimakrise zu begegnen. Ein wenig mehr Ökostrom und ein bisschen weniger Auto fahren reiche nicht aus, um dem Problem zu begegnen. Daher blockiere die Initiative Tagebaue und Kohlekraftwerke. So soll stillgelegt werden, was schon längst hätte abgeschaltet werden müssen.
freitag.de
FOTO DER WOCHE

Ein Polarbär schaut in eine Arktisstation auf dem Franz Josef Land Archipel.
Foto: picture alliance/Vera Kostamo/Sputnik/dpa
TIERISCH
Geschmacksache. Eichhörnchen vom Grill watson.de
Brummende Superhirne. Bienen können rechnen scinexx.de
TERMINHINWEIS

microsoft-berlin.de
NICHT MEHR GRÜN
Valentinstag im Zoo. Ein Zoo im US-amerikanischen Texas hat sich zum kommenden Valentinstag am 14. Februar eine besonders morbide PR-Aktion einfallen lassen. Bis zum 10. Februar konnten User den Namen ihrer Ex-Partner an die Facebookseite des El Paso Zoos senden. Die gesammelten Einsendungen werden dann zum Futter der Erdmännchen. Die Kakerlaken werden nach den Namen der Ex-Partner benannt und an die Tiere verfüttert, ein Live-Stream übertragt das Geschehen für jene, die nicht vor Ort dabei sein können, ins Internet. Laut Sarah Borrego, der Koordinatorin für Events im Zoo El Paso, sei dies eine unterhaltsame Art, die Zoo-Community in den tierischen Alltag einzubinden. Ein Zoo im südenglischen Kent hat ähnliche Pläne. 
welt.de

KW6: Australien zwischen Sintflut und extremer Dürre, UBA bescheinigt Fortschritte bei Luftreinigung, Bayerisches Volksbegehren gegen das Artensterben geplant

NACHRICHTEN
Australien zwischen Sintflut und extremer Dürre: Australien ist das Land der Klimaskeptiker. Gerade dort zeigt sich das Klima gerade von seiner extremsten Seite. Während im tropischen Norden des Landes, im Bundesstaat Queensland, Menschen mit Booten aus ihren Häusern evakuiert werden müssen, weil tagelange Regenfälle für Überflutungen sorgen, werden im trockenen South Australia um die Stadt Adelaide Hitzerekorde gebrochen. Queensland erlebt das schlimmste Hochwasser seit 1998, dort fiel mehr als ein Meter Regen in einer Woche – das Zwanzigfache des normalen Durchschnitts. Im Süden müssen Landwirte monatlich 25.000 Dollar aufbringen, um ihre Herden am Leben zu erhalten, während durch die extreme Dürre kaum noch Landwirtschaft möglich ist. Bei 49,5 Grad verendeten Wildpferde, Fledermäuse fielen tot vom Himmel, und Fische starben in ausgetrockneten Wasserläufen. Dass die Wetterextreme die Leute nun zu einem Umdenken bewegen, könnte jedoch weiterhin unwahrscheinlich sein. In Australiens Regierung hat der Klimaschutz keine Priorität. Zwar ist Australien einer der sonnenreichsten Kontinente, dennoch wird ein Großteil der Energie mit Kohle produziert, weitere Kohleminen sind in Planung. Australiens CO2-Ausstoß ist einer der höchsten der Welt.
tagesschau.de
Aufatmen: UBA bescheinigt Fortschritte bei Luftreinigung. Das Umwelt-Bundesamt (UBA) hat seine neuesten Daten zur Luftqualität in deutschen Städten vorgelegt. Die Daten zeigen, dass die Luft in den Städten nur wenig besser geworden ist. Zwar wurde in mindestens 35 Städten der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten, jedoch war es auch vier deutschen Städten möglich, die Grenzwertüberschreitung zu stoppen. Dafür kamen nun Leipzig und Koblenz als Städte mit Stickstoffdioxidbelastungen über dem Limit dazu. Im Durchschnitt ergibt sich trotz allem ein positives Bild: Rund 2 Mikrogramm pro Kubikmeter hat die Luftverschmutzung deutschlandweit abgenommen. Meldeten 2017 noch 45 Prozent der Stationen zu hohe Werte, waren es 2018 nur noch 39 Prozent. Das UBA schätzt, das dafür vor allem Tempolimits, Verkehrsbeschränkungen sowie neuartige Automodelle verantwortlich sind. Die positivste Entwicklung gab es in Sachen Feinstaub: Erstmalig seit 2005 wurden die Grenzwerte in keinem Ballungsgebiet mehr überschritten.
