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KW7: Bayerisches Volksbegehren gegen den Artentod auf der Zielgeraden, es darf ein bisschen mehr Tierwohl sein, EnBW plant Riesensolarpark in Brandenburg

NACHRICHTEN
Auf der Zielgeraden: Bayerisches Volksbegehren gegen den Artentod. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen und die Bauern“ in Bayern kann sich über einen Massenhaften Zulauf freuen. Bereits mehr als 900.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bis zum Montag in die Listen eintragen lassen, in vielen Städten wurde die nötige zehn Prozent-Hürde bereits geknackt. Damit das Volksbegehren erfolgreich ist, fehlen bis zum 13. Februar derzeit noch 50.000 Stimmen. Die von den bayrischen Umweltschutzorganisationen BUND und Landesbund für Vogelschutz sowie den Parteien Die Grünen sowie der ÖDP getragene Initiative fordert unter anderem das Schaffen von Biotopverbünden, einen verringerten Einsatz von Pestiziden, eine Ausweitung des Biolandbaus auf 30 Prozent der Nutzfläche sowie mehr Blühwiesen. Kritik an dem Volksbegehren kommt weiterhin vor allem von den Bauern selber, die sich dadurch unrechtmäßig schikaniert fühlen. Zur Artensterben tragen schließlich auch Städter bei, argumentieren sie. Nach Ende des Volksbegehrens kann der bayerische Landtag es entweder einfach umsetzen oder einen eigenen Vorschlag machen, so dass dann zwischen zwei Vorschlägen entschieden werden kann.
spektrum.de
Tierwohl: Es darf ein bisschen mehr sein. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellte ein neues staatliches Label für das Tierwohl vor, mit der Verbraucher erkennen können, nach welchen Standards Schweine und Geflügel gehalten werden. Das Label soll in einer dreistufigen Kennzeichnung über die Haltungsbedingungen der Tiere von der Geburt bis zur Schlachtung informieren. Klöckner erhofft sich, dass damit neben einer besseren Information der Verbraucher auch die Landwirte zur Verbesserung ihrer Tierhaltung angeregt werden. So ist etwa geplant, die gesetzlich vorgeschriebenen 21 Tage des Säugens von Ferkeln auf 25 zu erhöhen, in der höchsten Stufe sollen es 35 Tage sein. Auch sollen die Tiere mindestens 20 Prozent mehr Platz bekommen. In der untersten Stufe sollen es 0,9 Quadratmeter sein, in der obersten Stufe sind 1,5 Quadratmeter inklusive einem halben Quadratmeter Auslauf geplant. Die Änderungen führten laut Klöckner zu höheren Preisen bei Verbrauchern, die dann bewusst in bessere Haltungsbedingungen investieren könnten. Kritiker werfen Klöckner vor, mit der neuen Kennzeichnung Verbrauchertäuschung zu betreiben – das Label habe den Namen „Tierwohl“ nicht verdient. Greenpeace wirft der Landwirtschaftsministerin vor, zu lasche Regeln anzuwenden und schlechte Tierhaltung mit vermeintlichen Qualitätsstandards aufzuwerten, statt Missstände zu beseitigen.
spiegel.de
Im Osten geht die Sonne auf: EnBW plant Riesensolarpark in Brandenburg. Deutschland ist Europas Solarland Nummer eins. Rund 1,7 Millionen Solaranlagen sind inzwischen auf deutschen Dächern und Feldern installiert. Und das, obwohl der Solarenergie vor allen bei den Konzernen ein negatives Image anhängt. Ex-RWE-Chef Jürgen Großmann machte sich Anfang 2012 öffentlich über diese Form der Energiegewinnung lustig. Photovoltaik mache hierzulande in etwa so viel Sinn wie das Züchten von Ananas in Alaska. Grund für den Enthusiasmus bei den Verbrauchern dürften vor allem großzügige Subventionen sein. Doch damit bricht das Energieversorgungsunternehmen EnBW nun. In Brandenburg plant der Konzern Deutschlands größten Solarpark, die Investitionen in Höhe von geschätzten 120 bis 150 Millionen Euro will der Konzern ohne staatliche Hilfe stemmen. Nach Fertigstellung könnte der Park auf einer Fläche von 164 Hektar bis zu 175 Megawatt Strom produzieren. Damit könnten rund 50.000 Haushalte versorgt und gleichzeitig CO2-Emissionen von rund 125.000 Tonnen pro Jahr eingespart werden.
handelsblatt.com
Stromverbrauch: Milliardengeschenke an die Industrie. Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen geht hervor, dass die deutsche Industrie im Jahr 2017 rund acht Milliarden Euro Subventionen auf ihre Stromrechnungen erhalten hat. Neben mittelständischen Unternehmen profitierten davon unter anderem Konzerne wie ThyssenKrupp, ExxonMobil, Knauf, HeidelbergCement und die Deutsche Bahn. Der geringere Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien sowie geringere Gebühren für den Erhalt und Neubau von Stromnetzen geht auf Lasten der einfachen Verbraucher, die höhere Aufschläge auf ihre Stromrechnung hinnehmen müssen. Die Bundesregierung verteidigt die Subventionen damit, dass günstige Strompreise ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für die Industrie seien. Energie- und klimapolitische Maßnahmen dürften für die Industrie nicht zu Nachteilen gegenüber ausländischen Konkurrenten führen, so die Regierung in ihrer Antwort. Oliver Krischer,  stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, kritisiert das undurchsichtige System der Subventionen. Oft sei nicht ersichtlich, wieso gewisse Unternehmen überhaupt Vergünstigungen erhalten.
spiegel.de
Studie Bibbern aus Angst vor der Erderhitzung tagesschau.de
Wetteraufzeichnungen 2018 wieder eines der wärmsten Jahre heise.de
Zum Fressen gern Viele Großtiere starben aus, weil sie schlicht gegessen wurden sueddeutsche.de
USA Demokraten wollen Green New Deal taz.de
ZAHL DES TAGES
Rund 20.000 tote Trottellummen sind in den vergangenen Wochen an der niederländischen Küste angespült worden. Auch an der niedersächsischen Küste sind die toten Vögel gefunden worden, wie das niedersächsische Umweltministerium bestätigte. Ob das Massensterben mit der Havarie des Megafrachters „MSC Zoe“ im Zusammenhang steht, ist noch unklar.
ndr.de
ZITAT
„Wir müssen weg vom Wachstum um jeden Preis, hin zu einem nachhaltigen Umgang mit den Gütern.“
WWF-Vorstand Eberhard Brandes zieht bei der Vorstellung des Jahresberichts Bilanz und fordert ein bewussteres Konsumverhalten.
wwf.de
HINTERGRUND
Gasausstieg: Druck auf Europäische Investitionsbank. Mehrere NGOs haben sich zu der Kampagne „Fossil Free EIB“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Europäische Investitionsbank davon abzuhalten, in Projekte mit fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas zu investieren. Die EIB ist mit einem Kapital von 243 Milliarden Euro der größte zwischenstaatliche Kreditgeber der Welt. Seit Anfang Januar befragt die EIB die Öffentlichkeit zu ihrer Finanzierungspolitik im Energiesektor. Noch bis Ende März kann jeder Beiträge dazu einreichen. Hintergrund ist, dass bis Mitte diesen Jahres dem Verwaltungsrat neue Vergaberichtlinien für Energieprojekte vorgelegt werden sollen. Dem Bündnis „Fossil Free EIB“ reicht diese Kampagne jedoch nicht. Es argumentiert, dass sich die Bank mit der Finanzierung der Fossilindustrie sowie der Nutzung von Gas als Brückentechnologie in die entgegengesetzte Richtung bewege. Zu dem Bündnis zählen neben dem WWF unter anderem die deutsche Umweltschutzorganisation urgewald sowie 350.org.
taz.de
Deutsche E-Autos ohne Batterien. Die deutschen Autohersteller sind bemüht, künftig mehr E-Autos zu produzieren. Das wichtigste Bauteil dabei werden die Hersteller allerdings nicht selbst produzieren, sondern bei Zulieferern wie LG, Samsung und CATL in Asien bestellen. So hat allein Daimler Batteriezellen im Wert von rund 20 Milliarden Euro bis 2030 bei großen asiatischen Produzenten bestellt, bei VW doppelt so viel. Bis zum Jahr 2025 will VW weltweit jährlich etwa drei Millionen Elektrofahrzeuge produzieren, die Schwerpunkte liegen anfangs auf Europa und China. Branchenexperten sind sich einig, dass sich rein batteriegetriebene Fahrzeuge dauerhaft gegenüber Hybrid-Autos durchsetzen werden. Dies könnte jedoch zu Engpässen in der Lieferung von Batteriezellen führen. BASF beispielsweise liefert das Kathodenmaterial, das in jeder Batterie gebraucht wird. BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller rechnet damit, dass eine Expansion nötig sein wird, um den Bedarf zu befriedigen. Die Chemiebranche sieht sich zu kapitalintensiven Investitionen gezwungen.
handelsblatt.com
Düstere Zukunftsprognose für Insekten. Chinesische und australische Forscher kommen in einer Metastudie zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Insektenarten in den nächsten Jahrzehnten verschwinden werden. Die Forscher stützen sich auf ihre Auswertung von 73 Studien zum Insektensterben. Daher fordern sie, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, denn Insekten sind für das Ökosystem essentiell. Ein Grund für das Insektensterben sei in Europa in der Landwirtschaft zu finden. Der Entomologe Tomas Schmitt führt dies auf die Umstellung zur industriellen Landwirtschaft zurück. Diese hätte ein artenarmes System begünstigt. Sogar Regenwälder werden so zu Monokulturen, die industrielle Landwirtschaft ist mittlerweile in allen Gegenden der Welt präsent. So gingen die Bestände der Insekten immer weiter zurück.
deutschlandfunknova.de
KOMMENTAR
Ende Gelände. Katrin Henneberger von der NGO „Ende Gelände“ erläutert in einem Gastbeitrag für den Freitag, warum ziviler Ungehorsam notwendig sei, um der Klimakrise zu begegnen. Ein wenig mehr Ökostrom und ein bisschen weniger Auto fahren reiche nicht aus, um dem Problem zu begegnen. Daher blockiere die Initiative Tagebaue und Kohlekraftwerke. So soll stillgelegt werden, was schon längst hätte abgeschaltet werden müssen.
freitag.de
FOTO DER WOCHE

Ein Polarbär schaut in eine Arktisstation auf dem Franz Josef Land Archipel.
Foto: picture alliance/Vera Kostamo/Sputnik/dpa
TIERISCH
Geschmacksache. Eichhörnchen vom Grill watson.de
Brummende Superhirne. Bienen können rechnen scinexx.de
TERMINHINWEIS

microsoft-berlin.de
NICHT MEHR GRÜN
Valentinstag im Zoo. Ein Zoo im US-amerikanischen Texas hat sich zum kommenden Valentinstag am 14. Februar eine besonders morbide PR-Aktion einfallen lassen. Bis zum 10. Februar konnten User den Namen ihrer Ex-Partner an die Facebookseite des El Paso Zoos senden. Die gesammelten Einsendungen werden dann zum Futter der Erdmännchen. Die Kakerlaken werden nach den Namen der Ex-Partner benannt und an die Tiere verfüttert, ein Live-Stream übertragt das Geschehen für jene, die nicht vor Ort dabei sein können, ins Internet. Laut Sarah Borrego, der Koordinatorin für Events im Zoo El Paso, sei dies eine unterhaltsame Art, die Zoo-Community in den tierischen Alltag einzubinden. Ein Zoo im südenglischen Kent hat ähnliche Pläne. 
welt.de

KW6: Australien zwischen Sintflut und extremer Dürre, UBA bescheinigt Fortschritte bei Luftreinigung, Bayerisches Volksbegehren gegen das Artensterben geplant

