KW 31: Dreckiges Olympia, Tesla übernimmt SolarCity, Positives Zwischenfazit bei Plastiktüten

0

NACHRICHTEN

Dreckiges Olympia: Die olympischen Segler müssen in Rio in einer stark verschmutzten Bucht antreten: Fäkalien, Gift, Müll und Schwermetalle belasten das Wasser. Den „Molotow-Cocktail der Guanabara-Bucht“ nennt der Umweltaktivist Sérgio Ricardo dieses Gemisch. Es ist eine hochgiftige Mischung. Zehn Millionen Menschen und 12.000 Industrieanlagen leiten ihre Abwässer in die Bucht und in die dort mündenden Flüsse ein, rechnet die Heinrich-Böll-Stiftung vor. Jede Sekunde muss die Guanabara-Bucht demnach 18.000 Liter unbehandelter Abwässer aufnehmen. Zudem gelangen laut Umweltschützer Ricardo bis zu 100 Tonnen Müll täglich in die Bucht. Viele Segler, die in dieser Brühe Hochleistungen erbringen und Medaillen gewinnen wollen, bringt das in Rage. Die Athleten fürchten um ihre Gesundheit.
spiegel.de

Tesla übernimmt SolarCity: Der Elektroauto-Pionier Tesla will mit einem Zukauf groß in das Solarstrom-Geschäft einsteigen. Der US-Konzern gab am Montag bekannt, den amerikanischen Solarpanel-Hersteller SolarCity für 2,6 Milliarden Dollar in Aktien erwerben zu wollen. Tesla-Chef Elon Musk will so seinen Masterplan vorantreiben, umwelt- und energiebewussten Verbrauchern künftig verschiedenste Produkte unter einer Marke anzubieten.
handelsblatt.com

Fast ein Viertel der Bundesbürger kann sich einer Bitcom-Umfrage zufolge vorstellen, dass Computerspielen einmal olympisch wird. Unter denjenigen, die selbst Computerspiele spielen, können sich das demnach sogar rund 40 Prozent vorstellen.
faz.net

Positives Zwischenfazit bei Plastiktüten: Einen Monat nach Einführung der Bezahlpflicht für Kunststofftüten hat der deutsche Einzelhandel eine positive Bilanz gezogen. Branchenweite Zahlen gebe es zwar noch nicht, aber viele Händler registrierten in den Geschäften einen “deutlichen Rückgang” bei den ausgegebenen Kunststofftüten. Die Bekleidungskette “C&A”, wo bereits seit April Plastiktüten nicht mehr kostenfrei über den Ladentisch gehen, registrierte seitdem einen Rückgang der ausgegebenen Plastiktüten um 50 Prozent, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.
faz.net

Grünes Licht für Atommeiler Hinkley Point: Der Verwaltungsrat des größtenteils staatlichen französischen Stromkonzerns EDF (Electricite de France) hat einem Bericht zufolge für den umstrittenen Bau zweier neuer Atomreaktoren in Großbritannien gestimmt. Damit könne EDF nun die Verträge unterzeichnen, teilte das Unternehmen mit. Kritiker halten die Milliardeninvestition für ein Risiko. Kurz vor der Entscheidung hatte Gerard Magnin, Mitglied des EDF-Verwaltungsrats, seinen Rücktritt eingereicht, weil sich laut Berichten der Schwerpunkt des Konzerns sich noch mehr in Richtung Kernkraft verschiebe.
spiegel.de

E-Autos haben noch keine Auswirkungen auf Luft: Seit Anfang Juli können Käufer von E-Autos einen “Umweltbonus” von bis zu 4.000 Euro beantragen. Doch der Nutzen für die Umwelt scheint gering. Denn der Absatz von circa 300.000 Elektrofahrzeugen alleine hat auf die Reduktion von Luftschadstoffen nur einen geringen Einfluss, bestätigt das Umweltministerium. Exakt 1.523 Anträge auf den Bonus sind im ersten Monat seit Beginn der Förderung Anfang Juli erteilt worden, teilte das zuständige Bafa am Freitag mit. Zwei Drittel davon für reine Elektrofahrzeuge, ein Drittel für Hybride. Wird die Prämie weiterhin nur in diesem Tempo beantragt, dauert es mehr als 16 Jahre bis der Absatz der gewünschten 300.000 E-Fahrzeuge gefördert ist.
tagesspiegel.de

RWE schickt Zukuntssparte ins Rennen: Der Energiekonzern RWE schickt sein Zukunftsgeschäft mit großen Erwartungen an die Börse. Die künftige Tochtergesellschaft Innogy solle im kommenden Jahr ihren Gewinn steigern, teilte das Unternehmen an diesem Montag in Essen mit. Geplant sei ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen zwischen 4,3 und 4,7 Milliarden Euro. Die Tochtergesellschaft wird künftig rund 40.000 der derzeitig 60.000 RWE-Mitarbeiter beschäftigten und gemessen an den Vorjahreszahlen mehr als 40 Milliarden Euro umsetzen.
faz.net