welt.de
Kernkraft: Bärendienst für den Umweltschutz. Die Atomkraft zählte lange Zeit zu den großen Feinden der Umweltbewegung. Atomkraft? Nein Danke. Mittlerweile bietet sich jedoch ein differenzierteres Bild. Erst am Ende des vergangenen Jahres fand in München das „Nuclear Pride Fest“ statt, auf dem Aktivisten einen Ausbau der Atomenergie zum Klimaschutz fordern. Auch Prominente Stimmen wie die von Bill Gates und Forschern fordern, mehr in die Atomenergie zu investieren. Schließlich gilt sie als CO2-freie Energiegewinnungsmethode. Im Gegensatz zu Kohle oder Gas verursache die Spaltung von Atomkernen keine Kohlendioxid-Emissionen, der Klimawandel könne so gebremst werden. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) müssten rund 1000 neue Kernkraftwerke gebaut werden, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Auch wird Atomenergie immer teurer, während erneuerbare Energien wie Wind und Solar erschwinglicher werden. Die Kernkraft ist also neben den Sicherheitsrisiken auch ökonomisch fraglich. Dass beispielsweise Bill Gates sich für sie einsetzt, könnte auch andere Gründe haben: Dem Microsoft-Gründer gehört die Firma TerraPower, die an neuartigen Atomreaktoren forscht.
sueddeutsche.de
Rettet die Bienen: Bayerisches Volksbegehren gegen das Artensterben geplant. Am 31. Januar startete in Bayern offiziell das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, welches von der ÖDP und den Grünen initiiert wurde. Das Volksbegehren Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern gibt allen Wahlberechtigten in Bayern für zwei Wochen, bis zum 13. Februar, die Möglichkeit, seine Stimme für das Volksbegehren abzugeben und die Initiative somit zu unterstützen. Eine der zentralen Forderungen ist, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Bayern schrittweise von den derzeitigen zehn Prozent auf 20 sowie 30 Prozent bis 2030 zu erhöhen. Die CSU und der Bauernverband sehen darin eine Gefahr vor allem für Kleinbauern. Der Bio-Markt sei außerdem schon gesättigt – insbesondere im Bereich der Milchprodukte ist dies schon jetzt der Fall. Auch wird vor einem „Bauernbashing“ gewarnt. Landwirte würden durch die Iniative zu sehr in die Mangel genommen, existierender Druck weiter erhöht. Damit das Volksbegehren erfolgreich ist, müssen zehn Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme dafür abgeben. Das sind in Bayern rund 950.000 Bürger. Danach wäre der Landtag am Zug, der das Begehren annehmen oder ablehnen kann.
merkur.de
Die Zukunft des Planeten entscheidet sich in Asien. Das enorme Wirtschaftswachstum asiatischer Länder in den letzten Jahrzehnten geht mit einem enormen Energiebedarf einher. Allen voran die Volksrepublik China benötigt als einer der größten Produzenten der Weltwirtschaft gewaltige Energiemassen, hat gleichzeitig jedoch nur unzureichende Schutzmaßnahmen für die Umwelt. An Bilder von Menschen mit Masken, die sich vor Smog schützen, haben wir uns längst gewöhnt. Stefanie Lang, Asien-Expertin des WWF, hält fest, dass das Wohl der Welt auch ein großes Stück von der Umweltpolitik in den asiatischen Ländern abhängt. Doch die Länder nehmen auch Chancen wahr: In einigen Bereichen wird Umweltschutz als Chance für die Entwicklung neuer Technologien genutzt. In Vietnam ist ein Großteil der neu zugelassenen Motorroller mittlerweile elektrisch betrieben, in Sri Lanka werden E-Autos staatlich gefördert. Am Dienstag beginnt in vielen asiatischen Ländern das chinesische Neujahr. Es ist das Jahr des Schweins – es könnte auch eine sinnvolle Erinnerung an den Artenschutz sein.