NACHRICHTEN
Australien zwischen Sintflut und extremer Dürre: Australien ist das Land der Klimaskeptiker. Gerade dort zeigt sich das Klima gerade von seiner extremsten Seite. Während im tropischen Norden des Landes, im Bundesstaat Queensland, Menschen mit Booten aus ihren Häusern evakuiert werden müssen, weil tagelange Regenfälle für Überflutungen sorgen, werden im trockenen South Australia um die Stadt Adelaide Hitzerekorde gebrochen. Queensland erlebt das schlimmste Hochwasser seit 1998, dort fiel mehr als ein Meter Regen in einer Woche – das Zwanzigfache des normalen Durchschnitts. Im Süden müssen Landwirte monatlich 25.000 Dollar aufbringen, um ihre Herden am Leben zu erhalten, während durch die extreme Dürre kaum noch Landwirtschaft möglich ist. Bei 49,5 Grad verendeten Wildpferde, Fledermäuse fielen tot vom Himmel, und Fische starben in ausgetrockneten Wasserläufen. Dass die Wetterextreme die Leute nun zu einem Umdenken bewegen, könnte jedoch weiterhin unwahrscheinlich sein. In Australiens Regierung hat der Klimaschutz keine Priorität. Zwar ist Australien einer der sonnenreichsten Kontinente, dennoch wird ein Großteil der Energie mit Kohle produziert, weitere Kohleminen sind in Planung. Australiens CO2-Ausstoß ist einer der höchsten der Welt.
tagesschau.de
Aufatmen: UBA bescheinigt Fortschritte bei Luftreinigung. Das Umwelt-Bundesamt (UBA) hat seine neuesten Daten zur Luftqualität in deutschen Städten vorgelegt. Die Daten zeigen, dass die Luft in den Städten nur wenig besser geworden ist. Zwar wurde in mindestens 35 Städten der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten, jedoch war es auch vier deutschen Städten möglich, die Grenzwertüberschreitung zu stoppen. Dafür kamen nun Leipzig und Koblenz als Städte mit Stickstoffdioxidbelastungen über dem Limit dazu. Im Durchschnitt ergibt sich trotz allem ein positives Bild: Rund 2 Mikrogramm pro Kubikmeter hat die Luftverschmutzung deutschlandweit abgenommen. Meldeten 2017 noch 45 Prozent der Stationen zu hohe Werte, waren es 2018 nur noch 39 Prozent. Das UBA schätzt, das dafür vor allem Tempolimits, Verkehrsbeschränkungen sowie neuartige Automodelle verantwortlich sind. Die positivste Entwicklung gab es in Sachen Feinstaub: Erstmalig seit 2005 wurden die Grenzwerte in keinem Ballungsgebiet mehr überschritten.
welt.de
Kernkraft: Bärendienst für den Umweltschutz. Die Atomkraft zählte lange Zeit zu den großen Feinden der Umweltbewegung. Atomkraft? Nein Danke. Mittlerweile bietet sich jedoch ein differenzierteres Bild. Erst am Ende des vergangenen Jahres fand in München das „Nuclear Pride Fest“ statt, auf dem Aktivisten einen Ausbau der Atomenergie zum Klimaschutz fordern. Auch Prominente Stimmen wie die von Bill Gates und Forschern fordern, mehr in die Atomenergie zu investieren. Schließlich gilt sie als CO2-freie Energiegewinnungsmethode. Im Gegensatz zu Kohle oder Gas verursache die Spaltung von Atomkernen keine Kohlendioxid-Emissionen, der Klimawandel könne so gebremst werden. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) müssten rund 1000 neue Kernkraftwerke gebaut werden, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Auch wird Atomenergie immer teurer, während erneuerbare Energien wie Wind und Solar erschwinglicher werden. Die Kernkraft ist also neben den Sicherheitsrisiken auch ökonomisch fraglich. Dass beispielsweise Bill Gates sich für sie einsetzt, könnte auch andere Gründe haben: Dem Microsoft-Gründer gehört die Firma TerraPower, die an neuartigen Atomreaktoren forscht.
sueddeutsche.de
Rettet die Bienen: Bayerisches Volksbegehren gegen das Artensterben geplant. Am 31. Januar startete in Bayern offiziell das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, welches von der ÖDP und den Grünen initiiert wurde. Das Volksbegehren Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern gibt allen Wahlberechtigten in Bayern für zwei Wochen, bis zum 13. Februar, die Möglichkeit, seine Stimme für das Volksbegehren abzugeben und die Initiative somit zu unterstützen. Eine der zentralen Forderungen ist, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Bayern schrittweise von den derzeitigen zehn Prozent auf 20 sowie 30 Prozent bis 2030 zu erhöhen. Die CSU und der Bauernverband sehen darin eine Gefahr vor allem für Kleinbauern. Der Bio-Markt sei außerdem schon gesättigt – insbesondere im Bereich der Milchprodukte ist dies schon jetzt der Fall. Auch wird vor einem „Bauernbashing“ gewarnt. Landwirte würden durch die Iniative zu sehr in die Mangel genommen, existierender Druck weiter erhöht. Damit das Volksbegehren erfolgreich ist, müssen zehn Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme dafür abgeben. Das sind in Bayern rund 950.000 Bürger. Danach wäre der Landtag am Zug, der das Begehren annehmen oder ablehnen kann.
merkur.de
Die Zukunft des Planeten entscheidet sich in Asien. Das enorme Wirtschaftswachstum asiatischer Länder in den letzten Jahrzehnten geht mit einem enormen Energiebedarf einher. Allen voran die Volksrepublik China benötigt als einer der größten Produzenten der Weltwirtschaft gewaltige Energiemassen, hat gleichzeitig jedoch nur unzureichende Schutzmaßnahmen für die Umwelt. An Bilder von Menschen mit Masken, die sich vor Smog schützen, haben wir uns längst gewöhnt. Stefanie Lang, Asien-Expertin des WWF, hält fest, dass das Wohl der Welt auch ein großes Stück von der Umweltpolitik in den asiatischen Ländern abhängt. Doch die Länder nehmen auch Chancen wahr: In einigen Bereichen wird Umweltschutz als Chance für die Entwicklung neuer Technologien genutzt. In Vietnam ist ein Großteil der neu zugelassenen Motorroller mittlerweile elektrisch betrieben, in Sri Lanka werden E-Autos staatlich gefördert. Am Dienstag beginnt in vielen asiatischen Ländern das chinesische Neujahr. Es ist das Jahr des Schweins – es könnte auch eine sinnvolle Erinnerung an den Artenschutz sein.
waz-online.de
Zigarettenkippen: Massenweise Sondermüll in der Landschaft weser-kurier.de
Mikroplastik: Umwelt geht durch den Magen aerztezeitung.de
Guatemala: Wenn die Kaffeepflanze durchdreht jungle.world
ZAHL DES TAGES
Rund 210 000 artengeschützte Glasaale haben Frankfurter Zollfahnder in einem geschlossenen China-Restaurant im hessischen Liederbach retten können. Drei mutmaßliche Täter wurden festgenommen.
fr.de
ZITAT
„So wie sie derzeit betrieben wird, ist die konventionelle Landwirtschaft der größte Umweltschädling überhaupt. Wenn wir die konventionelle Landwirtschaft ökologisieren, hat das viel mehr Effekt als zusätzliche Milliardensubventionen für den Bio-Landbau.“
Thilo Bode, Foodwatch-Gründer und ehemaliger Geschäftsführer bei Greenpeace, will sich für eine ökologische Landwirtschaft und bessere Lebensmittel einsetzen.
sueddeutsche.de
PANDASTISCH
Krokodile im Vorgarten. In der australischen Stadt Townsville im Bundesstaat Queensland sind innerhalb einiger Tage die Regenmassen eines ganzen Jahres gefallen. Weite Teile der Stadt sind überflutet, es gab bereits zwei Tote. Zahlreiche Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. Mit den Wassermassen werden jedoch auch einige ungebetene Gäste in die Vorgärten gespült, allen voran Salzwasser-Krokodile, von den Australiern auch „Salties“ genannt. Auch Schlangen sollen gesichtet worden sein. Polizei und Behörden warnen die Bewohner eindringlich davor, durch die Wassermassen zu waten. Neben hygienischen Bedenken kann das vor allem lebensgefährlich sein.
diepresse.com
HINTERGRUND
Die Bodenhaftung verloren. In Sachen Klimaschutz wird der Blick oft nach Oben gerichtet: In den Himmel zum Beispiel, es wird debattiert über Luftverschmutzung und CO2-Ausstöße oder den Zustand der Atmosphäre. Dabei wird oft vergessen, den Blick nach unten zu werfen und sich zu fragen, wie es den Organismen in unseren Böden geht. Gute Böden sind schließlich unabdingbar für ein funktionierendes Ökosystem und eine effektive Landwirtschaft. Rund ein Drittel des Weidelandes und ein Viertel der Acker- und Waldböden sind bereits stark beeinträchtigt worden. 10 Millionen Hektar davon gehen jedes Jahr verloren, Tendenz steigend. Böden werden zu Wüsten, oder sie werden zubetoniert mit Straßen, Parkplätzen und Gebäuden. Die wachsende Weltbevölkerung werde sich so kaum ernähren lassen, warnt Maria Flachsbarth, Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium. In einem Hektar Wald sind insgesamt rund 15 Tonnen Mikrobe, Pilze, Termiten, Spinnen, Asseln, Larven und Mäuse tätig, um den Kreislauf am Laufen zu halten. Über den unterirdischen Kosmos wissen wir dennoch oft viel zu wenig.
zeit.de
Bananen: Wer ist der Fairste im ganzen Land? Bananen zählen zu den beliebtesten Früchten in Deutschland. Dementsprechend sind auch fair gehandelte Bananen immer beliebter, der Markt ist entsprechend groß. Lidl hat im Herbst vergangenen Jahres angekündigt, ausschließlich Bio-Bananen verkaufen zu wollen, und machte auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin mit einem großen Werbeauftritt auf sich aufmerksam. Das setzte die Konkurrenz unter Druck, schließlich sind korrekte Produkte bei Deutschen im Trend. Das sorgte bei Edeka für Ärger, der darauf aufmerksam machte, dass die Kette schon seit 2014 fair gehandelte Bananen im Angebot habe. Auch Aldi und andere Discounter zogen mittlerweile nach. Ein ähnliches Beispiel gab es schon bei Eiern: Nachdem ein Zahlencode eindeutig auf die Haltungsbedingungen aufmerksam machte, sind Eier aus Kleingruppenhaltung quasi vom Markt verschwunden. Bei der Banane könnte es nun ähnlich sein.
welt.de
Kongo: Kampf um Kobald. Die Demokratische Republik Kongo gilt als einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas. Das zentralafrikanische Land hat die weltweit größten Reserven an Koltan und deckte 2017 geschätzte 58 Prozent der weltweiten Förderung von Kobalt ab. Auch Kupfer exportiert das Land in großen Mengen. Kupfer ist für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien unerlässlich, die in Laptops oder Smartphones verbaut werden. Laut Artikel 58 der kongolesischen Verfassung muss der Staat die Bürger an seinen Reichtümern beteiligen – davon spüren seine Bürger allerdings nichts. Laut Weltbank leben 64 Prozent der rund 77 Millionen Einwohner in Armut. Der größte Teil der Erträge geht in die Hände des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila, der nach 17 Jahren sein Amt nun an Félix Tshisekedi abgegeben hat. Seiner Familie gehören über einhundert Förderlizenzen für Gold, Diamanten und andere Rohstoffe, rund 70.000 Hektar Farmland und große Anteile an Mobilfunkfirmen, Fluggesellschaften und Banken. Die Rohstoffe werden derweil durch die sogenannten „creuseurs“ abgebaut – oft Kinder, ausgestattet mit Spaten, Spitzhacken und ihren bloßen Händen.
zeit.de
FOTO DER WOCHE

Ran an den Speck. Am 5. Februar beginnt nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Schweins. Einige von ihnen sind inzwischen ziemlich selten, so z.B. das blonde Wollschwein, das von der GEH zum Gefährdeten Nutztier 2019 gekürt wurde.
g-e-h.de
TERMINHINWEIS

microsoft-berlin.de
KOMMENTAR
Fragwürdige Stimmungsmache. Christina Deckwirth, Campaignerin bei Lobbycontrol, kritisiert im Handelsblatt die Stimmungsmache gegen die Deutsche Umwelthilfe. Sie hält dies für einen gefährlichen Angriff auf die Meinungsfreiheit der Zivilgesellschaft.
handelsblatt.com
NICHT MEHR GRÜN
Auch das noch: Gift im Dildo. Für die Stiftung Warentest war es ihr erstes Mal – mit einem Sexspielzeug. Orgasmushilfen sind vermutlich so alt wie Menschheit selbst, doch bisher scheint niemand auf die Idee gekommen zu sein, diese den gleichen Tests zu unterziehen wie andere Produkte. Das könnte einen guten Grund haben, weil die Ergebnisse uns die Lust verderben könnten. Von den insgesamt 18 Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringen, die die Stiftung Warentest untersucht hatte, waren nur drei frei von Schadstoffen. Mit dabei war anderem ein Weichmacher, der unfruchtbar machen und Krebs erzeugen kann.
zeitjung.de

KW5: Schwierige Geburt – Kohlekommission macht Kompromissvorschlag, Brasilien: Schlammkatastrophe mit Ansage, Regierung hat keine Lust aufs Tempolimit

