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NACHRICHTEN

EU-Parlament stimmt für Plastik-Verbot: Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll den Kampf ansagen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament am Mittwoch in erster Lesung zu. Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen. Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de

Drastischer Rückgang des Wildtier-Bestands: Auf der Erde leben nach Angaben des WWF – World Wide Fund For Nature heutzutage 60 Prozent weniger Wildtiere als noch vor 40 Jahren. Grund für den drastischen Rückgang der in der Wildnis lebenden Wirbeltiere sei der Verlust von Lebensraum – zum Beispiel durch Landwirtschaft, Bergbau und immer größer werdende Städte. WWF-Direktor Marco Lambertini sagte, Naturschutz bedeute nicht nur, Tiere wie Tiger, Pandas und Wale zu schützen. Für den Menschen könne es keine Zukunft geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt werde.
tagesschau.de

Mainz muss Fahrverbote erlassen: Die Stadt Mainz muss Diesel-Fahrverbote vorbereiten. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts am Mittwoch hervor. Die Kommune müsse Verbote in einen neuen Luftreinhalteplan zum 1. April kommenden Jahres einarbeiten. Kommen müssten die Verbote spätestens zum 1. September 2019 – wenn der Grenzwert für Stickstoffdioxid im Mittel der ersten sechs Monate des kommenden Jahres nicht eingehalten werde. Ob das Verbot für einzelne Straßen oder eine Zone gelten soll, ließ das Gericht offen. In dem Verfahren ging es um eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Stadt.
faz.net

Bundespräsident Steinmeier mahnt weitere Anstrengungen im Klimaschutz an: Frank-Walter Steinmeier hat weitere Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz angemahnt. Dabei sei es wichtig, alle gesellschaftlichen Akteure in Lösungen einzubeziehen, um zu einem Ausgleich von ökologischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und industriepolitischen Interessen zu kommen. Deutschland müsse den internationalen Verpflichtungen, die das Land eingegangen sei, auch nachkommen. Andere vertrauten darauf, dass gerade Deutschland – als starke Volkswirtschaft – seine Vorreiterrolle beim Einsatz von erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien nicht aufgebe. Steinmeier hat in Erfurt den 26. Deutschen Umweltpreis verliehen. Der Bundespräsident bescheinigte den Preisträgern, eine Meeresbiologin aus Bremerhaven und ein Team von Leipziger Abwasserexperten, neue Wege beim Umwelt- und Klimaschutz zu beschreiten.
welt.de, dw.com

Erste globale Konferenz zum Thema Luftverschmutzung: Die Weltgesundheitsorganisation hat Politiker sowie Gesundheits- und Energieexperten nach Genf eingeladen, um über einen Aktionsplan zu beraten. Ziel ist die Verbesserung der Luftqualität etwa durch einen geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe. Nach Angaben der WHO sterben rund sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Luftverschmutzung. Mehr als 90 Prozent der Kinder weltweit atmen demnach Luft ein, die ein Risiko für ihre Gesundheit und ihre Entwicklung darstellt. In den Industrieländern sind davon gut 50 Prozent der Kinder betroffen, in den übrigen Staaten dagegen 98 Prozent.
tt.com

Deepwater Horizon: Seit 15 Jahren sickern mehr als 115.000 Liter Öl am Tag in den Golf von Mexiko faz.net
Albanien: Rettung aus schlimmsten Zoo Europas kleinezeitung.at
Zu teuer: EU-Rechnungshof kritisiert Förderprogramme für CO2-Speicherung faz.net
Recycling: Lidl steigt ins Müllgeschäft ein sueddeutsche.de

ZAHL DES TAGES

Nur 16 der 197 Länder, die das Pariser Abkommen unterzeichneten, haben einen nationalen Klimaaktionsplan definiert, der ehrgeizig genug ist, um die Zusagen tatsächlich auch zu erfüllen. Dies geht aus einer Studie im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP24 im Dezember hervor. Laut einer Studie der Europäischen Umwelt-Agentur können jährlich 500.000 vorzeitige Todesfälle auf eine schlechte Luftqualität zurückgeführt werden. Demzufolge ist die Luftverschmutzung in 41 europäischen Ländern die Todesursache Nummer eins.
euractiv.de, de.euronews.com

ZITAT

„Wir schrauben an keinem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter rum. Der gilt, das ist europäisches Recht.“
Kanzlerin Angela Merkel hatte am Sonntagabend gesagt, ihre Partei wolle die Gesetze so ändern, dass Fahrverbote bei nur „geringfügigen“ Überschreitungen der EU-Grenzwerte als unverhältnismäßig eingestuft würden.
tagesspiegel.de

PODCAST

Diese Woche: Kohleausstieg in anderen Ländern Muss der ÖPNV elektrisch werden? Die Luft in vielen deutschen Städten ist schlecht und die Emissionswerte sind zu hoch. Ist der E-Bus die Lösung der Probleme? detektor.fm

HINTERGRUND

Kommunen bei Elektroautos ahnungslos: Die Erleichterungen für Besitzer von E-Autos, die per Elektromobilitätsgesetz eingeführt wurden, werden kaum umgesetzt. Dabei will der Bund, dass die Nachfrage nach E-Autos steigt. Laut einem Evaluierungsbericht, aus dem der Tagesspiegel zitiert, ist das Gesetz nur in gut der Hälfte der Kommunen bekannt; knapp ein Viertel der Kommunen wendet es an. 11 Prozent planen, die Privilegien kommendes Jahr einzuführen. Dort jedoch, wo das Gesetz Anwendung findet, steigt laut dem Bericht die Zahl der E-Autos und auch der Neuzulassungen.
tagesspiegel.de

Wer sein Auto nicht bewegt, spart Geld: Das Berliner Startup „Emil“ will den Markt für Autoversicherungen revolutionieren. Wie bei Strom oder Gas-Anbietern sollen demnach Kunden nur für die Versicherung zahlen, wenn das Auto tatsächlich auch genutzt wird. Knapp 27 Millionen gaben die Deutschen vergangenes Jahr für Autoversicherungen aus – so viel wie noch nie. „Uns ist aufgefallen, dass man auch wenn man nicht so viel fährt, fast genauso viel zahlt, wie Leute, die täglich pendeln“, erklärt Gründer Bastian Knutzen den Anstoß für seine Konzept. Als Partner konnte die Gothaer Versicherung gewonnen werden. Die technische Umsetzung wird mit einem kleinen Stecker fürs Auto und einer App fürs Handy möglich. Für Gelegenheitsfahrer soll das Einsparpotential bei 450 Euro im Jahr liegen.
faz.net

FOTO DER WOCHE

TIERISCH

Die Gefühle der Tiere: Alfred Brehm hat Tiere vermenschlicht und ihnen Gefühle zugeschrieben; deswegen wurde er lange Zeit von der Wissenschaft belächelt. Wegen seinem „Thierleben“ wird er oft als Bruder Grimm der Tiere bezeichnet. Doch nun stellt sich heraus: Autor und Zoodirektor Brehm hatte recht – mit Einschränkungen. Die Verhaltensbiologie hat zwar nicht den ‚romantischen‘ Brehm bestätigt, aber dass Tiere Gedankenbilder haben, dass sie logisch denken, planvoll und kreativ handeln, über sich selbst reflektieren und Mitgefühl empfinden können.
welt.de

NICHT MEHR GRÜN

Rausschmeisser. Text
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