KW 32: Flixbus schluckt Postbus, Gericht macht Weg frei für Musterklagen gegen VW, Größte deutsche Bürgerklage gegen CETA geplant

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NACHRICHTEN

Flixbus schluckt Postbus: Nach gut zweieinhalb Jahren gibt die Post auf: Der Postbus, mit dem der Konzern im Herbst 2013 auf dem Fernbusmarkt eingestiegen war, wird an den Marktführer Flixbus verkauft. Dessen Marktanteil steigt damit von 70 auf rund 80 Prozent. Nach eigenen Angaben rechnet Flixbus 2016 mit rund 30 Millionen Passagieren, der Jahresumsatz liegt schätzungsweise in einer Bandbreite zwischen 300 und 400 Millionen Euro.
tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com, sueddeutsche.de

Gericht macht Weg frei für Musterklagen gegen VW: Das Landgericht Braunschweig hat mit einem sogenannten Vorlagebeschluss den Weg für ein Musterverfahren wegen milliardenschwerer Aktionärsklagen gegen VW freigemacht. Nach den Kursverlusten im Zuge des Diesel-Skandals geht es bei den 170 zugelassenen Schadensersatzklagen um einen Streitwert von insgesamt knapp vier Milliarden Euro. Wenn alle Kläger gehört wurden, werden als nächster Schritt des komplexen, mehrstufigen Prozesses alle Verfahren bis zur Klärung des Musterverfahrens ausgesetzt. Als Zeitfenster für dessen offiziellen Beginn wird frühestens Ende 2016 angepeilt.
tagesspiegel.de, welt.de, spiegel.de

Bitcoins im Wert von mehr als 50 Millionen Euro haben Unbekannte vergangene Woche an der Hongkonger Börse für die digitale Währung erbeutet. Jetzt geht die Plattform wieder online. Für den Verlust sollen alle Anleger, ob betroffen oder nicht betroffen, aufkommen.
faz.net

Größte deutsche Bürgerklage gegen CETA geplant: Ein Aktionsbündnis von Kritikern des EU-Freihandelsabkommens mit Kanada (Ceta) hat für ihre Verfassungsbeschwerde “Nein zu Ceta” mehr als 100.000 Unterstützer gefunden. Zum Bündnis gehören die Organisationen Campact, Foodwatch und Mehr Demokratie. Die Unterstützter schickten der Initiative demnach eine schriftliche Vollmacht per Post. Sobald im EU-Handelsministerrat die Entscheidung ansteht, das Abkommen ganz oder teilweise vorläufig in Kraft zu setzen, will das Bündnis beim Bundesverfassungsgericht eine einstweilige Anordnung beantragen. Damit soll dem deutschen Vertreter im EU-Rat, das ist Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel oder ein Vertreter, untersagt werden, dort für das Abkommen zu stimmen.
euractiv.de

2015 war schlimmstes Jahr: Für die Umwelt war 2015 laut einem internationalen Wissenschaftsbericht der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA das schlimmste Jahr seit Beginn der systematischen Erfassung des globalen Klimawandels. Im vergangenen Jahr wurden bei den Treibhausgasen Kohlendioxid (CO2), Methan und Lachgas Rekordemissionen verzeichnet. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stieg demnach auf einen Durchschnittswert von 399,4 ppm (parts per million, Teile von einer Million). Das sei ein Anstieg von 2,2 ppm im Vergleich zu 2014 gewesen.
faz.net

Portugal Tausende Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrände de.euronews.com
Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungen der Welt Erklärung der Hohen Vertreterin Federica Mogherini im Namen der EU consilium.europa.eu
Whistleblower Rechtsanwalt von Edward Snowden weist Spekulationen über Verschwinden zurück zeit.de

ZITATE

„Viele von Musks Aussagen werden später als Übertreibungen und manchmal sogar als Lügen entlarvt. Zahlreiche Menschen sehen ihm das nach, weil er als Genie und Visionär gilt. Ich dagegen glaube eher an die Kakerlaken-Theorie. Wenn Sie in Ihrer Küche eine Schabe entdecken, dann müssen Sie davon ausgehen, dass die nicht alleine hier ist, sondern dass sich hinter der Wand noch viele andere befinden. So ist das auch bei Tesla. Welche Probleme gibt es, von denen wir derzeit noch nichts wissen?“
Der New Yorker Hedgefonds-Manager Mark B. Spiegel hält Tesla für ein „gefährliches Unternehmen“ und wettet auf dessen Pleite.
sueddeutsche.de

HINTERGRUND

New York Pionier bei Selbstversorgung: Im hippen New Yorker Stadtteil Gowanus in Brooklyn hat in diesem Frühjahr ein Experiment begonnen hat, das die Energiewirtschaft revolutionieren könnte. Längs der President Street versorgen Bürger von der einen Seite der angegrauten Reihenhäuser die Bewohner der anderen Seite seit April mit selbsterzeugtem Strom aus Solarpanels auf den Dächern. Neu an dem „Brooklyn Microgrid“ ist, dass sie auch Abrechnung und Bezahlung direkt untereinander abwickeln, ohne einen dazwischen geschalteten Versorger. „Der Mechanismus zeigt, wie die Zukunft eines dezentralen, in Nachbarschaften selbst verwalteten Stromnetzes aussehen könnte“, analysiert die Beratungsgesellschaft PWC.
faz.net

Roller-Sharing in Berlin: Mit mehr als 2.500 Wagen gibt es in keiner anderen Stadt weltweit so viele Carsharing-Autos wie in Berlin. Nun soll die Stadt auch Vorreiterin im Bereich Roller-Sharing werden. Nachdem Anbieter eMio bereits im vergangenen Juni mit 150 elektrischen Rollern gestartet ist, zieht Bosch nun nach: Ab Mittwoch bietet der Automobilzulieferer mit seiner Tochterfirma Coup 200 vernetzte E-Scooter im Innenstadtbereich an. Bosch steigt damit erstmals in das Geschäft mit Endkunden ein.
tagesspiegel.de, faz.net

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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Kinder-Armut in der EU Jedes vierte Kind betroffen euractiv.de
Fraport Anschläge in EU drücken auf Besucherzahlen faz.net

JOBS

Deutsche Umweltstiftung bietet Praktikum Kommunikation & Projektmanagement (EcoCrowd) *** Heinrich Böll Stiftung sucht Referenten Internet (m/w) *** IT-Dienstleistungs- Zentrum Berlin sucht Strategischen Systemplaner – Senior Consultant (m/w) *** Sarah Wiener Stiftung sucht Referenten Kommunikation /PR (m/w) *** limb sucht je eine Projektassistenz (m./w.) für Lernferien an zwei Mainzer Grundschulen
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NICHT MEHR GRÜN

Klopapier verursacht Waldbrand auf La Palma: Brennendes Toilettenpapier hat auf der Kanareninsel La Palma ein Großfeuer verursacht. Ein als Verdächtiger festgenommener Deutscher habe ausgesagt, im Freien seine Notdurft verrichtet und das benutzte Papier anschließend angezündet zu haben, teilte die Polizei mit. Bei dem Brand in einer hügeligen Gegend um den Naturpark Cumbre Vieja kam ein 54 Jahre alter Mitarbeiter der Forstbehörde ums Leben, der bei den Löscharbeiten geholfen hatte.
spiegel.de

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