waz-online.de
Zigarettenkippen: Massenweise Sondermüll in der Landschaft weser-kurier.de
Mikroplastik: Umwelt geht durch den Magen aerztezeitung.de
Guatemala: Wenn die Kaffeepflanze durchdreht jungle.world
ZAHL DES TAGES
Rund 210 000 artengeschützte Glasaale haben Frankfurter Zollfahnder in einem geschlossenen China-Restaurant im hessischen Liederbach retten können. Drei mutmaßliche Täter wurden festgenommen.
fr.de
ZITAT
„So wie sie derzeit betrieben wird, ist die konventionelle Landwirtschaft der größte Umweltschädling überhaupt. Wenn wir die konventionelle Landwirtschaft ökologisieren, hat das viel mehr Effekt als zusätzliche Milliardensubventionen für den Bio-Landbau.“
Thilo Bode, Foodwatch-Gründer und ehemaliger Geschäftsführer bei Greenpeace, will sich für eine ökologische Landwirtschaft und bessere Lebensmittel einsetzen.
sueddeutsche.de
PANDASTISCH
Krokodile im Vorgarten. In der australischen Stadt Townsville im Bundesstaat Queensland sind innerhalb einiger Tage die Regenmassen eines ganzen Jahres gefallen. Weite Teile der Stadt sind überflutet, es gab bereits zwei Tote. Zahlreiche Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. Mit den Wassermassen werden jedoch auch einige ungebetene Gäste in die Vorgärten gespült, allen voran Salzwasser-Krokodile, von den Australiern auch „Salties“ genannt. Auch Schlangen sollen gesichtet worden sein. Polizei und Behörden warnen die Bewohner eindringlich davor, durch die Wassermassen zu waten. Neben hygienischen Bedenken kann das vor allem lebensgefährlich sein.
diepresse.com
HINTERGRUND
Die Bodenhaftung verloren. In Sachen Klimaschutz wird der Blick oft nach Oben gerichtet: In den Himmel zum Beispiel, es wird debattiert über Luftverschmutzung und CO2-Ausstöße oder den Zustand der Atmosphäre. Dabei wird oft vergessen, den Blick nach unten zu werfen und sich zu fragen, wie es den Organismen in unseren Böden geht. Gute Böden sind schließlich unabdingbar für ein funktionierendes Ökosystem und eine effektive Landwirtschaft. Rund ein Drittel des Weidelandes und ein Viertel der Acker- und Waldböden sind bereits stark beeinträchtigt worden. 10 Millionen Hektar davon gehen jedes Jahr verloren, Tendenz steigend. Böden werden zu Wüsten, oder sie werden zubetoniert mit Straßen, Parkplätzen und Gebäuden. Die wachsende Weltbevölkerung werde sich so kaum ernähren lassen, warnt Maria Flachsbarth, Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium. In einem Hektar Wald sind insgesamt rund 15 Tonnen Mikrobe, Pilze, Termiten, Spinnen, Asseln, Larven und Mäuse tätig, um den Kreislauf am Laufen zu halten. Über den unterirdischen Kosmos wissen wir dennoch oft viel zu wenig.