NACHRICHTEN
Schwierige Geburt – Kohlekommission macht Kompromissvorschlag. In der Nacht auf Samstag hat sich die Kohlekommission nach zwanzigstündigen Verhandlungen darauf geeinigt, dass Deutschland sich bis spätestens 2038 von der Kohle verabschieden soll. Der Bund soll dabei den Umstieg auf erneuerbare Energien mit 40 Milliarden Euro bis 2040 unterstützen. Die Regierung will nun Optimismus hinsichtlich der getroffenen Entscheidungen verbreiten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält zuversichtlich an seiner Einschätzung fest, dass eventuelle Strompreiserhöhungen nicht auf die Verbraucher umgewälzt würden. Gleichzeitig nannte Altmaier den Kohleausstieg einen der „anspruchsvollsten Transformationsprozesse der letzten Jahrzehnte“. Die Klimaziele der Bundesregierung könnten durch den Kohleausstieg bis 2030 erreicht werden, so Altmaier. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich zuversichtlich. Für die Grünen jedoch reicht der Entwurf für den Ausstieg nicht aus. Parteichefin Annalena Baerbock bezeichnete die Einigung als „Minimalkompromiss“. Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping sieht einen Einfluss der Kohle-Lobby auf die Entscheidungen der Kommission.
tagesschau.de
Kurioser Streit um Stickstoff-Grenzwerte. Eine Unterschriftenliste von Lungenärzten, welche die Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe in Frage stellen will, wirft Fragen zur Wissenschaftlichkeit dieses Vorstoßes auf. An der wissenschaftlichen Einschätzung, dass es sich bei Stickoxiden und Feinstaub toxikologisch um gesundheitsgefährdende Substanzen handelt, hat sich nichts geändert. Es liegen zahlreiche statistisch belastbare Daten vor, die die Faktenlage eindeutig belegen. Dass sich nun Ärzte gegen diese Daten stellen, erscheint absurd – insbesondere die Gesundheit der Schwächsten sollten sie im Blick haben. Und das sind vor allem Kinder und Asthmatiker, von denen Erwachsene immerhin fünf Prozent der Bevölkerung stellen, bei Kindern sind es doppelt so viele. Grundsätzlich sind Grenzwerte zur Luftreinhaltung nicht das Ergebnis eines wissenschaftlichen, sondern eines politischen Prozesses. Diesem geht in der Regel eine medizinische Begutachtung voraus. Die Lungenärzte scheinen sich nun als verkehrte Aktivisten zu verstehen.
faz.net faz.net
Brasilien: Schlammkatastrophe mit Ansage. Am Freitag spielte sich in Brasilien nahe der Millionenstadt Belo Horizonte eine Damm-Katastrophe ab. Am Freitag sackte der 87 Meter hohe Damm eines Rückhaltebeckens in sich zusammen, die daraus entstandene Lawine aus Wasser und Schlamm wälzte sich talabwärts und tötete vermutlich über 300 Menschen. In der Erzgewinnung wird viel Wasser benötigt, welches von Staudämmen zurückgehalten wird. Dabei kommt es jedoch immer wieder zu schweren Zwischenfällen. Erst 2015 brach nur rund 150 Kilometer von Brumadinho entfernt der Bento-Rodrigues-Damm. 19 Menschen starben bei Brasiliens bis dahin größter Umweltkatastrophe. Weltweit trugen sich ähnliche Fälle zu. Neben dem menschlichen Leid, das verursacht wird, sind vor allem die Umweltfolgen verheerend. Das Material in den Rückhaltebecken ist oft hoch giftig, teilweise sogar radioaktiv. Die giftigen Schlämme töten Tiere und Umwelt und verseuchen das Grundwasser. Vor diesem Hintergrund ist die Fahrlässigkeit, mit denen solche Dämme betrieben werden, besonders schockierend.
spektrum.de
BDI: Verkehrswende könnte teuer werden. Die Energiewirtschaft ist der einzige volkswirtschaftliche Sektor, der das von der Bundesregierung gesteckte Ziel der CO2-Reduzierung um 40 Prozent bis 2020 erreicht. Andere Sektoren wie die Industrie oder das Verkehrswesen hinken dafür umso deutlicher hinterher. Eine Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie kam nun zu dem Ergebnis, dass dem nicht so sein muss: Theoretisch wäre auch im Verkehrswesen ein Ergebnis nach den Klimaschutzzielen bis 2030 erreichbar. Im Gegensatz zum Energiesektor müsste der jedoch deutlich radikaler vollzogen werden und kostet wesentlich mehr Geld. Dafür müssten bis 2030, also in rund zehn Jahren, zwischen 243 und 256 Milliarden Euro investiert werden. Die Bundesregierung lässt es im Verkehrswesen allerdings recht langsam angehen. Von dem nötigen radikalen Wandel ist dort nichts zu sehen. Entsprechend pessimistisch kommentiert der BDI das Ergebnis der Studie: „Bei der Erreichung des Klimaziels im Verkehrssektor stoßen Wirtschaft und Gesellschaft an die Grenzen der praktischen Umsetzbarkeit.“
welt.de
Regierung hat keine Lust aufs Tempolimit. Regierungssprecher Steffen Seibert erteilte einem allgemeinen Tempolimit auf deutschen Autobahnen eine klare Absage – ein Tempolimit stünde nicht im Koalitionsvertrag. Darüber hinaus gäbe es schon jetzt ein weitreichendes Tempolimit auf den Autobahnen und „intelligentere“ Möglichkeiten, das Klimaproblem zu lösen. Eine interne Arbeitsgruppe der Bundesregierung sollte sich mit dem Tempolimit befassen und präsentierte ihre Ergebnisse früher als geplant. Das Ergebnis war eine intensive Debatte. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte sich vehement gegen die Pläne, deutschen Autofahrern ein Tempolimit vorzuschreiben. Das Prinzip der Freiheit habe sich auf den Autobahnen bewährt. Außerdem, so Scheuer, würde ein Tempolimit den CO2-Ausstoss um lediglich o,5 Prozent verringern. Auch gab es viel Kritik an den Standorten für Luftschadstoffmessgeräte. Diese stünden in anderen Ländern auch nicht direkt an der Straße.
zeit.de
Digitalisierung Das Zauberwort auf dem Bauernhof deutschlandfunk.de
Spanien Tod im illegalen Bohrloch. Das Drama hinter der Tragödie sueddeutsche.de
Interview Jochen Wermuth, ein grüner Kapitalist taz.de
ZAHL DES TAGES
Rund 30.000 bunte Flipflops sind allein für die Verzierung des Rumpfes der „Flipflopi“ wiederverwendet worden. Eine Gruppe von kenianischen Umweltschützern will mit ihrem Segeltörn auf die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik aufmerksam machen.
spiegel.de
ZITAT
„Die letzte Innovation, mit der deutsche Autos von sich reden gemacht haben, war die illegale Abschalteinrichtung.“
Marc Felix Serrao von der Neuen Zürcher Zeitung spottet über die Zuverlässigkeit von Made in Germany.
nzz.ch
HINTERGRUND
Neue Studie zeigt deutliche Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Flüchtlingsströmen. Die Weltbank rechnet weltweit bis 2050 mit 140 Millionen sogenannten Klimaflüchtlingen. Das sind Menschen, die aus ihrer Heimat vor den Folgen des Klimawandels fliehen müssen. Eine am Mittwoch veröffentliche Studie der Wirtschaftsuniversität Wien und des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse kam nun zu dem Ergebnis, dass klimatische Veränderungen zahlreichen Konflikten und den daraus folgenden Fluchtbewegungen vorausgehen. Für die Studie wurden Asylanträge aus 157 Ländern mit den Klimabedingungen und den Kriegstoten in den jeweiligen Herkunftsländern verglichen. Als Beispiel nennen die Studienautoren die Unruhen in Tunesien, Libyen, im Jemen und in Syrien. In Syrien beispielsweise ging eine dreijährige Dürreperiode den Konflikten voraus. Der Klimawandel ist bisher als Fluchtgrund nicht anerkannt.
derstandard.de
Umweltpolitik als Klassenkampf von oben? Grüne, klimabewusste Politik wird oft als Klassenkampf von oben kritisiert: Sie sei elitär und gehe zulasten ärmerer Menschen. Im Diskurs um den fortschreitenden Klimawandel wird sich mittlerweile oft die Frage gestellt, ob sich in Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung nicht auch eine elitäre Verachtung für die Lebensrealität von Geringverdienern offenbart, ein grüner Klassenkampf von oben, quasi. Der Kauf und Konsum von nachhaltigen, klimafreundlichen Produkten wird oft als Distinktionsmerkmal gegenüber dem „unbewussten Pöbel“ verstanden. Dabei zeigt sich besonders bei den Gelbwesten-Protesten in Frankreich, dass viele der Debatten vor allem auch die Mittel- und Unterschicht treffen. Steigende Benzinpreise und Dieselfahrverbote treffen jeden. Dabei ist die Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie seit jeher Enger, als viele das in der heutigen Debatte zugeben wollen.
zeit.de
Grüne Gentechnik: Was von den Versprechen bleibt. Nach Angaben des International Service for the Acquisition of Agribiotech Applications wachsen bereits auf gut zehn Prozent des nutzbaren Ackerlandes gentechnisch veränderte Pflanzen. Insbesondere vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung verläuft die Glaubensfront um die Zukunft der Nahrungsmittelsicherung zwischen einem für und wider der gentechnisch veränderten Pflanzen. Schätzungen zufolge soll sich die Weltbevölkerung zwischen elf und zwölf Milliarden einpendeln. Diese Menschen müssen alle satt werden. Schon seit Jahrzehnten dringen täglich vielversprechende Neuigkeiten aus den Labors, viele dieser Versprechungen wurden aber bisher nicht eingelöst. Vielmehr zeigt sich, dass der Fortschritt oft eine Schnecke ist – was im Labor klappt, muss noch lange nicht auf dem Acker funktionieren.
faz.net
KOMMENTAR
Die Ministerin und das Tempolimit. Ein Kommentar von Thomas Schmoll über eine Umweltministerin, die keine Stellung beziehen will.
n-tv.de
FOTO DER WOCHE

TIERISCH
Der Tod der einsamsten Ente der Welt. Neuseeland trauert um den Tod der wohl einsamsten Ende der Welt. Vor einem Jahr landete Erpel Trevor nach einem Sturm in Neuseeland auf der kleinen Pazifikinsel Niue und war damit die einzige Ente auf der Insel. Die Vorsitzende der örtlichen Handelskammer bestätigte den Tod der männlichen Ente, die einem Hund zum Opfer gefallen ist. Vermutet wird, dass Trevor knapp 2500 Kilometer aus Neuseeland einflog. Trevor lebte auf der Insel in einer kleinen Pfütze. Neuseelands Parlamentspräsident Trevor Mallard, der Namensgeber der Ente, bekundete dem Volk der Insel sein Beileid.
haz.de
KINO
Ailos Reise. Der französische Regisseur Guillaume Maidatchevsky begleitete ein Jahr lang ein neugeborenes Rentier durch die eisigen Weiten Lapplands und stellt sich damit in die Tradition der Tier-Dokumentation nach Jamie Uys mit „Die lustige Welt der Tiere“. Ohne falsche Niedlichkeit wird ein optisch herausragendes Portrait der Landschaft und der Tiere des Nordens gezeichnet. Geeignet für Groß und Klein gleichermaßen.

filmstarts.de
NICHT MEHR GRÜN
Schweinerei: Dänemark baut Grenzzaun. Dänemark begann am Montag mit dem Bau eines Zauns an der Grenze zu Deutschland. Damit soll verhindert werden, dass Wildschweine die Afrikanische Schweinepest einschleppen. 70 Kilometer lang und etwa 1,50 Meter hoch wird der Zaun entlang der Grenze zu Schleswig-Holstein. Der Stahlzaun reicht einen halben Meter weit in den Boden, damit sich die Tiere nicht darunter durchwühlen können. Die dänische Regierung will mit dem Bauvorhaben die für das Land sehr wichtige Schweinezucht schützen. Dänemark exportiert jährlich Schweine im Wert von über 1 Milliarden Euro in Länder außerhalb der EU. Sollten sich dänische Schweine nun mit der Afrikanischen Schweinepest infizieren, müssten alle Ausfuhren gestoppt werden.
zdf.de

KW4: Grüne Woche – Streit ums Grundsätzliche, World Risiko Report des Weltwirtschaftsforums, Tempolimit für den Klimaschutz?, Diät für zehn Milliarden Menschen

