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NACHRICHTEN

Deutschland verfehlte Klimaziel 2020: Das Klimaaktionsprogramm 2020 verfehlt das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Der Tagesspiegel zitiert aus dem Entwurf für des „Klimaschutzberichts 2016“; noch vor Weihnachten soll dieser vorgelegt werden. 70 Prozent der über 100 Einzelmaßnahmen des Aktionsplans seien umgesetzt worden. Wenn die Klimaverpflichtung eingehalten werden soll, müsse die Regierung weitere Kohlekraftwerke vom Netz nehmen.
tagesspiegel.de, wwf.de

EU-Parlament für strengeren Luftschutz: Stickstoffoxide, luftverunreinigende Partikel und Schwefeldioxid sollen in der Luft sollen verringert werden. Entsprechend hat das Parlament sich für strengere nationale Grenzwerte ausgesprochen. Schlechte Luftqualität verursacht jedes Jahr ungefähr 400.000 vorzeitige Todesfälle in der EU.
europarl.europa.eu

Vogelgrippe in der Region Hannover: Bei einer toten Reiherente habe sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt, teilte die Region Hannover am Sonnabend mit. Vom kommenden Dienstag an werden in einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. In beiden Gebieten gelten besondere Auflagen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es erstmals seit dem diesjährigen Ausbruch der Vogelgrippe ein Zeichen der Entspannung: Wie der Landkreis Nordwestmecklenburg am Montag mitteilte, wurden alle fünf Sperrbezirke aufgehoben und zu Beobachtungsgebieten erklärt.
haz.de, frankenpost.de, ndr.de

Bürger müssen Auskunft über Pestizide bekommen: Nach zwei Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) haben Bürger und Organisationen künftig weitreichende Rechte auf Auskunft über die Wirkung von Pestiziden. Greenpeace hatte in einem der beiden Fälle gemeinsam mit dem Pesticide Action Network Europe (PAN Europe) von der EU-Kommission die Herausgabe von Dokumenten zur Genehmigung von Glyphosat verlangt. Im zweiten Fall streitet die niederländische Bienenstiftung um Dokumente zum Wirkstoff Imidacloprid, wogegen sich das Unternehmen Bayer unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse wehrt.
zeit.de

12 Kernkraftwerke in Frankreich wurden abgeschaltet. Grund ist Baupfusch mit minderwertigem Stahl.
taz.de

Bill Gates arbeitet an gut riechenden Toiletten: Bill Gates hat schon einmal versucht, die Toilette von Morgen zu bauen. Die globalen Hygieneprobleme konnte er mit seinem High-Tech-Ansatz allerdings nicht lösen. Dafür möchte er jetzt dafür sorgen, dass Toiletten besser riechen, damit die Menschen eher geneigt sind, sie auch zu benutzen. Auf seinem Blog gatesnotes berichtete der Microsoft-Gründer vergangene Woche von der Zusammenarbeit seiner Stiftung mit Firmenich. Das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Genf ist nach eigenen Angaben der weltweit größte privatwirtschaftliche Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen.
wired.de

WWF legt Living Planet Report Interaktiv vor wwf.de
Goldene Acht ist Schmetterling des Jahres zeit.de
Bolivien ruft Notstand wegen Dürre aus tagesschau.de
Solar-Steuer in Schweden zurückgenommen sonnewindwaerme.de

ZITAT

„In diesem Sinne ist auch der Schutz unserer Umwelt gelebte Barmherzigkeit“
Umweltministerin Barbara Hendricks würdigt das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit als „mehr als nur kirchliche Folkore“.
domradio.de

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marco-vollmarPANDASTISCH
von Marco Vollmar, Kommunikations-Chef WWF Deutschland

Mein persönliches Highlight der Woche: Der WWF setzt sehr erfolgreich digitale Technik im Kampf gegen Wilderer ein. Mit Unterstützung von Wärmebildkameras und einer speziellen Computer-Software konnten in Ostafrika kriminelle Banden aufgespürt und festgenommen werden. Die Geräte erkennen über eine Entfernung von über 1,6 Kilometern verdächtige Bewegungen. So können weitläufige und unwegsame Gebiete auch bei Nacht wirkungsvoll geschützt werden. Mittelfristig will der WWF auch Drohnen gegen die illegale Elefanten- oder Nashornjagd einsetzen und die dramatische Wildereikrise in Afrika wirkungsvoll bekämpfen.
wwf.de, worldwildlife.org