zeit.de
Bananen: Wer ist der Fairste im ganzen Land? Bananen zählen zu den beliebtesten Früchten in Deutschland. Dementsprechend sind auch fair gehandelte Bananen immer beliebter, der Markt ist entsprechend groß. Lidl hat im Herbst vergangenen Jahres angekündigt, ausschließlich Bio-Bananen verkaufen zu wollen, und machte auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin mit einem großen Werbeauftritt auf sich aufmerksam. Das setzte die Konkurrenz unter Druck, schließlich sind korrekte Produkte bei Deutschen im Trend. Das sorgte bei Edeka für Ärger, der darauf aufmerksam machte, dass die Kette schon seit 2014 fair gehandelte Bananen im Angebot habe. Auch Aldi und andere Discounter zogen mittlerweile nach. Ein ähnliches Beispiel gab es schon bei Eiern: Nachdem ein Zahlencode eindeutig auf die Haltungsbedingungen aufmerksam machte, sind Eier aus Kleingruppenhaltung quasi vom Markt verschwunden. Bei der Banane könnte es nun ähnlich sein.
welt.de
Kongo: Kampf um Kobald. Die Demokratische Republik Kongo gilt als einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas. Das zentralafrikanische Land hat die weltweit größten Reserven an Koltan und deckte 2017 geschätzte 58 Prozent der weltweiten Förderung von Kobalt ab. Auch Kupfer exportiert das Land in großen Mengen. Kupfer ist für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien unerlässlich, die in Laptops oder Smartphones verbaut werden. Laut Artikel 58 der kongolesischen Verfassung muss der Staat die Bürger an seinen Reichtümern beteiligen – davon spüren seine Bürger allerdings nichts. Laut Weltbank leben 64 Prozent der rund 77 Millionen Einwohner in Armut. Der größte Teil der Erträge geht in die Hände des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila, der nach 17 Jahren sein Amt nun an Félix Tshisekedi abgegeben hat. Seiner Familie gehören über einhundert Förderlizenzen für Gold, Diamanten und andere Rohstoffe, rund 70.000 Hektar Farmland und große Anteile an Mobilfunkfirmen, Fluggesellschaften und Banken. Die Rohstoffe werden derweil durch die sogenannten „creuseurs“ abgebaut – oft Kinder, ausgestattet mit Spaten, Spitzhacken und ihren bloßen Händen.
zeit.de
FOTO DER WOCHE

Ran an den Speck. Am 5. Februar beginnt nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Schweins. Einige von ihnen sind inzwischen ziemlich selten, so z.B. das blonde Wollschwein, das von der GEH zum Gefährdeten Nutztier 2019 gekürt wurde.
g-e-h.de
TERMINHINWEIS

microsoft-berlin.de
KOMMENTAR
Fragwürdige Stimmungsmache. Christina Deckwirth, Campaignerin bei Lobbycontrol, kritisiert im Handelsblatt die Stimmungsmache gegen die Deutsche Umwelthilfe. Sie hält dies für einen gefährlichen Angriff auf die Meinungsfreiheit der Zivilgesellschaft.
handelsblatt.com
NICHT MEHR GRÜN
Auch das noch: Gift im Dildo. Für die Stiftung Warentest war es ihr erstes Mal – mit einem Sexspielzeug. Orgasmushilfen sind vermutlich so alt wie Menschheit selbst, doch bisher scheint niemand auf die Idee gekommen zu sein, diese den gleichen Tests zu unterziehen wie andere Produkte. Das könnte einen guten Grund haben, weil die Ergebnisse uns die Lust verderben könnten. Von den insgesamt 18 Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringen, die die Stiftung Warentest untersucht hatte, waren nur drei frei von Schadstoffen. Mit dabei war anderem ein Weichmacher, der unfruchtbar machen und Krebs erzeugen kann.