NACHRICHTEN
Grüne Woche: Streit ums Grundsätzliche. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“ demonstrierten mehrere Tausend Menschen in Berlin gegen die Agrarpolitik der EU. Die Demonstranten forderten einen besseren Schutz von Umwelt und Tieren. Anlass der Demo war die Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“ in Berlin. Die Teilnehmer übergaben zu Anfang eine Protestnote an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die versammelten 70 Agrarminister aus aller Welt. Sie fordern eine zukunftsfähige EU-Agrarreform, eine Abkehr von pauschalen Flächensubventionen sowie eine Unterstützung für eine klimaschonende und umweltfreundliche bäuerliche Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung. Rund 100 Organisationen aus der Landwirtschaft, der Entwicklungspolitik sowie dem Umwelt- und Tierschutz unterstützten den Aufruf. Jährlich werden in der EU rund 60 Milliarden Euro an EU-Agrargeldern ausgeschüttet, wovon der Großteil als pauschale Subventionen je Hektar Fläche gezahlt wird. Dies gehe gegen die Interessen von kleineren Betrieben, die mit geringeren Subventionen auskommen müssen. Anstelle der industriellen Landwirtschaft wird eine auf ökologischen Prinzipien basierende Agrarpolitik gefordert.
zeit.de
Allianz gegen Plastikmüll. Am Mittwoch haben knapp 30 Konzerne aus der Chemieindustrie in London eine Allianz gegen Plastikmüll ins Leben gerufen. Laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) sollen in den nächsten fünf Jahren rund 1,5 Milliarden Dollar in Projekte investiert werden, die das Sammeln, Recyceln und die Wiederverwertung von Plastikmüll zum Ziel haben. Zudem soll das Geld in Reinigungsaktionen und Informationen fließen. Als deutsche Unternehmen sind in der Allianz die Unternehmen BASF, Covestro und Henkel vertreten. Hans Van Bylen, Vorstandsvorsitzender von Henkel und Präsident des VCI sagte, dass Kunststoffe leistungsfähig, vielseitig einsetzbar und ressourcenschonend seien und auf keinen Fall als Abfall ins Meer oder in die Umwelt gelangen dürften. Die „Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt“ wolle sich zunächst auf Regionen konzentrieren, die hauptsächlich für Plastikmüll in den Meeren verantwortlich seien: Asien-Pazifik und Afrika.
faz.net
World Risiko Report des Weltwirtschaftsforums. Der aktuelle Global Risk Report des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeichnet ein düsteres Bild für die Zukunft. Naturkatastrophen, Datenkriminalität, Cyber-Attacken, menschengemachte Umweltkatastrophen und umfangreiche unfreiwillige Migration sollen auf die Menschheit zukommen. Die 107-seitige Studie beginnt mit der Frage „Schlafwandelt die Welt in eine Krise?“. Den Ergebnissen der Studie zufolge scheint diese Frage angebracht, denn der WEF stellte fest, dass der kollektive Wille, sich diesen Problemen zu stellen, schwindet, und die Spaltung stattdessen zunimmt. Das Risiko des Klimawandels wird lediglich übertroffen vom Gefahrenpotenzial, das durch den Einsatz von Massenvernichtungswaffen ausgeht. Traditionell stellt das Weltwirtschaftsforum den Weltrisikobericht rund eine Woche vor Beginn der Jahrestagung im schweizerischen Davos vor.
wiwo.de
Schülerstreik für den Klimaschutz. Die Sorge ums Klima treibt Deutschlands Teenager auf die Straßen. In rund 50 deutschen Städten haben sich Schüler zu Streiks zusammengetan. Die Jugend ist umweltpolitisch so interessiert wie selten zuvor. Dem Beispiel der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die an Freitagen für den Umweltschutz protestiert, statt in die Schule zu gehen, hat sich in Deutschland das Bündnis „Fridays for Future“ gebildet. Jugendforscher Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance stellt fest, dass Deutschlands Teenager das Thema Umweltschutz seit langem am meisten interessiert. Die Zahlen von Umweltverbänden spiegeln das gewachsene Umweltbewusstsein der Jugend wider. Beim WWF sind bundesweit rund 12.000 Jugendliche aktiv.
dw.com
Tempolimit für den Klimaschutz? Eine Regierungskommission, in der unter anderem die IG Metall, der ADAC, die Bahn sowie Umweltverbände vertreten sind, hat ein bei Deutschen besonders umstrittenes Thema wieder in die Diskussion gebracht – ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Ziel ist es, die Umwelt durch verminderte CO2-Emissionen zu schützen, wenn der Verkehr nur noch mit maximal 130 Stundenkilometern durch Deutschland schnellt. Die Bundesregierung hat sich in dieser Angelegenheit bisher nicht positioniert, Regierungssprecher Steffen Seibert gab bekannt, dass man bis Ende Februar das weitere Vorgehen mit Blick auf ein Klimaschutzgesetz abstimmen wolle. Verkehrsminister Andreas Scheuer lehnte die Überlegungen bisher kategorisch ab.
tagesschau.de
Strukturwandel Kohleausstieg mit goldenem Handschlag n-tv.de
Kawenzmänner im Anmarsch Höhere Wellen durch wärmeres Klima klimareporter.de
#10yearchallenge Bittere Bilder aus der Natur watson.ch
Pionier des Umweltjournalismus Horst Stern verstirbt im Alter von 96 Jahren tagesschau.de
ZAHL DES TAGES
Die 26 reichsten Milliardäre der Welt haben zusammen mehr Vermögen als die 3,8 Milliarden ärmsten Menschen der Welt. Dies geht aus Oxfams aktuellem Jahresbericht hervor.
dw.com
ZITAT
„Von allen Risiken ist es bei der Umwelt am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe steuert.“
So heißt es im aktuellen Global Risk Report des Weltwirtschaftsforums. Dort werden Wetterextreme als das größte Risiko für die Welt angeführt.
augsburger-allgemeine.de
HINTERGRUND
Diät, die alle satt macht – Speiseplan für zehn Milliarden Menschen. Eine Kommission aus 37 renommierten Wissenschaftern hat nun den idealen und in jeder Weltregion umsetzbaren Speisezettel aufgestellt, um Klima, Umwelt und Ressourcen zu schützen. Aufgrund dieser Speisepläne könnte sogar eine Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen ernährt werden, ohne dass die ökologische Stabilität in Gefahr geriete. Dafür ist jedoch insbesondere in den Industrieländern eine radikale Ernährungsumstellung notwendig. Auf dem Speiseplan stehen pro Tag unter anderem 43 Gramm Fleisch, 500 Gramm Gemüse und Obst und 125 Gramm Hülsenfrüchte und Nüsse pro Person. Derzeit verzehrt der Durchschnittsdeutsche täglich rund 165 Gramm Fleisch. Weltweit müsste der Konsum roten Fleischs, also Rind, Schwein und Lamm, um 50 Prozent reduziert werden, um das Ziel einer global gesunden und nachhaltigen Ernährung zu erreichen.
nzz.ch
Deutscher Dreck an Malaysias Stränden. Deutsche Haushalte produzieren jährlich hunderttausende Tonnen Plastikabfall. Ein großer Teil davon landet im Ausland, wie zum Beispiel in Malaysia, wo das Plastik die Strände vermüllt. Insgesamt etwa 686000 Tonnen Altplastik hat der Staat Malaysia nach UN-Angaben von Januar bis Oktober 2018 aus dem Ausland importiert. Der größte Lieferant sind die Vereinigten Staaten, Deutschland nimmt nach Japan den dritten Platz ein. In Jenjarom, einem Distrikt westlich der Metropole Kuala Lumpur, formiert sich nun Widerstand gegen die Berge aus Plastikmüll aus aller Welt. Nicht verwertbare Abfälle werden angezündet, meist nachts, die giftigen Dämpfe rauben den Bewohnern den Schlaf. Mittlerweile ist Malaysia zum wichtigsten Importland für Plastikabfälle geworden.
projekte.sueddeutsche.de
Wen macht die Banane krumm? In deutschen Discountern ist ein Kilo Bananen für weniger als ein Euro keine Seltenheit. Bananen müssen monatelang reifen, gepflückt, gewaschen und über den Ozean transportiert werden, bevor sie in speziellen Anlagen nachreifen und verkauft werden können. Für die Produzenten bleibt da nichts mehr übrig. Obwohl Oxfam seit Jahren die Missstände anprangert, stammt nur jede zehnte in Deutschland verkaufte Banane aus fairer Produktion. Der Discounter Lidl will nun von Billigbananen auf fair produziertes Obst umsteigen, doch sollte Lidl damit der einzige Supermarkt bleiben, hat das Unternehmen ein Problem. Verbraucher sind oft nicht bereit, höhere Preise für Bananen auszugeben. Ein nachhaltiger Anbau von Bananen wäre ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Bekämpfung von Armut. Der Handel trägt da eine besondere Verantwortung.
sueddeutsche.de
KOMMENTAR
Stephan Börnecke, Umwelt- und Ernährungsexperte, schreibt in der Frankfurter Rundschau über eine verfehlte Agrarpolitik der öden Äcker. Die Artenvielfalt gehe zurück, die Verantwortlichen reagieren jedoch kaum.
fr.de
FOTO DER WOCHE

Greenpeace warnt mit einem großen Thermometer vor dem Kraftwerk Niederaußem und unterstreicht damit die Forderung nach einem Ausstieg aus der Kohleverstromung.
Foto: Greenpeace
TIERISCH
Romeo und Julia bei den Amphibien. Hoffen auf ein Happy End für den Sehuencas-Wasserfrosch.
traunsteiner-tagblatt.de
KINO
Ailos Reise. Der französische Regisseur Guillaume Maidatchevsky begleitete ein Jahr lang ein neugeborenes Rentier durch die eisigen Weiten Lapplands und stellt sich damit in die Tradition der Tier-Dokumentation nach Jamie Uys mit „Die lustige Welt der Tiere“. Ohne falsche Niedlichkeit wird ein optisch herausragendes Portrait der Landschaft und der Tiere des Nordens gezeichnet. Geeignet für Groß und Klein gleichermaßen.

filmstarts.de
NICHT MEHR GRÜN
Schlechte Nachrichten für Kaffeeliebhaber. Auf Kaffeliebhaber könnten harte Zeiten zukommen, denn der Klimawandel bedroht die braunen Bohnen. Der britische Botaniker Aaron Davis verbrachte 30 Jahre mit der Aufzeichnung des Schicksals einer Pflanze, die viele interessieren dürfte – Kaffee. Davis hat festgestellt, dass es aufgrund des Klimawandels in den typischen Anbaugebieten, wie beispielsweise Äthiopien, immer schwieriger wird, Kaffee anzubauen. Von den 124 Kaffeespezies der Welt sind 60 Prozent vom Aussterben bedroht. Dabei handelt es sich insbesondere um die wilden Kaffeespezies. Zwar wird der Großteil dieser Pflanzenarten nicht für den Kaffeekonsum angebaut, sie sind jedoch maßgeblich für ein funktionierendes Ökosystem und somit für einen guten Ertrag der Kaffeebauern mitverantwortlich.
nytimes.com

KW3: Bund und Heinrich-Böll-Stiftung legen Agraratlas vor, BMEL-Ernährungsreport 2019, EU beschließt Ökodesign-Richtlinie, neues Verpackungsgesetz, Kohle-Gipfel im Kanzleramt