Weiterhin Diesel Bundesamt erteilt Opel Genehmigung für neuen Diesel faz.net
Der Nachtzug lebt Österreichs Bahn sichert Nachtzugverbindungen in Deutschland tagesspiegel.de
Griechenland Feuer auf Chios vernichtet viele Mastix-Bäume nzz.ch

ZITATE

„Das kann selbst der Unbedarfte, wenn er zwei Tage recherchiert.“
Einem Sicherheitsexperten zufolge genügen ein spezieller Browser und Bitcoins als Zahlungsmittel, um sich im Darknet eine Waffe zu besorgen.
welt.de

HINTERGRUND

EU-Datenschützer segnen Abkommen mit den USA ab: Die europäischen Datenschützer haben dem neuen transatlantischen Abkommen zur Übermittlung von Daten in die USA unter Vorbehalt ihren Segen erteilt. Das “Privacy Shield” genannte Abkommen war Mitte Juli von der EU-Kommission verabschiedet worden. Auch wenn in der endgültigen Fassung einige Bedenken der Datenschützer berücksichtigt wurden, seien noch nicht alle ausgeräumt, teilte die “Artikel 29”-Gruppe der Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedsstaaten am Dienstag in Brüssel mit. Die Gruppe will nun erst einmal bis zur Überprüfung des Abkommens abwarten, die in einem Jahr geplant ist.
heise.de

Tschernobyls Zukunft: 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl hat die Ukraine die 30-Kilometer-Schutzzone um den havarierten Reaktor in ein Biosphärenreservat umgewandelt. Ein entsprechender Erlass von Staatschef Petro Poroschenko trat am Montag in Kraft, wie das Präsidialamt in Kiew mitteilte. Vorausgegangen waren Gesetzesnovellen, die den Bau von Windkraft- und Solaranlagen sowie wissenschaftliche Forschung in der rund 227.000 Hektar großen Region ermöglichen.
faz.net

-Anzeige-
Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Power to Gas: Wie über 19 Millionen andere Haushalte in Deutschland auch heizen die Bewohner einer neuen Reihenhaussiedlung im rheinland-pfälzischen Alzey künftig mit einem Erdgas. Doch ihr Brennstoff kommt nicht aus Russland oder Norwegen, sondern aus einem containergroßen Gebäude am Rande des Wohnviertels. Dort wird im Herbst eine Anlage installiert, die aus Wasser, Strom und Kohlendioxid synthetisches Erdgas erzeugt. Power to Gas heißt dieses Konzept. Entwickelt wurden Power-to-Gas-Anlagen ursprünglich als Energiespeicher: Wenn Windräder und Solaranlagen mehr Strom liefern als gerade benötigt wird, produzieren sie damit Wasserstoff oder Methan.
spiegel.de

Hintertür schließen Microsoft will Hintertür zum kostenlosen Download von Windows 10 schließen golem.de
Übernahme Oracle kauft Netsuite für 9,3 Milliarden US-Dollar golem.de
Fischen in fremden Gewässern Microsoft stellt intelligente Foto-App für iOS vor zdnet.de

JOBS

Deutsche Umweltstiftung bietet Praktikum Kommunikation & Projektmanagement (EcoCrowd) *** Heinrich Böll Stiftung sucht Referenten Internet (m/w) *** IT-Dienstleistungs- Zentrum Berlin sucht Strategischen Systemplaner – Senior Consultant (m/w) *** Sarah Wiener Stiftung sucht Referenten Kommunikation /PR (m/w) *** limb sucht je eine Projektassistenz (m./w.) für Lernferien an zwei Mainzer Grundschulen
trendingjobs.eu, trendingjobs.eu/submit, jobs@trendingjobs.eu (Info+Inserat schalten)

NICHT MEHR GRÜN

Ferien der Zukunft: Vieles in diesem Ferienlager in der ungarischen Stadt Zanka ist wie in jedem anderen Sommercamp. Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen treffen sich und verbringen Zeit miteinander. Doch in einem Detail unterscheidet sich dieses Camp von anderen. Die Kinder hier haben ihren eigenen 3-D-Printer und drucken sich all die Dinge, die zu richtigen Ferien dazugehören: süße Katzen, Pokemon- oder Star Wars-Figuren. Damit sich die Kinder bei all der Technik nicht langweilen, wird sie ihnen von einem Gleichaltrigen vorgestellt.
euronews.com

Share.




Kommentar verfassen