zeitjung.de

KW5: Schwierige Geburt – Kohlekommission macht Kompromissvorschlag, Brasilien: Schlammkatastrophe mit Ansage, Regierung hat keine Lust aufs Tempolimit

NACHRICHTEN
Schwierige Geburt – Kohlekommission macht Kompromissvorschlag. In der Nacht auf Samstag hat sich die Kohlekommission nach zwanzigstündigen Verhandlungen darauf geeinigt, dass Deutschland sich bis spätestens 2038 von der Kohle verabschieden soll. Der Bund soll dabei den Umstieg auf erneuerbare Energien mit 40 Milliarden Euro bis 2040 unterstützen. Die Regierung will nun Optimismus hinsichtlich der getroffenen Entscheidungen verbreiten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält zuversichtlich an seiner Einschätzung fest, dass eventuelle Strompreiserhöhungen nicht auf die Verbraucher umgewälzt würden. Gleichzeitig nannte Altmaier den Kohleausstieg einen der „anspruchsvollsten Transformationsprozesse der letzten Jahrzehnte“. Die Klimaziele der Bundesregierung könnten durch den Kohleausstieg bis 2030 erreicht werden, so Altmaier. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich zuversichtlich. Für die Grünen jedoch reicht der Entwurf für den Ausstieg nicht aus. Parteichefin Annalena Baerbock bezeichnete die Einigung als „Minimalkompromiss“. Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping sieht einen Einfluss der Kohle-Lobby auf die Entscheidungen der Kommission.
tagesschau.de
Kurioser Streit um Stickstoff-Grenzwerte. Eine Unterschriftenliste von Lungenärzten, welche die Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe in Frage stellen will, wirft Fragen zur Wissenschaftlichkeit dieses Vorstoßes auf. An der wissenschaftlichen Einschätzung, dass es sich bei Stickoxiden und Feinstaub toxikologisch um gesundheitsgefährdende Substanzen handelt, hat sich nichts geändert. Es liegen zahlreiche statistisch belastbare Daten vor, die die Faktenlage eindeutig belegen. Dass sich nun Ärzte gegen diese Daten stellen, erscheint absurd – insbesondere die Gesundheit der Schwächsten sollten sie im Blick haben. Und das sind vor allem Kinder und Asthmatiker, von denen Erwachsene immerhin fünf Prozent der Bevölkerung stellen, bei Kindern sind es doppelt so viele. Grundsätzlich sind Grenzwerte zur Luftreinhaltung nicht das Ergebnis eines wissenschaftlichen, sondern eines politischen Prozesses. Diesem geht in der Regel eine medizinische Begutachtung voraus. Die Lungenärzte scheinen sich nun als verkehrte Aktivisten zu verstehen.
faz.net faz.net
Brasilien: Schlammkatastrophe mit Ansage. Am Freitag spielte sich in Brasilien nahe der Millionenstadt Belo Horizonte eine Damm-Katastrophe ab. Am Freitag sackte der 87 Meter hohe Damm eines Rückhaltebeckens in sich zusammen, die daraus entstandene Lawine aus Wasser und Schlamm wälzte sich talabwärts und tötete vermutlich über 300 Menschen. In der Erzgewinnung wird viel Wasser benötigt, welches von Staudämmen zurückgehalten wird. Dabei kommt es jedoch immer wieder zu schweren Zwischenfällen. Erst 2015 brach nur rund 150 Kilometer von Brumadinho entfernt der Bento-Rodrigues-Damm. 19 Menschen starben bei Brasiliens bis dahin größter Umweltkatastrophe. Weltweit trugen sich ähnliche Fälle zu. Neben dem menschlichen Leid, das verursacht wird, sind vor allem die Umweltfolgen verheerend. Das Material in den Rückhaltebecken ist oft hoch giftig, teilweise sogar radioaktiv. Die giftigen Schlämme töten Tiere und Umwelt und verseuchen das Grundwasser. Vor diesem Hintergrund ist die Fahrlässigkeit, mit denen solche Dämme betrieben werden, besonders schockierend.