NACHRICHTEN
Grüne Woche ante portas: Bund und Heinrich-Böll-Stiftung legen Agraratlas vor. 2021 beginnt in der EU die neue Förderperiode für die Landwirtschaft. Dass dort Bedarf an einer Reform besteht, darüber sind sich die Bürger einig. Rund die Hälfte von ihnen findet, dass landwirtschaftliche Betriebe zusätzlich honoriert werden sollten, wenn sie besondere Leistungen für Umwelt-, Wasser- und Naturschutz erbringen. Drei Viertel fordern besondere Unterstützung für mittlere und kleine Betriebe und ein großer Teil sieht das Höfesterben in Deutschland als großes Problem. Jedoch gibt es im Bundeslandwirtschaftsministerium Widerstände gegen Reformen. Die rund 60 Milliarden Euro an Landwirtschaftsfördermitteln sollen nach dem Willen des Bundes für Umwelt und Naturschutz radikal umverteilt werden. Dafür wurde nun der Agraratlas 2019 vorgelegt – er zeigt,  wo Gelder für die Landwirtschaft derzeit hinfließen. Nachhaltigkeit und Artenvielfalt sollen mehr im Fokus stehen.
sueddeutsche.de
Ernährungsreport 2019. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat den Ernährungsreport 2019 heraus gebracht. Darin zeigt sich ein paradoxes Bild: 9 von 10 Deutschen gaben an, dass ihnen gesunde Ernährung wichtig sei. Was dann auf dem Teller landet, ist allerdings eine andere Sache. Laut Ernährungsministerin Julia Klöckner liegen Fertiggerichte nämlich voll im Trend. Zwar sei Geschmack beim Essen das wichtigste Kriterium, 99 Prozent der Befragten wollen darauf besonderen Wert legen. Aber auf Fleisch wollen die wenigsten verzichten, und auch die Zubereitung muss schnell und einfach sein. Jeder Fünfte greift täglich zu Süßigkeiten und jeder Zehnte kocht nie. Die gute Nachricht: Fast die Hälfte der Befragten gab an, beim Einkauf auf Bio-Siegel zu achten.
spiegel.de
EU beschließt Ökodesign-Richtlinie. Die EU-Kommission und Mitgliedsstaaten haben sich auf neue Ökodesignanforderungen für Waschmaschinen, Kühlschränke, Leuchtmittel, Fernseher und Geschirrspüler geeinigt. Mit Hilfe der neuen Anforderungen sollen Haushaltsgeräte ressourcenschonender werden. Neben einer längeren Lebensdauer verspricht die Regelung auch eine bessere Recyclingfähigkeit. Irmela Colaco vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland begrüßt die neue Regelung, da so der Verbrauch begrenzter Ressourcen eingedämmt würde. Kritisiert werden jedoch die Anforderungen zur Reparierfähigkeit der Geräte. Umweltverbände bemängeln, dass diese nicht konsequent genug umgesetzt sein – der Wegwerftrend würde so nur bedingt umgekehrt werden.
vzbv.de
Das neue Verpackungsgesetz. Rund 220 Kilogramm pro Kopf und Jahr fallen in Deutschland an Verpackungsabfällen an. Wir sind damit europäischer Spitzenreiter. Gute Neuigkeiten also, dass ab Januar das neue Verpackungsgesetz in Kraft getreten ist. Das Gesetz macht sich ehrgeizige Ziele, es soll helfen, dass mehr Verpackungen eingesammelt und recycelt werden. So soll der Anteil des recycelten Abfalls schrittweise bis 2022 erhöht werden, wie zum Beispiel beim Plastik, dessen Recyclingquote von 36 auf zunächst 58,5 und dann auf 63 Prozent steigen soll. Auch sollen ab diesem Jahr 70 Prozent aller Getränke in Mehrwegverpackungen verkauft werden. Verpackungen sollen zudem Recyclate enthalten – Stoffe, die beim Recyceln entstanden sind. Der VKU kritisiert, dass keine Verpflichtung zur Verwendung von Recyclaten besteht. Die DUH kritisiert die niedrigen Lizenzentgelte, welche Hersteller für die Entsorgung ihrer Verpackungen an duale Systeme zahlen müssen.
faz.net
Kohle-Gipfel im Kanzleramt. Am Dienstag findet im Kanzleramt das Spitzentreffen zum Kohleausstieg statt. Zu 19 Uhr hat Kanzlerin Merkel mehrere Bundesminister, die Chefs der Kohlekommission sowie die Regierungschefs der Kohle fördernden Lände eingeladen. Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen erhoffen sich von dem Treffen verbindliche und konkrete Zusagen für den Strukturwandel in den Braunkohleregionen. Dafür soll bis Ende Januar ein Konzept für den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle in Deutschland vorliegen. Klimaschutz sowie die Erhaltung von Arbeitsplätzen sollen dabei in Einklang gebracht werden. Bisher hatte man sich auf kein Konzept einigen können. Der Kohlekommission sind bei Zusagen für Finanzhilfen allerdings die Hände gebunden – die Hoheit über den Bundeshaushalt liegt beim Bundestag.
lr-online.de
Ökotrends der Bundesliga Mehr Sein als Schein? augsburger-allgemeine.de
Hawaii Letzte Schnecke ihrer Art gestorben theguardian.com
Nashorn-Luftfracht Film zeigt abenteuerliche Reise zeit.de
Hund, Katze, Maus Die Ökobilanz von Haustieren fr.de
ZAHL DES TAGES
Es wird weiter geschummelt: Durchschnittlich 39 Prozent mehr Sprit als angegeben verbrauchen Neuwagen, wie aus einer Studie der Umweltorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor geht. Daran scheinen auch Umweltvorgaben und Abgasskandale nichts geändert zu haben.
spiegel.de
ZITAT
„Der Vielfalt des Lebens einen Geldwert zu geben, ist ein sicherer Weg, sie zu töten.“
Edward O. Wilson, Zoologieprofessor an der Harvard University und dreifacher Pulitzerpreisträger, debattiert mit der Meeresbiologin Antje Boetius in Die Zeit über Klimalösungen.
zeit.de
HINTERGRUND
Ozeane erwärmen sich schneller als erwartet. Es gehört zum Geschäft des Weltklimarat IPCC, seine Prognosen laufend zu korrigieren. Dieses Mal war es jedoch eine besonders beunruhigende Korrektur: Die Ozeane erwärmen sich viel schneller als erwartet. Den neuen Veröffentlichungen aus dem Science Mag zufolge waren die vergangenen drei Jahre allesamt die heißesten seit Beginn der Messungen. Das Problem ist, dass die Meere ein sehr träges Speichermedium sind und überschüssige Energie und Wärme, die beim Klimawandel entsteht, speichern. An ein schnelles Abkühlen ist also garnicht zu denken. Verglichen mit den sechziger Jahren hat sich die Aufheizung der Meere inzwischen um vierzig Prozent verstärkt – Tendenz weiter steigend.
faz.net
Vermögensverwaltung: Geld bewegt die Umwelt. Werner Hedrich ist Chef der deutschen Globalance Invest. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei dem Unternehmen um den weltweit ersten Vermögensverwalter, der das Geld seiner Kunden so anlegt, dass es im Einklang mit dem Ziel der Weltklimakonferenz steht, die globale Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Hedrich stellte fest, dass viele Anleger nicht wissen, wie ihre Geldanlagen Gesellschaft und Umwelt beeinflussen. Mit Hilfe eines ökologischen Fußabdrucks soll den Anlegern dies deutlicher vor Augen geführt werden. Hedrich schaut ganz genau hin, mit welchen Unternehmen Globalance Invest zusammen arbeiten soll. So sind beispielsweise Unternehmen, die Atomkraftwerke betreiben oder auf fossile Brennstoffe setzen, tabu.
sueddeutsche.de
Die weiße Seite des Klimawandels. Eine Folge des Klimawandels sind steigende Temperaturen. Dass dabei aber auch langanhaltender, meterdicker Schneefall vorkommen kann, wie das derzeit im Süden Deutschlands und in den Alpen der Fall ist, sollte viele überraschen. Ursache dafür ist die extreme Erwärmung des hohen Nordens und die Aufheizung der Ozeane. Die Arktis erwärmt sich seit Jahrzehnten sehr viel schneller als die südlicheren Regionen. In Folge werden Luftströmungen zwischen Nord und Süd blockiert, Wetterphänomene setzen sich regelrecht fest.
faz.net
Eine Alternative zur „Fast Fashion“. Die Branche um Second Hand Kleidung erfährt einen regelrechten Boom. In Berlin und Hamburg sind die Preise für gebrauchte Kleidungsstücke in den letzten Jahren um rund 50 Prozent gestiegen. Selbst in kleineren Städten wie Bielefeld erfreuen sich Händler des guten Geschäfts: Das muffige Öko-Image, das Secondhand lange umwehte, ist längst der Massentauglichkeit gewichen. Secondhand gilt heute vor allem unter jungen Leuten als modisches Statement, auch der Umwelt zuliebe.
spiegel.de
KOMMENTAR
Banken als Klimaretter. Hans Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, äußert sich in der Frankfurter Rundschau zur Rolle des Bank- und Finanzsystems bei der Abkehr vom Klimawandel. Kritische Kipp-Punkte könnten schon bald erreicht sein – Banken könnten durch gezielte Maßnahmen unterstützend eingreifen.
fr.de
FOTO DER WOCHE
Eishockey-Referees im Panda Look. Die Deutsche Eishockey Liga macht sich weiter für den Tierschutz stark: Ab sofort werden alle DEL-Schiedsrichter auf ihren Trikots den WWF-Panda auf der Brust tragen.

© Copyright: AS Sportfoto / Soerli Binder
 
www.ran.de
TIERISCH
Fliegende Belugawale. Im kommenden Frühling wird sich ein Flugzeug mit einer besonderen Fracht auf den langen Weg von China nach Island machen. An Bord werden sich zwei Belugawale befinden. Ihr Ziel: Das weltweit erste offene Weißwalschutzgebiet. Dabei handelt es sich um die selbe Bucht, in der auch der berühmte Wal Keiko aus Free Willy zuhause war. Das Projekt ist eine Initiative von Merlin Entertainment, eins der weltweit größten Freizeitparkunternehmen.
grapevine.is
TERMINHINWEIS
Wir haben es satt! Am 19. Januar findet in Berlin vor dem Brandenburger Tor eine Demo für gutes Essen und eine gute Landwirtschaft statt:

NICHT MEHR GRÜN
Klopapier im Mopsdesign. Laut einer WWF-Studie verbrauchen Europäer jährlich rund 22 Milliarden Rollen Toilettenpapier. Das entspricht rund 40 Rollen pro Person. Seit Dezember kommt von der Drogeriekette DM ein Unikat dazu: Bedruckt mit einem Mops, der einen schwarz-weiß gestreiften Pullover trägt, einen Blumenkranz auf dem Kopf hat und in einer Sprechblase „I love you“ sagt. Es handelt sich um eine limitierte Edition, und es soll sogar schon zu Hamsterkäufen gekommen sein. Ob diese Dekadenz noch zu steigern ist?
taz.de

KW50: Minimalkonsens auf Klimagipfel, Ostseetunnel vor dem Aus, brasilianische Kernbrennstäbe Made in Germany, neue CO2-Grenzwerte für Neuwagen

NACHRICHTEN
Klimagipfel: Minimalkonsens nach Verlängerung. Nach dem Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die internationale Gemeinschaft nun auf ein Regelbuch geeinigt, wie diese Ziele auch erreicht werden können. Das „Rulebook“ wurde in Kattowitz geschrieben, redigiert und veröffentlicht. Die 24. Weltklimakonferenz hat ihr Minimalziel somit erreicht, die umfangreichen Regeln sind jedoch unverständlich formuliert. Zwar geben sie klare Regeln an, wie und wann ein Land seine Klimabelastungen offen legen muss, doch ob die Idee des „naming and shaming“ vor dem Hintergrund rechtspopulistischer Staatschefs noch funktioniert, wird sich zeigen. Grüne und Linke kritisieren die Regeln schon jetzt als gescheitert, vielerorts werden die Regeln als zu naiv verstanden. Immerhin gibt es eine „High Ambition Coalition“, der auch Deutschland beigetreten ist. Die Koalition will die Klimaziele besonders ehrgeizig verfolgen.
welt.de
Aus für Fehmarnbelt-Tunnel. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg (EuG) hat die Genehmigung der Belttunnel-Finanzierung zurückgenommen. Hintergrund waren Vermutungen, dass die Europäische Union das Finanzierungsmodell auf dänischer Seite zu schnell durch gewunken haben soll. Dänemark sollte den 5,1 Milliarden Euro teuren Bau des Tunnel mit Hilfe einer staatlichen Gesellschaft finanzieren, welche günstige Kredite aufnehmen kann. Das EuG entschied nun, dass diese Staatsgarantien, die der Tunnelfirma Millionen Euro Zinsen ersparen, als unzulässige Beihilfe gelten. Der 18 Kilometer lange Tunnel auf dem Boden der Ostsee hätte Fahrtzeiten von unter zwei Stunden zwischen Hamburg und Kopenhagen ermöglicht. Umweltschützer protestieren seit lange gegen das nun endgültig gestoppte Projekt.
mopo.de
Brasilien: Kern-Brennstäbe Made in Germany. In Brasilien ist Ende Oktober der rechtsextreme Jair Bolsonaro ins Amt gewählt worden. Die Bundesregierung, welche offiziell aus der Atomenergie aussteigt, hält dies offenbar nicht davon ab, weiterhin angereichertes Uran an die Regierung in Südamerika zu verkaufen. Wirtschafts-Staatssekretär Ulrich Nußbaum sagte in einer Antwort an die Grünen, dass weder aus außenpolitischer, noch aus energiepolitischer Sicht eine Notwendigkeit bestünde, das Abkommen zu kündigen. Brasilien weigert sich bisher, ein Zusatzprotokoll zum Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag zu unterzeichnen. Bolsonaro wird Anfang kommenden Jahres seine Amtstätigkeit beginnen; er sieht den US-Präsidenten Trump als Vorbild und hat mit seinen Äußerungen für Empörung gesorgt. Er steht für eine Politik der rücksichtslosen Ausbeutung des Regenwaldes und indigener Völker.
n-tv.de

