KW 27: Industrielle Landwirtschaft schädigt Ökosysteme, Abbau fossiler Energieträger hat Zenit überschritten, Atomaufsicht rügt AKW Tihange

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NACHRICHTEN

Industrielle Landwirtschaft schädigt Ökosysteme: Wissenschaftler des International Panel of Experts on Sustainable Food Systems fordern eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft hin zu diversifizierten agrarökologischen Systemen. Dies sei notwendig, um gesunde Lebensmittel für alle zu produzieren, ohne die Umwelt zu belasten. Nur einer vielfältigen, ökologischen Landwirtschaft gelinge es im Gegensatz zu derzeitigen Systemen, Ernährungssicherheit, eine ausgewogene Ernährung, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zu vereinbaren.
meine-landwirtschaft.de

Abbau fossiler Energieträger hat Zenit überschritten: Der Abbau und die Verstromung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas wird immer teurer und daher in den nächsten zehn Jahren seinen Höhepunkt erreichen. Dann übernehmen nach Einschätzung von Bloombergs New Energy Outlook 2016 die immer günstigeren Erneuerbaren Energien. Doch ebenfalls klar ist: Auch 2040 werden Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke weltweit ungefähr die gleiche Leistung haben wie heute. Denn mit dem rasanten Wachstum der Erneuerbaren Energien steigt auch der globale Energiebedarf enorm, zum Beispiel für Elektroautos, der 2040 bei acht Prozent liegen soll.
energiezukunft.eu

Bis zu 2,8 Milliarden Dollar bietet Tech-Unternehmer Elon Musk für die Übernahme der Solarfirma SolarCity.
spiegel.de

Atomaufsicht rügt AKW Tihange: Die belgische Atomaufsicht AFCN hat zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Sicherheitsprobleme am Meiler-Standort Tihange bemängelt. Grund sind zwei Vorfälle beim Reaktor 3 im Mai. Beide seien auf Nachlässigkeit des Personals zurückzuführen. Die Atomaufsicht hat eine Verwarnung ausgesprochen, bestätigte die Betreibergesellschaft Engie Electrabel. Beide Vorfälle werden dem Bericht zufolge als Störung eingestuft. Sie sind damit am unteren Ende der internationalen Bewertungsskala für Vorfälle in Atomkraftwerken angesiedelt.
faz.net

Brexit und Umweltverschmutzung: Mit dem EU-Austritt gibt Großbritannien womöglich auch den Emissionshandel auf. Die Preise für CO2-Berechtigungen sind bereits im freien Fall. Am Freitag nach dem Brexit-Entscheid waren Klimasünden plötzlich so billig wie seit Jahren nicht mehr. Der Börsenpreis für ein CO2-Zertifikat gab fast schlagartig um 17 Prozent nach. Da Großbritannien nach Deutschland der zweitgrößte Treibhausgasemittent in der Europäischen Union ist, würden die CO2-Preise unter einer wahren Flut überzähliger Berechtigungsscheine kollabieren. Für Industriebetriebe in ganz Europa gäbe es danach kaum noch einen finanziellen Anreiz, in CO2-sparende Effizienztechniken zu investieren.
welt.de

Weltklimavertrag tritt schneller als erwartet in Kraft: Der im Dezember in Paris vereinbarte Weltklimavertrag wird früher als geplant für die Staatengemeinschaft verbindlich werden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagt, man spüre, dass viele Staaten das Paris-Abkommen am liebsten in Rekordzeit ratifizieren und in Kraft setzen wollten. Bisher haben laut Vereinten Nationen zwar 178 der 195 Länder das Abkommen unterzeichnet. Damit es in Kraft tritt, müssen aber 55 Staaten den Vertrag ratifiziert haben. Ferner müssen sie zusammen mindestens 55 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen emittieren.
faz.net

Luftverschmutzung MdEPs einigen sich mit EU-Rat auf ambitioniertere Grenzwerte für Schadstoffemissionen europarl.europa.eu
Tiefseefischerei: Rat und Parlament einigen sich über überarbeitete Vorschriften consilium.europa.eu
Spanien Verkehrministerium ermittelt wegen zahlreicher Flugausfälle gegen Billigflieger Vueling n-tv.de

ZITAT

„Wenn die EU-Kommission das bei CETA macht, ist TTIP tot.“
Deutschlands Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel befürchtet, dass das Durchdrücken von Ceta alle Verschwörungstheorien zu den geplanten weiteren Freihandelsabkommen explodieren lassen werde.
tagesspiegel.de

HINTERGRUND

Landwirtschaft und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt übt massive Kritik am aktuellen Entwurf des Klimaschutzplans 2050 von Umweltministerin Barbara Hendricks. Mal wieder mache die Kollegin Hendricks die Landwirtschaft zum alleinigen Sündenbock. Die Landwirtschaft möge zwar acht Prozent der Emissionen erzeugen, sie ernähre aber auch 100 Prozent der Bevölkerung. Unsere Landwirtschaft arbeite mit der Natur und nicht gegen sie.
klimaretter.info

Lastwagen mit Oberleitung: Nach einem Jahr Vorbereitung testen Siemens und der Nutzfahrzeug-Hersteller Scania ein Strom-Oberleitungssystem für Lastwagen. Damit geht nach Angaben der Unternehmen der erste „E-Highway“ der Welt in Betrieb. In den nächsten zwei Jahren werden zwei Diesel-Hybridfahrzeuge auf einem zwei Kilometer langen Steckenabschnitt auf der Autobahn E 16 nördlich von Stockholm fahren. Sie sollen im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient sein, damit entsprechend weniger Energie verbrauchen, vor allem aber weniger Schadstoffausstoß produzieren.
faz.net

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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Ceta-Streit Frankreich, Rumänien, Bulgarien, Deutschland und die Niederlande rebellieren gegen Alleingang der EU-Kommission euractiv.de
Rückzug von Investoren Brexit gefährdet Bau von Atomkraftwerk Hinkley C in Südengland faz.net
Lebensmittelverschwednung Europäischer Rat einigt sich auf Grundsätze zur Verringerung von Lebensmittelverlusten consilium.europa.eu

JOBS

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NICHT MEHR GRÜN

Europacup in Frankreich, Robocup in Leipzig: In Frankreich stehen gerade die besten vier Teams im Halbfinale der Fußball Europameisterschaft. In Leipzig gibt es sogar eine Fußball Weltmeisterschaft. Dort stehen Roboter-Kicker im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Kicker aus Kabel, Schrauben und viel Plastik kicken um die Ehre bestes Team der Welt zu sein, 500 Mannschaften sind beim Robocup angemeldet. 2050 will man so weit sein, dass die Roboter auch gegen ein menschliches Team antreten können.
handelsblatt.com

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