spektrum.de
BDI: Verkehrswende könnte teuer werden. Die Energiewirtschaft ist der einzige volkswirtschaftliche Sektor, der das von der Bundesregierung gesteckte Ziel der CO2-Reduzierung um 40 Prozent bis 2020 erreicht. Andere Sektoren wie die Industrie oder das Verkehrswesen hinken dafür umso deutlicher hinterher. Eine Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie kam nun zu dem Ergebnis, dass dem nicht so sein muss: Theoretisch wäre auch im Verkehrswesen ein Ergebnis nach den Klimaschutzzielen bis 2030 erreichbar. Im Gegensatz zum Energiesektor müsste der jedoch deutlich radikaler vollzogen werden und kostet wesentlich mehr Geld. Dafür müssten bis 2030, also in rund zehn Jahren, zwischen 243 und 256 Milliarden Euro investiert werden. Die Bundesregierung lässt es im Verkehrswesen allerdings recht langsam angehen. Von dem nötigen radikalen Wandel ist dort nichts zu sehen. Entsprechend pessimistisch kommentiert der BDI das Ergebnis der Studie: „Bei der Erreichung des Klimaziels im Verkehrssektor stoßen Wirtschaft und Gesellschaft an die Grenzen der praktischen Umsetzbarkeit.“
welt.de
Regierung hat keine Lust aufs Tempolimit. Regierungssprecher Steffen Seibert erteilte einem allgemeinen Tempolimit auf deutschen Autobahnen eine klare Absage – ein Tempolimit stünde nicht im Koalitionsvertrag. Darüber hinaus gäbe es schon jetzt ein weitreichendes Tempolimit auf den Autobahnen und „intelligentere“ Möglichkeiten, das Klimaproblem zu lösen. Eine interne Arbeitsgruppe der Bundesregierung sollte sich mit dem Tempolimit befassen und präsentierte ihre Ergebnisse früher als geplant. Das Ergebnis war eine intensive Debatte. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte sich vehement gegen die Pläne, deutschen Autofahrern ein Tempolimit vorzuschreiben. Das Prinzip der Freiheit habe sich auf den Autobahnen bewährt. Außerdem, so Scheuer, würde ein Tempolimit den CO2-Ausstoss um lediglich o,5 Prozent verringern. Auch gab es viel Kritik an den Standorten für Luftschadstoffmessgeräte. Diese stünden in anderen Ländern auch nicht direkt an der Straße.
zeit.de
Digitalisierung Das Zauberwort auf dem Bauernhof deutschlandfunk.de
Spanien Tod im illegalen Bohrloch. Das Drama hinter der Tragödie sueddeutsche.de
Interview Jochen Wermuth, ein grüner Kapitalist taz.de
ZAHL DES TAGES
Rund 30.000 bunte Flipflops sind allein für die Verzierung des Rumpfes der „Flipflopi“ wiederverwendet worden. Eine Gruppe von kenianischen Umweltschützern will mit ihrem Segeltörn auf die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik aufmerksam machen.
spiegel.de
ZITAT
„Die letzte Innovation, mit der deutsche Autos von sich reden gemacht haben, war die illegale Abschalteinrichtung.“
Marc Felix Serrao von der Neuen Zürcher Zeitung spottet über die Zuverlässigkeit von Made in Germany.
nzz.ch
HINTERGRUND
Neue Studie zeigt deutliche Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Flüchtlingsströmen. Die Weltbank rechnet weltweit bis 2050 mit 140 Millionen sogenannten Klimaflüchtlingen. Das sind Menschen, die aus ihrer Heimat vor den Folgen des Klimawandels fliehen müssen. Eine am Mittwoch veröffentliche Studie der Wirtschaftsuniversität Wien und des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse kam nun zu dem Ergebnis, dass klimatische Veränderungen zahlreichen Konflikten und den daraus folgenden Fluchtbewegungen vorausgehen. Für die Studie wurden Asylanträge aus 157 Ländern mit den Klimabedingungen und den Kriegstoten in den jeweiligen Herkunftsländern verglichen. Als Beispiel nennen die Studienautoren die Unruhen in Tunesien, Libyen, im Jemen und in Syrien. In Syrien beispielsweise ging eine dreijährige Dürreperiode den Konflikten voraus. Der Klimawandel ist bisher als Fluchtgrund nicht anerkannt.