Keinen Weihnachtsmann, sondern den Meeresgott Poseidon schickte die DUH nach Brüssel, um ihrer Forderung nach einem Ende der Überfischung mit 350.000 Unterschriften Nachdruck zu verleihen. In dieser Woche werden die Fangquoten u.a. für die Nordsee verhandelt. Foto: Dave Walsh / Our Fish
EU: Neue CO2-Grenzwerte für Neuwagen. Die EU möchte bis 2030 deutlich klimafreundlichere Autos auf europäischen Straßen sehen. Am Montag, nach Ende der UN-Klimakonferenz in Kattowitz, hat sie nun neue CO2-Grenzwerte für Neuwagen eingeführt, die die Autoindustrie massiv unter Druck setzen: Im Schnitt 37,5 Prozent weniger Kohlendioxid sollen Neuwagen dann produzieren als noch 2021. Die Autoindustrie reagiert entsetzt und weist auf den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen hin, die Bundesregierung reagiert jedoch auf die Regelungen, welche bei der Klimakonferenz getroffen wurden. Deutschland wollte ursprünglich nur 30 Prozent Minderung. Die Emissionen sollen nun in Etappen verringert werden.
merkur.de
WWF-Chef im Interview: Eberhard Brandes kritisiert das Scheitern der Politik waz.de
Nach Rekordsommer: „Heißzeit“ zum Wort des Jahres gekürt welt.de
Studenten mit Ziel: Klimaschutz für Einsteiger jetzt.de
Gift im Weihnachtsbaum: Warnungen vor Insektiziden und Glyphosat weser-kurier.de
ZAHL DES TAGES
133 Seiten lang ist das am Samstagabend auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz beschlossene Regelbuch.
sueddeutsche.de
ZITAT
„Ihr sprecht nur von grünem, ewigen Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst habt, euch unbeliebt zu machen. Ihr sprecht nur darüber, mit den immer gleichen schlechten Ideen weiterzumachen, die uns in diese Krise geführt haben. Und das, obwohl die einzige vernünftige Entscheidung wäre, die Notbremse zu ziehen. Ihr seid nicht einmal erwachsen genug, die Wahrheit zu sagen.“
Die Schwedin Greta Thunberg sorgte bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz für Aufsehen. Die ungewöhnlich ehrlichen Worte der 15-jährigen zur derzeitigen Situation in der internationalen Klimapolitik trafen einen Nerv.
faz.net
PANDASTISCH
HINTERGRUND
Druckbetankung für E-Autos. Elektroautos eilt noch immer ein Ruf der fehlenden Praktikabilität voraus. Neben Ängsten einer zu kurzen Reichweite wird auch das lange Aufladen oft kritisiert. Das soll sich jetzt ändern, denn das Nachtanken von E-Mobilen soll bald so schnell möglich sein wie bei Benzin und Diesel – dank dem deutschen Forschungsprojekt Fastcharge, welches aus den Firmen Allego, BMW, Phoenix-Contact, Porsche und Siemens besteht. An der A8 zwischen Ulm und Augsburg, steht eine neue Schnellladestation, die es möglich macht: So liess sich ein Porsche Panamera mit einer Batteriekapazität von etwa 90 kWh mit einer Leistung von mehr als 400 kW betanken. Das Forschungsprojekt wird vom Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereits mit 7,8 Millionen Euro unterstützt.
nzz.ch
Große Geschäfte: Kohle aus Kot. Im Journal of Cleaner Production wurde eine Studie präsentiert, in der die israelischen Forscher Amit Gross und Reut Yahav-Spitzer von der Ben-Gurion-Universität im Labor menschlichen Kot in Kohle verwandelt haben. Sie haben dafür in einem Druckgefäß den Kot unter starker Hitze zu Kohle gepresst, so wie auch Kohle in wesentlich längerer Zeit natürlich entstanden ist. Was sonst Jahrtausende dauerte, war im Labor in maximal zwei Stunden erledigt. Während des Versuchs sei wesentlich mehr Energie entstanden, als für die Herstellung der Kohle verbraucht wurde – ein Hoffnungsschimmer für zukünftige Energieträger.
wn.de
Neue WWF-Website: Umweltschutz aus dem Weltraum. Der WWF hat eine neue Website gestartet, welches die innovativsten Projekte zum Umweltschutz rund um den Globus bündelt und vorstellt. Die Seite Space Science bedient sich dabei neuester Technologien, um Ökosysteme weltweit zu schützen. Dabei kommen auch Satellitenbilder- und Aufnahmen zum Einsatz. Die Seite wird regelmäßig mit neuen Projekten aktualisiert.
space-science.wwf.de
KOMMENTAR
Rot-Grün kapituliert vor den Pyromanen. Stephan Wiehler denkt, was den Amerikanern ihr Recht auf Waffen ist, ist den Deutschen ihr Recht auf ihr Silvesterfeuerwerk. Laut Schätzungen des Umweltbundesamtes geben Deutsche jährlich zwischen 100 und 200 Millionen Euro geben wir jährlich für Raketen und Knaller aus. Dabei werden mit 5000 Tonnen Feinstaub rund 17 Prozent der jährlichen Emissionen im Straßenverkehr in die Luft geblasen. Dass sich deutsche Städte, allen voran Berlin, sich einmal im Jahr in einen Kriegsschauplatz verwandeln muss, findet Stephan Wiehler bedenklich. Böllerei sei keine Naturgewalt, und man kann sie bezwingen – zur Not auch politisch.
tagesspiegel.de
FOTO DER WOCHE
TIERISCH
Fremde Spezies bedrohen Europas Biodiversität. Forschern des Englischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie und 43 weiteren Forschern aus ganz Europa ist es gelungen, 66 Tierarten zu identifizieren, welche im Falle einer Einwanderung für die Biodiversität Europas das größte Risiko darstellen. Es handelt sich dabei um Tierarten, die bisher noch nicht in Europa beheimatet sind und aus anderen Weltregionen stammen. Der Umfang der Studie war außergewöhnlich groß. Es handelt sich bei den Spezies vor allem um Fische, Muscheln, Schnecken und Seegräser.
nhm.ac.uk
NICHT MEHR GRÜN
Unfaire Schoko-Nikoläuse. Laut Berichten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit ist der Anteil, den die Kakaoproduzenten vom Endverkaufspreis für Schoko-Weihnachtsmänner erhalten, in den letzten Jahrzehnten immer weiter gesunken. Obwohl Fairtrade im Oktober kommenden Jahres den Mindestpreis für Kakao um 20 Prozent erhöhen will, klagen viele Bauern entlang des Äquators noch immer über unzureichende Gewinnmargen. Ohnehin ist nur rund ein Drittel der verkauften Schokolade mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Richtig abkassieren können dagegen Hersteller und Einzelhändler. Ihnen kommen drei Viertel des Verkaufspreises von Schokoprodukten zu. So fair ist der Weihnachtsmann dann doch nicht.
taz.de

KW 47

NACHRICHTEN
UN-Konferenz zum Schutz der Biodiversität. Noch bis zum 29. November findet im ägyptischen Sharm El-Sheikh die COP 14 zum Schutz der biologischen Vielfalt statt. Das Umweltabkommen ist 1993 in Kraft getreten; 168 Länder haben sich darin verpflichtet, die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten. Das Artenschutz-Abkommen wurde – wie die Klimakonvention – auf dem UN-Klimagipfel in Rio de Janeiro gestartet. Thema der Konferenz ist die Regulierung von „Neuer Gentechnik“, dazu gehören Synthetic Biology und Techniken wie Crispr.
zdf.de, theguardian.com
EU Rat: Rotstift für Agrarumweltprogramme. Zurzeit finden in Berlin und Brüssel die Haushaltsberatungen statt. Der Rat der Europäischen Union will weniger Mittel für nachhaltige Landwirtschaft zur Verfügung stellen. Im Entwurf der österreichischen Ratspräsidentschaft wird auch vorgeschlagen, den Begleitausschuss erst dann zu hören, wenn wichtige Entscheidungen bereits getroffen sind. Der Begleitausschuss ist ein Kontrollgremium mit Vertretern aus Behörden, Institutionen und Umweltverbänden. Die Pläne stehen auch im Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung. Am Mittwoch will zudem das EU-Parlament seine Agrarreform vorstellen.
sueddeutsche.de
Rote Liste: Besserung für Berggorillas und Finnwale. Die Weltnaturschutzunion IUCN warnt davor, dass zunehmend Meeres- und Flussbewohner vom Aussterben bedroht seien. Ein Grund sei die Überfischung. Der WWF spricht von einem dauerhaften ökologischen Ausnahmezustand. Durch die Nachfrage nach Holzarten in Südostasien führt zum Raubbau bei der Abholzung; eine Gefahr auch für Teile der Vogelwelt. Eine Verbesserung der Situation gibt es für Berggorillas, seit Maßnahmen gegen Wilderer ergriffen wurden. Sie sind nicht mehr „vom Aussterben bedroht“, sondern nur noch „stark gefährdet“. Bei Finn- und Grauwalen ist die Situation auch besser geworden dank des Verbots kommerziellen Walfangs.
zeit.de
Mehr Anstrengungen für Klimaschutz. Rund 60 zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Regierung aufgefordert, sich mehr um den Klimaschutz zu bemühen. Deutschland habe bereits ein verlorenes Jahrzehnt hinter sich und drohe ein weiteres zu verlieren. Gemeinsam legten die Organisationen eine Liste mit 56 Maßnahmen vor, die den Klimaschutz verstärken könnten; unter anderem den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2030 auf mindestens 75 Prozent zu steigern und neben dem öffentlichen Nahverkehr auch Radfahrer und Fußgänger stärker zu fördern.
deutschlandfunk.de
CO2-Emissionen steigen auf Rekordhoch. Zum ersten Mal seit drei Jahren stieg 2017 der CO2-Ausstoß weltweit um 1,6 Prozent. In ihrem „World Energy Outlook“ warnt die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem weiteren Anstieg in diesem Jahr. Vor allem in Asien steigt die Nachfrage nach Energie; die globale Nachfrage wird bis 2040 um mindestens ein Viertel höher liegen als heute. Die IEA beobachtet mehrere Trends: Gas wird in der Energiewelt der Zukunft immer wichtiger, der Handel wird getrieben von Flüssigerdgas. Die Kohle wird hingegen an Bedeutung verlieren. Sogar in China sinkt die Nachfrage. Die erneuerbaren Energien sehen die Experten auf dem Vormarsch.
handelsblatt.com
Illegaler Tierhandel: Löwe im Lamborghini sueddeutsche.de
Frankreich: Massive Proteste gegen Steuererhöhungen auf Treibstoff tagesschau.de
Bits und Bäume: Konferenz zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit netzpolitik.org
Kernbrennstoffe: Baden-Württemberg will Belieferung maroder Kernkraftwerke mit im Grenzgebiet stoppen bundesrat.de
Zweifel an Gemeinnützigkeit: Die CDU will der Umwelthilfe ans Geld taz.de
ZAHL DES TAGES
53 Millionen Vögel, darunter viele bedrohte Bestände werden jedes Jahr in den EU-Staaten, Norwegen und der Schweiz abgeschossen. Legal.
spektrum.de
ZITAT
“ Sebastian Copeland, Preisträger des #Bambi2018 in der Kategorie „Unsere Erde“
„Die Natur schreit um Hilfe, aber wir hören nicht zu. Gerade hier in Deutschland, dem Heimatland der Innovation, entwickeln wir weiter Verbrennungsmotoren – und das im Jahr 2018.“
Sebastian Copeland, Preisträger des #Bambi2018 in der Kategorie „Unsere Erde“
twitter.com
HINTERGRUND
Klima und Krankheit setzen Italiens Olivenbäumen zu. Die Ernten der Olivenbauern fällt in diesem Jahr überschaubar aus, das hat auch Auswirkungen auf die Produktion von Olivenöl. Sturmböen und Regen sorgten dafür, dass die Olivenbauern viel früher als sonst mit der Ernte begonnen haben; viele haben Teile ihrer Produktion verloren. Für die wichtige Region Apulien wird ein Einbruch um 58 Prozent prognostiziert.
handelsblatt.com
El Nino: Angst vor der Rückkehr des „Christkindes“. Klimaforscher sehen Anzeigen für eine Rückkehr des Wetterphänomens „El Nino“ mit Dürren, Stürme und Überschwemmungen; Anzeichen sei die Aufheizung das Wasser im östlichen und zentralen Pazifik. Zuletzt wütete El Nino in den Jahren 2015 und 2016 und führte damals zu Ernteausfällen, Waldbränden und Überschwemmungen.
spiegel.de
KOMMENTAR
Artenvielfalt schützt die Erde – und den Menschen. Es ist schön und gut, Gorillas und Wale zu retten. Entscheidend für die Zukunft des Planeten aber wird es sein, auch die kleinen, oft noch gar nicht bekannten Lebewesen zu bewahren, schreibt Tina Baier in der „Süddeutschen“. Der Mangel an Wissen über die Vielfalt der Arten, die vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden sind, sei brandgefährlich. Schutzprogramme für einige wenige spektakuläre Arten seien besser als nichts. Es zeige, dass konsequenter Artenschutz funktioniere. Doch im Vergleich zum gesamten Ausmaß des Artensterbens seien das nur kleine Erfolge.
sueddeutsche.de/
FOTO DER WOCHE

In großen Lettern aus Gülle hat ein Landwirt den Hilferuf „Bitte Regen“ an Petrus geschickt. In Linachtal bei Furtwangen hat es seit Mai nicht mehr richtig geregnet.
swr.de
NICHT MEHR GRÜN
Wale in russischem Gefängnis. Über 100 Meeressäugetiere werden im Osten Russlands in einer Bucht am Japanischen Meer festgehalten. Die Tiere sollen an China verkauft werden. Die Tiere sind in einem kleinen Becken eingepfercht, berichten Umweltschützer. Die Tiere sind in freie Natur gewohnt, bis zu 100 Kilometer am Tag zurückzulegen. Die russische Aufsichtsbehörde hat mehrere Verstöße gegen die Tierhaltungsgesetze festgestellt. Greenpeace forderte die russischen Behörden zudem auf, ein Exportverbot zu verhängen.
stern.de