HINTERGRUND

Keine einheitliche Strategie gegen Einwegbecher in Sicht: Bei der Vermeidung umweltschädlichen Einwegbecher-Mülls ist bundesweit keine einheitliche Strategie in Sicht. Bundes- oder landesweite Verbote sind rechtlich ohnehin ausgeschlossen. Mehrere Bundesländer arbeiten aber an freiwilligen Vereinbarungen mit Gastronomen und Kaffee-Ketten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Landeshauptstädten ergeben hat. Die Deutsche Umwelthilfe fordert dagegen eine konzertierte Anstrengung für ein einheitliches Mehrwegsystem. Die badische Universitätsstadt Freiburg hat im Kampf gegen Verpackungsmüll und für mehr Umweltschutz am Montag ein Mehrwegsystem für Kaffee zum Mitnehmen gestartet. Derweil entwickeln die Föhrer und Amrumer eine umweltfreundliche Alternative für den Einwegbecher.
n-tv.de, focus.de, shz.de

Smart Cities beschäftigen Städteplaner: Während auf der einen Seite durchgeplante Modellstädte wie Masdar City (Abu Dhabi) oder Songdo (Südkorea) aus dem Boden gestampft werden, diskutieren Städteplaner in Hamburg, München, Amsterdam und Kopenhagen wie sich bestehende städtische Infrastrukturen energieeffizient ausbauen und digitalisieren lassen. Das Internet of Things übernimmt hier eine entscheidende Rolle, denn erst die Vernetzung von Daten macht Städte zu Smart Cities. Grundsätzlich geht es um die intelligente Steuerung städtischer Systeme. Die wachsende Digitalisierung schafft eine Unmengen an Daten, die richtig ausgewertet neue Wege und Lösungen für Stadtentwicklungskonzepte eröffnen.
silicon.de

Wieder ein Delfin in Pakistan gerettet: Vor kurzem wurde ein fünf Meter langer Delfin in einer gemeinsamen Operation der Wildtierabteilung in Karachi und WWF-Pakistan gerettet. Der Delfin war in einem Nebenfluss, als der Wasserspiegel zu sinken begann. Es ist der achte Zwischenfall eines festgesetzten Delfins in diesem Jahr. Entweder der starke Wasserfluss oder die Suche nach Beute treibt die Säugetiere in die Nebenflüsse, wo sie gefangen sind sobald der Wasserspiegel zu sinken beginnt, erklärt Mohammad Imran Malik von WWF-P.
dawn.com

Teslas Autos lassen sich durch Knacken der App stehlen: Das norwegische IT-Sicherheitsunternehmen Promon hat eine Studie veröffentlicht, die darlegt, dass die Tesla-Smartphone-App Schwachstellen hat, deren Ausnutzung potenziellen Angreifern die uneingeschränkte Kontrolle eines Tesla erlauben. Wird die Smartphone-App eines Tesla-Besitzers geknackt, können die Eindringlinge das Auto ausfindig machen, aufschließen und damit wegfahren.
futurezone.at

FOTO DER WOCHE

50-Foot-Long Whale Sharks

Was für eine unglaubliche Aufnahme! Auf einmal wirkt die Jacht und ihre Mannschaft ganz klein, über dem 15 Meter langem Walhai.

NICHT MEHR GRÜN

Waldbrand für mehr Facebook-Likes: Ein 21-Jähriger hat Feuer in einem Wald gelegt, um mehr Likes für seine Facebook-Wettervideos zu bekommen. Der Amerikaner aus Kentucky hat sich auf Facebook als Amateur-Wettermann versucht. Für ein Selfie-Video hat er von einem Waldbrand berichtet, den er selbst gelegt hat. In Kentucky drohen ihm dafür zehn bis 20 Jahre Haft und bis zu 10.000 US-Dollar Geldstrafe.
futurezone.at

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