derstandard.de
Umweltpolitik als Klassenkampf von oben? Grüne, klimabewusste Politik wird oft als Klassenkampf von oben kritisiert: Sie sei elitär und gehe zulasten ärmerer Menschen. Im Diskurs um den fortschreitenden Klimawandel wird sich mittlerweile oft die Frage gestellt, ob sich in Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung nicht auch eine elitäre Verachtung für die Lebensrealität von Geringverdienern offenbart, ein grüner Klassenkampf von oben, quasi. Der Kauf und Konsum von nachhaltigen, klimafreundlichen Produkten wird oft als Distinktionsmerkmal gegenüber dem „unbewussten Pöbel“ verstanden. Dabei zeigt sich besonders bei den Gelbwesten-Protesten in Frankreich, dass viele der Debatten vor allem auch die Mittel- und Unterschicht treffen. Steigende Benzinpreise und Dieselfahrverbote treffen jeden. Dabei ist die Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie seit jeher Enger, als viele das in der heutigen Debatte zugeben wollen.
zeit.de
Grüne Gentechnik: Was von den Versprechen bleibt. Nach Angaben des International Service for the Acquisition of Agribiotech Applications wachsen bereits auf gut zehn Prozent des nutzbaren Ackerlandes gentechnisch veränderte Pflanzen. Insbesondere vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung verläuft die Glaubensfront um die Zukunft der Nahrungsmittelsicherung zwischen einem für und wider der gentechnisch veränderten Pflanzen. Schätzungen zufolge soll sich die Weltbevölkerung zwischen elf und zwölf Milliarden einpendeln. Diese Menschen müssen alle satt werden. Schon seit Jahrzehnten dringen täglich vielversprechende Neuigkeiten aus den Labors, viele dieser Versprechungen wurden aber bisher nicht eingelöst. Vielmehr zeigt sich, dass der Fortschritt oft eine Schnecke ist – was im Labor klappt, muss noch lange nicht auf dem Acker funktionieren.
faz.net
KOMMENTAR
Die Ministerin und das Tempolimit. Ein Kommentar von Thomas Schmoll über eine Umweltministerin, die keine Stellung beziehen will.
n-tv.de
FOTO DER WOCHE

TIERISCH
Der Tod der einsamsten Ente der Welt. Neuseeland trauert um den Tod der wohl einsamsten Ende der Welt. Vor einem Jahr landete Erpel Trevor nach einem Sturm in Neuseeland auf der kleinen Pazifikinsel Niue und war damit die einzige Ente auf der Insel. Die Vorsitzende der örtlichen Handelskammer bestätigte den Tod der männlichen Ente, die einem Hund zum Opfer gefallen ist. Vermutet wird, dass Trevor knapp 2500 Kilometer aus Neuseeland einflog. Trevor lebte auf der Insel in einer kleinen Pfütze. Neuseelands Parlamentspräsident Trevor Mallard, der Namensgeber der Ente, bekundete dem Volk der Insel sein Beileid.
haz.de
KINO
Ailos Reise. Der französische Regisseur Guillaume Maidatchevsky begleitete ein Jahr lang ein neugeborenes Rentier durch die eisigen Weiten Lapplands und stellt sich damit in die Tradition der Tier-Dokumentation nach Jamie Uys mit „Die lustige Welt der Tiere“. Ohne falsche Niedlichkeit wird ein optisch herausragendes Portrait der Landschaft und der Tiere des Nordens gezeichnet. Geeignet für Groß und Klein gleichermaßen.

filmstarts.de
NICHT MEHR GRÜN
Schweinerei: Dänemark baut Grenzzaun. Dänemark begann am Montag mit dem Bau eines Zauns an der Grenze zu Deutschland. Damit soll verhindert werden, dass Wildschweine die Afrikanische Schweinepest einschleppen. 70 Kilometer lang und etwa 1,50 Meter hoch wird der Zaun entlang der Grenze zu Schleswig-Holstein. Der Stahlzaun reicht einen halben Meter weit in den Boden, damit sich die Tiere nicht darunter durchwühlen können. Die dänische Regierung will mit dem Bauvorhaben die für das Land sehr wichtige Schweinezucht schützen. Dänemark exportiert jährlich Schweine im Wert von über 1 Milliarden Euro in Länder außerhalb der EU. Sollten sich dänische Schweine nun mit der Afrikanischen Schweinepest infizieren, müssten alle Ausfuhren gestoppt werden.
zdf.de