KW 46

NACHRICHTEN
CO2-Emissionen steigen auf Rekordhoch. Zum ersten Mal seit drei Jahren stieg 2017 der CO2-Ausstoß weltweit um 1,6 Prozent. In ihrem „World Energy Outlook“ warnt die Internationale Energieagentur vor einem weiteren Anstieg in diesem Jahr. Vor allem in Asien steigt die Nachfrage nach Energie; die globale Nachfrage wird bis 2040 um mindestens ein Viertel höher liegen als heute. Die IEA beobachtet mehrere Trends: Gas wird in der Energiewelt der Zukunft immer wichtiger, der Handel wird getrieben von Flüssigerdgas. Die Kohle wird hingegen an Bedeutung verlieren. Sogar in China sinkt die Nachfrage. Die erneuerbaren Energien sehen die Experten auf dem Vormarsch.
handelsblatt.com
Kaum Förderung des Radverkehrs. Der Fahrradclub ADFC kritisiert den Bundeshaushalt 2019, weil dort weniger Geld für den Ausbau von Radwegen vorgesehen ist, als zugesagt wurde. Statt 200 Mio. Euro ist das Budget auf 130 Mio. Euro gekürzt worden; dazu kommen noch 22 Mio. Euro für innovative Radprojekte. Der ADFC will zudem ein Pflichtprogramm für den Ausbau von Radwegen entlang von Bundesfernstraßen. Hier würden sich der Bund, der für die Radwege verantwortlich ist und die Länder, die die Radwege bauen, gegenseitig die Verantwortung zuschieben.
taz.de
Bayern im Ranking der Verkehrspolitik hinten. Baden-Württemberg macht am meisten für nachhaltigen Verkehr, dicht gefolgt von Thüringen und Rheinland-Pfalz. Bewertet wurden für den „Bundesländerindex Mobilität und Umwelt“ von Pro Schiene, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat die Themen Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität. Baden-Württemberg glänzt bei Verkehrssicherheit und Lärmschutz, in Thüringen hat die Luftqualität gute Noten bekommen. Pro-Schiene-Chef Dirk Flege kritisiert, dass die meisten Länder lediglich auf gesetzlich vorgeschriebene Pläne der Kommunen Bezug nehmen würden; die Bundesländer selbst bemühten sich nicht ausreichend um einen umweltfreundlichen und sicheren Verkehr.
zeit.de
Insektensterben betrifft nicht alle Arten gleichermaßen. Der Entomologische Verein Krefeld hat im Wahnbachtal östlich von Bonn in den Jahren 1989 und 2014 Insekten gefangen und gewogen. Die Bilanz: Die Bestände sind bei den meisten Arten rückläufig, auch einen gewissen Artenschwund konstatierten die Forscher. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld verwies darauf, dass lediglich Fallbeispiele präsentiert würden; man könne aus den Beispielen einzelner Standortvergleiche gewisse Trends erkennen. Die Forscher stießen auch immer wieder auf einzelne Arten, bei denen sie bei der zweiten Untersuchung mehr Exemplare fanden als bei der ersten. All das sind nur Zwischenergebnisse, das Projekt läuft noch bis 2021.
deutschlandfunk.de
Erste Eier ohne Küken-Schreddern kommen in den Handel. Rund 45 Millionen männliche Küken von Legehennen werden jedes Jahr allein in Deutschland getötet. Der Grund: Die Männchen legen keine Eier und setzen beim Mästen nicht genug Fleisch an, ihre Aufzucht ist kurzum nicht wirtschaftlich. Deshalb landen die kleinen Hähnchen im Schredder oder werden vergast. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will nun der Durchbruch gelungen sein, um das massenhafte Kükentöten zu beenden. Ein neues Verfahren soll schon im Brut-Ei das Geschlecht von Küken bestimmen können. Männliche Küken müssten also gar nicht mehr ausgebrütet werden. „Das ist ein großer Tag für das Tierwohl in Deutschland“, verkündete Klöckner am Donnerstag. Mit diesem Verfahren gebe es keine Rechtfertigung mehr für das Kükentöten. Die ersten Eier, die nach dem neuen Verfahren produziert werden, können Supermarktkunden jetzt in insgesamt 223 Rewe- und Penny-Märkten in Berlin kaufen. 2019 sollen die sogenannten „Respeggt-Freiland-Eier“ dann auch bundesweit erhältlich sein. Tierschützer stellt die neue Methode nicht zufrieden. „Das ist keine Lösung im Sinne einer verantwortungsvollen Tierzucht“, sagt Katrin Wenz, Agrarexpertin der Umweltorganisation BUND. „Hennen müssen auch weiterhin Höchstleistung erbringen.“ Wenz fordert stattdessen ein grundsätzliches Umdenken.
faz.net
Our Planet: Netflix und WWF zeigen erste Bilder ihrer Doku-Serie computerbild.de
Greenpeace-Razzia nach Farb-Aktion in Tiergarten : Berliner Justizsenator Dirk Behrendt schaltet sich ein tagesspiegel.de
Wisente: Zoff um die „Riesenkühe“ in Nordrhein-Westfalen sueddeutsche.de
ZAHL DES TAGES
Insgesamt 44 Kohlekraftwerksblöcke legen Energieversorger in den USA still. Sie sind gegen billiges Fracking-Gas und erneuerbare Energien nicht mehr konkurrenzfähig; zudem sind viele Kraftwerke schlicht veraltet.
bizz-energy.com
ZITAT
„Ökologisches Bewusstsein ist nicht allein bei den Grünen zu Hause – höchstens die überwiegend verstaatlichte Variante davon mit Verboten und Subventionen.“
FDP-Chef Christian Lindner will die Umweltpolitik in Zukunft nicht mehr allein den Grünen überlassen.
goettinger-tageblatt.de
TERMIN
Mit KI die Umwelt retten – Frühstücksdiskussion bei Microsoft Berlin am 21. November. Künstliche Intelligenz bietet auch im Natur- und Umweltschutz ungeahnte Möglichkeiten, etwa in der Landwirtschaft, der Wasserversorgung oder zum Erhalt der Artenvielfalt. „Können wir mit künstlicher Intelligenz die Umwelt retten?“ – darüber diskutiert Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung des WWF in einer Frühstücksdiskussion am Mittwoch den 21. November ab 8:15 Uhr bei Microsoft Berlin. Neben ihm werden auch Dr. Anna Christmann, Sprecherin Innovations- & Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, sowie Astrid Aupperle, Leiterin gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland, an der Debatte teilnehmen. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zur Kampagne „Erde an KI – Neue Ideen für unseren Planeten“ mit der Microsoft Umweltprojekte und KI zusammenbringen will. Im Rahmen der globalen Initiative AI for Earth vergibt Microsoft weltweit über einen Zeitraum von 5 Jahren Technologieförderung im Wert von 50 Millionen Euro an Projekte zur Lösung großer Umweltprobleme durch KI. Die Teilnahme melden Sie bitte bei isabel.richter@microsoft.com an.
HINTERGRUND
Pestizide belastet Europas Äcker. Äcker in Europa sind häufig durch einen Mix verschiedener Pflanzenschutzmittel belastet. Eine Studie der niederländischen Landwirtschafts-Universität Wageningen sieht das Vorhandensein von Rückständen gleich mehrerer unterschiedlicher Pestizide eher als die Regel, nicht die Ausnahme. Die Forscher haben Bodenproben aus mehreren EU-Ländern untersucht; in 83 Prozent der Proben fand sich mindestens ein Pestizid, in 58 Prozent sogar mehrere. Die Folgen des Zusammenwirkens verschiedener Pestizid-Reste seien weitgehend unbekannt. Zudem kritisierten die Forscher, dass es in der EU gebe es keine Standards für diese Art von Bodenbelastung gäbe.
handelsblatt.com
EU-Rechnungshof lässt kein gutes Haar an neuer Agrarpolitik: Die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Agrarpolitik nach 2020 stoßen beim Europäischen Rechnungshof auf scharfe Kritik. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht wird bemängelt, dass die Pläne der Kommission einer grüneren und leistungsorientierteren Förderung der Landwirtschaft zuwiderlaufen würden. Die im Juni vorgestellten Pläne für die gemeinsame Agrarpolitik würden den aktuellen Bestimmungen ähneln und wenig ändern. Als Beispiel nennen die Prüfer die Fortsetzung der Direktzahlungen an Landwirte. „Dieses Instrument ist jedoch für die Lösung vieler Umweltprobleme ungeeignet und zugleich nicht der effizienteste Weg, existenzsichernde Einkommen (von Landwirten) zu garantieren“, schreiben die Rechnungsprüfer.
faz.net
Neues Energiewende-Konzept. Heiko von Tschischwitz, Mitgründer von Lichtblick, hat ein neues Produkt „Change“ vorgestellt und will damit den Energiemarkt revolutionieren. Ab November will sein Unternehmen Enyway anfangen, große Solarfreiflächenanlagen zu bauen, an denen sich Bürger schon mit kleinen Beträgen beteiligen können – entweder in der Größe Pizzakarton oder Tischtennisplatte. Ein „Pizzakarton“ kostet für zwei Jahre 39 Euro. Damit soll die staatliche Ökostromförderung überflüssig werden. Mithilfe der Blockchain-Technologie soll der Ökostrom einer bestimmten Solar-Parzelle an den Pächter gehen. Mit einem Pizzakarton kann aber bestenfalls der Strom für das heimischen Laptop abgedeckt werden. Den übrigen Strom, den die Pächter brauchen, liefert ebenfalls Enyway zu dem Preis, zu dem die Firma ihn selbst einkauft. Nur bei den „Pizzakartons“ und „Tischtennisplatten“ streicht Enyway eine kleine Marge ein.
spiegel.de
Kohlendioxid als Auto-Treibstoff extrem klimaschädlich. Eine Analyse des WWF kommt zum Ergebnis, dass eine Weiterentwicklung des schädliche Klimagases Kohlendioxid schädlich ist. An dem Carbon Capture and Utilization genannten Verfahren arbeiten mehrere Forscher und Unternehmen; dabei soll Kohlendioxid gespeichert und in einen Wertstoff umgewandelt werden. Allein schon das speichern verbraucht viel Strom. Dazu kommt, dass Kohlendioxid ex­trem träge ist; auch hier muss viel Energie aufgewendet werden. Deswegen könne vom echten Kohlenstoffkreislauf nicht die Rede sein.
waz.de
Bitcoin verbraucht so viel Strom wie Dänemark: Angesichts des enormen Energieaufwands beim digitalen Schürfen von Bitcoins haben Forscher vor den Folgekosten für die Umwelt gewarnt. 2018 werde für die Herstellung der Kryptowährung mehr Energie als in ganz Dänemark verbraucht, sagte Max Krause vom Oak Ridge Institute for Science and Education. „Wir haben eine völlig neue Industrie, die pro Jahr mehr Energie konsumiert als viele Länder.“ Einer am Montag von Forschern um Krause in der Zeitschrift „Nature Sustainability“ veröffentlichten Studie zufolge wurden für das sogenannte Mining von Bitcoins allein bis Mitte dieses Jahres 30,1 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Zum Vergleich: Dänemark hatte im gesamten Jahr 2015 einen Stromverbrauch von 31,4 Milliarden Kilowattstunden.
spiegel.de
FOTO DER WOCHE

Erster Solarradweg Deutschlands: Ein Radfahrer ist auf dem ersten Solarradweg Deutschlands unterwegs. Die auf Fahrbahnplatten montierten Solarzellen erzeugen auf der 100 Meter langen Solarweg-Teststrecke Sonnenenergie die ins Stromnetz eingespeist wird.
faz.net
Foto: Henning Kaiser/dpa
TIERISCH
Mysterium Kuhhorn. Ein Tierarzt spielte auf seinem Alphorn in der Nähe von Kühen und beobachtete, dass die Tiere mit einem Horn näher kamen und lauschten, während die hornlosen Kühe unbeeindruckt weitertrotteten. Für ihn war damit klar, dass das Kuhhorn ein Wahrnehmungsorgan ist. In das Kuhhorn wird viel hinein interpretiert; es soll für bessere Verdauung der Kühe sorgen und sogar für Milchallergiker eine Lösung sein. Wissenschaftlich bewiesen kaum etwas, was die Befürworter der Hornkuh-Initiative behaupten. Nachgewiesen ist, dass Kühe nach der Enthornung Schmerzen haben; zwar bekommen die Kälber, deren Hornansatz mit einem heissen Eisen ausgebrannt werden, eine Narkose, doch auch am Tag danach haben die Tiere noch Schmerzen.
nzz.ch
NICHT MEHR GRÜN
Dem Hering wird es zu warm. Der Fischbestand in Mecklenburg-Vorpommern ist dramatisch gesunken. Schuld daran ist der Klimawandel. Das Meeresinstituts im Rostocker Fischereihafen hat mit seiner Erhebung einen konkreten Zusammenhang zwischen Meereserwärmung und dem Fischbestand belegt. Auch der Hering kommt selten vor. Fischschwärme fliehen vor steigenden Temperaturen in kältere Gewässer und ziehen etwa in Europa gen Norden. Dabei ändern Fische auch ihre Lebensgewohnheiten; erforscht ist das noch nicht im Detail.
welt.de

KW 44:

NACHRICHTEN
EU-Parlament stimmt für Plastik-Verbot: Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll den Kampf ansagen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament am Mittwoch in erster Lesung zu. Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen. Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de
Drastischer Rückgang des Wildtier-Bestands: Auf der Erde leben nach Angaben des WWF – World Wide Fund For Nature heutzutage 60 Prozent weniger Wildtiere als noch vor 40 Jahren. Grund für den drastischen Rückgang der in der Wildnis lebenden Wirbeltiere sei der Verlust von Lebensraum – zum Beispiel durch Landwirtschaft, Bergbau und immer größer werdende Städte. WWF-Direktor Marco Lambertini sagte, Naturschutz bedeute nicht nur, Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.
tagesschau.de
Mainz muss Fahrverbote erlassen: Die Stadt Mainz muss Diesel-Fahrverbote vorbereiten. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts am Mittwoch hervor. Die Kommune müsse Verbote in einen neuen Luftreinhalteplan zum 1. April kommenden Jahres einarbeiten. Kommen müssten die Verbote spätestens zum 1. September 2019 – wenn der Grenzwert für Stickstoffdioxid im Mittel der ersten sechs Monate des kommenden Jahres nicht eingehalten werde. Ob das Verbot für einzelne Straßen oder eine Zone gelten soll, ließ das Gericht offen. In dem Verfahren ging es um eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Stadt.
faz.net
Bundespräsident Steinmeier mahnt weitere Anstrengungen im Klimaschutz an: Frank-Walter Steinmeier hat weitere Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz angemahnt. Dabei sei es wichtig, alle gesellschaftlichen Akteure in Lösungen einzubeziehen, um zu einem Ausgleich von ökologischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und industriepolitischen Interessen zu kommen. Deutschland müsse den internationalen Verpflichtungen, die das Land eingegangen sei, auch nachkommen. Andere vertrauten darauf, dass gerade Deutschland – als starke Volkswirtschaft – seine Vorreiterrolle beim Einsatz von erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien nicht aufgebe. Steinmeier hat in Erfurt den 26. Deutschen Umweltpreis verliehen. Der Bundespräsident bescheinigte den Preisträgern, eine Meeresbiologin aus Bremerhaven und ein Team von Leipziger Abwasserexperten, neue Wege beim Umwelt- und Klimaschutz zu beschreiten.
welt.de, dw.com
Erste globale Konferenz zum Thema Luftverschmutzung: Die Weltgesundheitsorganisation hat Politiker sowie Gesundheits- und Energieexperten nach Genf eingeladen, um über einen Aktionsplan zu beraten. Ziel ist die Verbesserung der Luftqualität etwa durch einen geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe. Nach Angaben der WHO sterben rund sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Luftverschmutzung. Mehr als 90 Prozent der Kinder weltweit atmen demnach Luft ein, die ein Risiko für ihre Gesundheit und ihre Entwicklung darstellt. In den Industrieländern sind davon gut 50 Prozent der Kinder betroffen, in den übrigen Staaten dagegen 98 Prozent.
tt.com
Deepwater Horizon: Seit 15 Jahren sickern mehr als 115.000 Liter Öl am Tag in den Golf von Mexiko faz.net
Albanien: Rettung aus schlimmsten Zoo Europas kleinezeitung.at
Zu teuer: EU-Rechnungshof kritisiert Förderprogramme für CO2-Speicherung faz.net
Recycling: Lidl steigt ins Müllgeschäft ein sueddeutsche.de
ZAHL DES TAGES
Nur 16 der 197 Länder, die das Pariser Abkommen unterzeichneten, haben einen nationalen Klimaaktionsplan definiert, der ehrgeizig genug ist, um die Zusagen tatsächlich auch zu erfüllen. Dies geht aus einer Studie im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP24 im Dezember hervor. Laut einer Studie der Europäischen Umwelt-Agentur können jährlich 500.000 vorzeitige Todesfälle auf eine schlechte Luftqualität zurückgeführt werden. Demzufolge ist die Luftverschmutzung in 41 europäischen Ländern die Todesursache Nummer eins.
euractiv.de, de.euronews.com
ZITAT
„Wir schrauben an keinem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter rum. Der gilt, das ist europäisches Recht.“
Kanzlerin Angela Merkel hatte am Sonntagabend gesagt, ihre Partei wolle die Gesetze so ändern, dass Fahrverbote bei nur „geringfügigen“ Überschreitungen der EU-Grenzwerte als unverhältnismäßig eingestuft würden.
tagesspiegel.de
PODCAST
Diese Woche: Kohleausstieg in anderen Ländern Muss der ÖPNV elektrisch werden? Die Luft in vielen deutschen Städten ist schlecht und die Emissionswerte sind zu hoch. Ist der E-Bus die Lösung der Probleme? detektor.fm
HINTERGRUND
Kommunen bei Elektroautos ahnungslos: Die Erleichterungen für Besitzer von E-Autos, die per Elektromobilitätsgesetz eingeführt wurden, werden kaum umgesetzt. Dabei will der Bund, dass die Nachfrage nach E-Autos steigt. Laut einem Evaluierungsbericht, aus dem der Tagesspiegel zitiert, ist das Gesetz nur in gut der Hälfte der Kommunen bekannt; knapp ein Viertel der Kommunen wendet es an. 11 Prozent planen, die Privilegien kommendes Jahr einzuführen. Dort jedoch, wo das Gesetz Anwendung findet, steigt laut dem Bericht die Zahl der E-Autos und auch der Neuzulassungen.
tagesspiegel.de
Wer sein Auto nicht bewegt, spart Geld: Das Berliner Startup „Emil“ will den Markt für Autoversicherungen revolutionieren. Wie bei Strom oder Gas-Anbietern sollen demnach Kunden nur für die Versicherung zahlen, wenn das Auto tatsächlich auch genutzt wird. Knapp 27 Millionen gaben die Deutschen vergangenes Jahr für Autoversicherungen aus – so viel wie noch nie. „Uns ist aufgefallen, dass man auch wenn man nicht so viel fährt, fast genauso viel zahlt, wie Leute, die täglich pendeln“, erklärt Gründer Bastian Knutzen den Anstoß für seine Konzept. Als Partner konnte die Gothaer Versicherung gewonnen werden. Die technische Umsetzung wird mit einem kleinen Stecker fürs Auto und einer App fürs Handy möglich. Für Gelegenheitsfahrer soll das Einsparpotential bei 450 Euro im Jahr liegen.
faz.net
FOTO DER WOCHE
TIERISCH
Die Gefühle der Tiere: Alfred Brehm hat Tiere vermenschlicht und ihnen Gefühle zugeschrieben; deswegen wurde er lange Zeit von der Wissenschaft belächelt. Wegen seinem „Thierleben“ wird er oft als Bruder Grimm der Tiere bezeichnet. Doch nun stellt sich heraus: Autor und Zoodirektor Brehm hatte recht – mit Einschränkungen. Die Verhaltensbiologie hat zwar nicht den ‚romantischen‘ Brehm bestätigt, aber dass Tiere Gedankenbilder haben, dass sie logisch denken, planvoll und kreativ handeln, über sich selbst reflektieren und Mitgefühl empfinden können.
welt.de
NICHT MEHR GRÜN
Rausschmeisser. Text
domain

KW 04: Ende der EEG-Förderung, Selbstverpflichtung zur Plastik-Reduzierung, Umweltschutz auf dem Acker

NACHRICHTEN
CDU will Ende der EEG-Förderung einleiten: Der FAZ liegt ein Diskussionspapier der CDU vor, in dem ein Ausstieg aus der Förderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes bis 2021 geplant ist. „Wir werden ein Konzept erarbeiten, wie wir bis zum Ende der kommenden Wahlperiode aus der EEG-Förderung für Neuanlagen aussteigen, damit wir dann den EEG-Kostenscheitel erreichen“, heißt es darin. Bei Bedarf sollen zudem Ziele der Energiewende angepasst werden.
faz.net
Plastik – Weniger ist mehr. Selbstverpflichtung von 40 Unternehmen: Vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos haben 40 große Unternehmen, darunter Procter and Gamble, Unilever, Coca Cola, Dow Chemical und Danone, angekündigt, weniger Kunststoffe verarbeiten zu wollen. Acht Millionen Tonnen Plastik gelangen derzeit jährlich in die Weltmeere. Plastik in Weltmeeren ist unter anderem ein Problem, weil Tiere ihn mit Nahrung verwechseln und verenden.
ksta.de
Um 62 Prozent könnte Trinkwasser teurer werden. Viele Böden in Deutschland sind mit Nitrat belastet. Dadurch wird die Gewinnung von Trinkwasser komplizierter und damit teurer. Dieser Preisanstieg könnte sich bald für die Verbraucher bemerkbar machen.
spiegel.de
Pläne für mehr Umweltschutz auf dem Acker: Im Vorfeld der Grünen Woche hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Verteilung der Fördergelder für die Landwirtschaft kritisiert: „Gemeinwohlleistungen“ sollen gefördert werden, das „Gießkannenprinzip“ seitens der EU mit ihren Agrarsubventionen müsse beendet werden. Bisher fließen Gelder pro Hektar, sodass vor allem die größten Agrarunternehmen am meisten profitieren. Hendricks fordert ein Punktesystem, bei dem unter anderem Umweltschutz und nicht Fläche gefördert wird.
welt.de
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Unpopuläre Wege aus der Klimafalle: Eine klimapolitische Diskussion um Negativemissionen – also CO2, das der Atmosphäre entzogen wird – findet nicht statt. Doch ohne entsprechende Maßnahmen kann das Klimaziel der Pariser Konferenz nicht erreicht werden. Einige unpopuläre Möglichkeiten gibt es, zumindest theoretisch. Beispielsweise eine Kalkung der Ozeane oder die energetische Biomasse-Nutzung in Kombination mit der Abscheidung und Speicherung von CO2.
faz.net
Saudi-Arabien investiert in Ökostrom: Die Ölpreise sinken dauerhaft, der Rohstoff ist endlich. Saudi-Arabien investiert nun in Ökostromprojekte. In den kommenden Jahren sollen es bis zu 50 Milliarden Dollar sein, kündigte Energieminister Chalid al-Falih auf einer Konferenz in Abu Dhabi an. Unter anderem sollen Zehn-Gigawatt-Kapazitäten ausgeschrieben werden. Zudem sollen Stromtrassen in den Jemen sowie nach Jordanien und Ägypten gebaut werden.
spiegel.de
Allianz für Wasserstoff in Davos: Führende Energieunternehmen wollen gemeinsam mit der Autoindustrie Wasserstoff in den Fokus rücken. Am Rande des Weltwirtschaftsforums gründeten sie einen Rat für Wasserstoff. Wasserstoff-Antriebe für Autos werden als Schlüsseltechnologie bezeichnet. Ob diese Form des Antriebs jedoch zukunftsträchtig ist – die Wasserstoffproduktion bedarf hohen Energieaufwands, zudem ist das Gas hochexplosiv – darf gerade in Bezug auf die steigende Effizienz von Batterien für Elektrofahrzeuge bezweifelt werden.
sueddeutsche.de
Tierwohllabel in der Diskussion tagesspiegel.de
Niederländischer Versorger übernimmt 50 Prozent bei Ökostromer Lichtblick handelsblatt.com
Palmöl: Banken finanzieren Raubbau fr-online.de
Ein Drittel aller Lebensräume in Gefahr natur.de
Weltwirtschaft fürchtet Umweltrisiken bloomberg.com
2016 war erneute ein Hitzerekordjahr noaa.gov
Mode: Strumpfhosen aus alten Fischernetzen handelsblatt.com
„Um es vorsichtig auszudrücken: Winterkorn ist weit hinter dem zurückgeblieben, was er eigentlich wissen musste.“
Herbert Behrens (Linke) sprach von einer „spontanen Teilamnesie“.
tagesspiegel.de
HINTERGRUND
SAP-Vorstand prophezeit eine Produktion ohne Müll: 100-prozentiges Recycling: Bernd Leukert, Vorstand bei SAP, ist überzeugt, dass das möglich ist. Er setzt dabei auf die individuelle Produktion zu Hause. Abfälle würden so nicht mehr produziert. Ein Schlüssel sei Künstliche Intelligenz. Diese Intelligenz sei dazu in der Lage, Stillstandszeiten von Produkten zu verhindern – und dadurch eben auch, einen unnötigen Austausch zu vermeiden.
faz.net
Kritischer Agrarbericht 2017 vorgelegt: Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger fordert eine deutliche Verschärfung des Düngerechts. Durch die massive Düngung sei Grundwasser in Deutschland häufig stark mit Nitrat belastet, berichtete er im Zug der Vorstellung des Kritischen Agraberichts. Die Landwirtschaft müsse weniger Gülle produzieren und die industrielle Tierhaltung müsse zurückgefahren werden.
kritischer-agrarbericht.de, topagrar.com
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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org
ZDF dokumentiert Abgasskandal bei LKW: Das ZDF hat verdeckte Recherchen in Polen durchgeführt, zudem kontrollierte die Polizei: Dabei kam heraus, dass Spediteure ihre Lastwagen manipulieren und so der Umwelt massiv schaden. Sie setzen sogenannte AdBlue-Killer ein, um der Bordelektronik vorzuspielen, dass der Harnstoff eingespritzt wurde. So sparen sie die Kosten für die Anschaffung der Zusatzlösung. Gut 20 Prozent osteuropäischer Lkw fahren mit extrem auffälligen Abgaswerten, heißt es im Ergebnis der Recherche.
spiegel.de
USA überweisen 500 Millionen an Klimafonds: Kurz bevor Donald Trump als Präsident der USA vereidigt wurde, überwies die Regierung von Barack Obama 500 Millionen Dollar (rund 467 Millionen Euro) in den Green Climate Fund der Uno. Der Klimafonds kommt armen Ländern zugute, die mit den Hilfen die Erderwärmung besser bewältigen sollen. Trump hatte angekündigt, die Klimaverträge aufzukündigen.
spiegel.de
G 20: Aktionsplan gegen Wasserverschwendung: Rund 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs entfallen auf die Landwirtschaft. Die Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G 20) haben nun einen Aktionsplan gegen Wasserverschwendung beschlossen. Unter anderem sollen Pflanzen erforscht und entwickelt werden, die weniger Wasser benötigen. Auch soll Wasser effektiver genutzt werden.
sueddeutsche.de
NICHT MEHR GRÜN
Die Motte durfte sich ihren Namen nicht aussuchen: Eine federartige Goldmähne ziert sie: die Mikromotte Neopalpa donaldtrumpi. Benannt wurde sie nach dem neuen Präsidenten der USA, der eine ähnliche Haarpracht trägt. Was die Motte von ihrem Namen hält, ist nicht bekannt. Im Vergleich zu ihrem menschlichen Pendant schweigt sie.
spektrum.de